Neueste Beiträge

Ausflugstipp: Dynamikum Primasens

Wer ist schneller. Mensch oder Tier? Laufstrecke im Dynamikum

Das Dynamikum Science Center in Pirmasens stand schon lange auf unserem Ausflugsplan. Da es von Mainz aus aber auch nicht wirklich um die Ecke ist, sondern gut 120 km entfernt, hat es sich immer wieder verschoben. Schließlich machten wir uns auf die Reise, stellten erfreut fest, dass das Dynamikum weitreichend ausgeschildert ist. Der Weg zum Eingang selbst war dann aber eher zu erraten, denn im Gebäude ist er nicht mehr gekennzeichnet. 

Im Innenhof, noch vor Betreten des Mitmach-Museums, trifft man auf ein riesiges Foucaultsches Pendel. Das läßt sich aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, denn der Weg zum Museum führt barrierefrei eine langgezogene Rampe hoch. Der Eintritt kostete uns als Familie 23,- Euro (gilt für zwei Erwachsene und ein Kind). Jeder bekam ein Papierband um den Arm und los ging’s.

Doch halt, was ist das Dynamikum denn eigentlich? Ein naturwissensschaftliches Museum, Schwerpunkt Physik und Bewegung. Oder nein, der Begriff „Museum“ führt in eine völlig falsche Richtung. Science Center – ein Museum zum Mitmachen. Ausschließlich zum Mitmachen. Steht man einfach nur da und guckt sich etwas an, passiert nämlich nichts. Es sei denn, man beobachtet andere Besucher bei ihren Aktivitäten. 

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Ausflugstipp: Secret Escape in Mainz

Secret Escape Games, Ausschnitt Raum Jungle Game

Vorweg: Dieser Ausflugstipp ist etwas schwierig zu beschreiben. Denn wir dürfen ja nichts verraten, nahezu alles wäre ein Spoiler. Deswegen gibt es auch keine Fotos. Auch die würden zu viel preisgeben. Das Beitragsfoto wurde mir von Secret Escape zur Verfügung gestellt.

Die Idee Escape Room begleitete uns schon eine ganze Weile, ich hatte immer etwas Bedenken, weil ich in abgeschlossenen Räumen zur leichten Panik neige. Denn in einem Escape Room wir man im Team für 60 Minuten in einem Raum eingeschlossen und muss diverse Rätsel lösen, um wieder freizukommen. Nachdem sich rausstellte, dass man letztlich die Tür notfalls jederzeit öffnen kann, war das Problem jedoch schnell abgehakt. Also los. Zwei Erwachsene, zwei (fast) dreizehnjährige Mädchen. In Mainz gibt es mehrere Escape Room Anbieter, wir entschieden uns für Secret Escape am Alicenplatz (Hauptbahnhof), einen Ableger des Frankfurter Unternehmens. Raum, Tag und Uhrzeit online ausgesucht und gebucht. Problemlos. Am Tag selbst wurden wir an unsere Buchung per Mail erinnert, als ob wir das vergessen würden… Aber scheinbar kommt das vor, dass gebucht wird und die Leute nicht erscheinen.

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Neue Vitaminschnitzer

Es gibt endlich mal wieder neue Vitaminschnitzer, eingepflegt in die Galerie. In der Adventszeit habe ich nach Monaten mal wieder etwas zurechtgebastelt.

Nikolaus aus Gemüse
Mini-Nikolaus aus Paprika, mit Salat, Karotte und Feta-Schnee.

An Heiligabend gibt es bei uns traditionell Picknick unterm Tannenbaum. Bisher war das Gemüse immer dreidimensional, dieses Jahr gab es ein klassisches Vitaminschnitzerbild. Für uns drei Personen ausreichend.

Weihnachtsbaum aus Gemüse
Tannenbaum aus Gurke und Kohlrabi, geschmückt mit Granatapfelkernen. Weihnachtsmann aus Himbeeren und Geschenke aus Apfel und Weintrauben. Sternschnuppe geschnitzt aus Gouda. Zitronendip-Schnee und Feta-Schneeflocken.

Für dieses Jahr etwas zu spät zum Nachmachen, aber vielleicht für das nächste zum vormerken?

Frohe Feiertage

Wir wünschen allen Lesern frohe Festtage. welcher Art auch immer.
Bei uns geht es morgen Früh mit Geburtstagsfeiern los. Ich probiere ganz viel rum, mit Fondant für die Torte (noch nie gemacht, das sieht man), Schreiben, Rätseln, Zeichnen. Deswegen tauchen wir jetzt schon ab und wünschen: Weihnachtswünsche

Gelesen: Was wir dachten, was wir taten

Cover was wir dachten… vor Bücherregal

Cover. Was wir dachten, was wir tatenSehr bedächtig, beeindruckt und nachdenklich legte ich den Debütroman der beim Schreiben erst 18jährigen Lea-Lina-Oppermann aus der Hand. Ich hatte „Was wir dachten, was wir taten“ für Töchterchen zum Nikolaus gekauft. Auf Empfehlung unserer Buchhändlerin, die die Autorin auch schon für eine Lesung zu Gast hatte. „Ja, es ist ab 14, aber bei dem, was sie sonst liest – das paßt!“ Mit 180 Seiten hat das kleine Buch ein angenehmes Format für den Stiefel, so dass ich es dann auch auswählte, aus all den anderen Wünschen. Die Art, wie die Buchhändlerin mir das Buch beschrieb, hatte mich so neugierig gemacht, dass ich es zu Hause direkt aufschlug. Und las. Und las. Wow. Wie stark geschrieben! Dann mußte ich das Lesen jedoch abbrechen, weil ich das Buch gesichert vor Töchterchens Augen verstecken mußte. Doch jetzt konnte ich „Was wir dachten, was wir taten“ zu Ende lesen. Da Töchterchen noch ein anderes Buch am Wickel hat, folgt hier nur meine Erwachsenen-Meinung dazu (Update s. unten).

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Lieblings-Buchempfehlungen Teil 2

diverse Bücher hinter Steinmännchen-Winterlandschaft

Weiter geht’s mit unseren Lieblings-Buchempfehlungen kurz vor Weihnachten. Teil 2 mit Büchern aus der Grundschulzeit, die sich größtenteils auch bestens zum Vorlesen eignen. Was ist da langfristig in Erinnerung geblieben? Was davon gibt es überhaupt noch im Handel? Auffällig: So ziemlich jedes erfolgreiche Kinderbuch wird direkt in eine Serie gebracht. Tut nicht allen gut. Bei Töchterchen war am Anfang der Grundschulzeit auch noch die Feenphase. Beginnen wir also mit den zwei Fee-Reihen, die hier auf sehr unterschiedliche Weise Eindruck hinterließen. Altersempfehlungen stammen vom jeweiligen Verlag.

Filippa Funkelfee - Zauberalarm im KlassenzimmerHortense Ullrich: Filippa Funkelfee. Wir haben alle drei herzlich über diese kleine ganz untypische, überhaupt nicht bezaubernde Fee, die eines Tags plötzlich bei Frieda im Zimmer auftaucht und deren Leben gehörig durchanderwirbelt. Leider sind die drei Bände in alter Form nicht mehr erhältlich, die ersten beiden erfuhren aber als „Welttagsedition 2017“ eine Neuauflage (Link: unsere Meinung zum Buch).
Altersempfehlung: ab 8 (gut auch jüngeren vorlesbar!)

Elizabeth Lindsay: Feenschule Zauberinsel. Eine sechsbändige Reihe um das Feeninternat und die Küchenfee Lila, die von der Köchin Cookie großgezogen wird. Auf der Gegenseite die eingebildete Prinzessin Melissa. In den Charakteren ziemlich klischeehaft, bis zur Überzeichnung, aber genau das hat Töchterchen damals sehr mitleben lassen und dennoch auch irgendwie liebevoll und lehrreich was den zwischenmenschlichen Umgang betrifft (Link: unsere Meinung zum Buch).
Altersempfehlung: ab 7.

Cover. Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nichtTanya Stewner: Liliane Susewind. Ein Dauerbrenner, deren neue Folgen bis heute auf dem Wunschzettel von Töchterchen auftauchen. Lilli kann mit Tieren sprechen, im Laufe der Reihe offenbart sich auch eine weitere Fähigkeit von ihr. Zusammen mit ihrem hochbegabten Freund Jesajah erlebt sie viele tierische Abenteuer, gerät dabei auch immer wieder in die Klemme und muss sich immer einiges einfallen lassen, um ihren Freunden durch ihre besondere Gabe zu helfen. Herrlich komisch sind stets ihr Hund Bonsai und Jesajahs Katze Frau von Schmidt, die sich irgendwie lieben, aber nur über Lilli miteinander „sprechen“ können.
Altersempfehlung: ab 8.

Cover: Mein Lotta-LebenAlice Pantermüller, Daniela Kohl: Mein Lotta-Leben. Locker-flockige, in Tagebuchform geschriebene Reihe. Kein klassisch gedrucktes Buch, mehr ein Textcomic. Leicht und mit viel Spaß zu lesen. Auch bis heute ein Dauerbrenner hier im Hause, einfach zwischendurch mal zum Lachen. Um zu gucken, ob es gefällt, bietet sich gerade das kleine „Lotta feiert Weihnachten“ an (Link: unsere Meinung dazu).
Altersempfehlung: 9-11.

Cover: WunderRaquel J. Palacio: Wunder. Ein besonderes Buch, welches Töchterchen nur so verschlungen hat. Keine locker-leichte Kost, sondern ein Sozial-Thema und Behinderung und Respekt. August hat ein entstelltes Gesicht, wird ausgegrenzt. Seine Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt,  der Leser tief in die Gefühlswelten mitgenommen. Ein intensives, sehr berührendendes Buch, bei dem die Altersempfehlung tief gegriffen ist und es schon fast eher in den Jugenbuchbereich gehört. Frisch erschienen ist eine Fortsetzung aus der Sicher anderer Schüler und ab Januar gibt es den Film zu Wunder im Kino (ich bin dezent skeptisch…).
Altersempfehlung: ab 10 Jahren.

Petronella Glückschuh HörbuchDorothea Flechsig: Petronella Glückschuh. Mittlerweile auch eine kleine Reihe „Naturforschergeschichten“, über die absolut tierliebende Petronella, bei der jedes Tier trotz Verzweiflung der Eltern aufgenommen wird. Unauffällig lehrrreiche kurze Kapitel, schöne Illustrationen, fröhlich geschrieben. Ein kleiner Verlag, deswegen nicht so prominent im großen Buchhandel präsentiert (Link: unsere Meinung zum Hörbuch). Übrigens gibt es in der Reihe auch einen Umwelt und Tiere Kinderatlas!
Altersempfehlung: ab 5.

Cover: Ein Fall für die schwarze PfoteBenedikt Weber: Ein Fall für Die schwarze Pfote. Ein Fall? Nein, es werden stetig mehr Fälle für die Spürnasen Merlin, Fips, Charlotte und Hund Hugo. Amüsant und mit viel Charme ermitteln sie auch in kniffligen Fällen. Miträtsel- und Schmunzelgarantie gibt es für die Kinderkrimis sicherlich.
Altersempfehlung: ab 8.

Zipfelmaus jagt den Vogeldieb Cover

Uwe Becker: Zipfelmaus. Inzwischen auch eine Reihe über die Zipfelmaus und ihre Freunde, die im Garten von Frau Bienenstich leben. Tierische Krimis, deren Charaktere einiges zu Grinsen bieten. Achtung: Sehr viel Text, teilweise extrem lange Textabschnitte, ich habe es vorgelesen (Link: unsere Meinung zum ersten Teil).
Altersempfehlung: ab 8 (Selberlesen), ab 6 (Vorlesen).

Usch Luhn: Nele. Locker-lustige Reihe um Nele, die mit ihrer Familie auf eine Burg zieht und damit auch den urkomischen Papagei Plemplem erbt. Prima für Leseeinsteiger, die über die Erstlesebücher hinauswachsen. An vielen Stellen wie aus dem echten Leben, mit Freundschaften, Problemen etc. (Link: unsere Meinung zum ersten Teil). Inzwischen gibt es auch einen Ableger für jüngere Kinder.
Altersempfehlung: ab 8.

Den ersten Teil unserer kurzen Buchempfehlungen mit Tipps für Bilder- und Vorlesebücher gibt es hier.

Lieblings-Buchempfehlungen Teil 1

Lieblingsbücher mit Steinmännchen Winterlandschaft

Aktuell ist es hier etwas ruhiger. Dezember. Viel zu tun bei uns. Es geht auf Weihnachten zu. Auch woanders gilt: Weihnachtsgeschenke für die Kinder müssen vielleicht noch besorgt werden. Bei uns gibt es immer auch Bücher. Für die, die noch auf der Suche nach Ideen sind, möchten wir hier eine Auswahl kurz vorstellen. Es sind Töchterchens Lieblingsbücher aus den unterschiedlichen Buchphasen, die, die langfristig in irgendeiner Form in Erinnerung geblieben sind. Wir geben hier nur einen kurzen Überblick, sortiert nach empfohlenen Altersangaben des jeweiligen Verlags. Manch eines ihrer Lieblingsbücher fehlt, weil es nicht mehr erhältlich ist. Das gilt vor allem für ihre Kleinkindbilderbücher, da ist nichts mehr nach.

Teil 1 vom Bilderbuch bis zu den Erstlesebüchern. 

Cover „Die kleine Motzkuh“Annette Langer, Imke Sönnichsen: Die kleine Motzkuh. Fast schon ein Klassiker, der erzählt, wie die kleine Motzkuh einfach so in das Leben von Josefine und Justus fliegt und nur entdeckt wird, weil ihre Oma eine neue Lesebrille bekommen hat. Prima im Alltag, wenn da mal wieder gemotzt wird. Eine kleine Stoff-Motzkuh ist beim Buch dabei.
Altersempfehlung: 36 Monate bis 6 Jahre.

ziegegansIsabel Abedi, Silvio Neuendorf: Blöde Ziege, dumme Gans. Wer kennt es nicht? Streitereien zwischen den Kindern. Dieses Buch zeigt auf oftmals amüsante Weise, wie unterschiedlich zwei Personen ein und dieselbe Situation wahrnehmen können, und wie man sich dann wieder vertragen kann (Link: unsere Meinung zum Buch).
Alterempfehlung: ab 4 Jahren

lieselotteAlexander Steffensmeier: Kuh Lieselotte. Die wunderbar illustrierten Bücher um die Kuh Lieselotte und ihre Freunde haben uns sehr viel Freude bereitet. Wir haben geschmunzelt und gelacht und bei fast jedem Angucken der Bilder neue amüsante Details entdeckt (Link: unsere Meinung zum ersten Band).
Altersempfehlung: ab 4 Jahren

Lindbergh CoverTorben Kuhlmann: Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus. Beeindruckend und detailreich illustrierte Geschichte, deren Titel eigentlich alles über den Inhalt erahnen läßt. Weitreichend über die Illustrationen erzählt. Bei weitem nicht nur für Kinder (Link: unsere Meinung zum Buch).
Altersempfehlung: ab 5 Jahre

AlmaNikola Huppertz: Alma, ganz klein. Erstlesebuch. Das einzige Erstlesebuch, das Töchterchen wirklich beeindrucken konnte. Auch durch die Illustrationen von Jolle Tourlonias. Und das nachhaltig. Bis heute gibt es diesen Schimmer in den Augen, wenn sie es erwähnt. Mit Schrecken muss ich gerade beim Verlinken sehen, dass es dieses Buch nicht mehr gibt. Dennoch – es lohnt sich, nach Restexemplaren zu suchen (Link: unsere Meinung zum Buch).

Die Zeit, in der wir klassische Kurzgeschichten vorgelesen haben, ist anscheinend auch zu lange her. Die Bücher, die wir geliebt haben, wie zum Beispiel die wunderbar illustrierten „Nicht nur für brave Kinder“ (Amazon-Link), oder „Auf den Flügeln der Fantasie“ (Amazon-Link). sind nicht mehr erhältlich. Die Klassiker und Sammelbände, die gibt es natürlich immer noch.
Was wir sonst vorgelesen haben, waren „ganze“ Bücher. Diese folgen im zweiten Teil, der Grundschulzeit, sie sind eigentlich Bücher zum Selberlesen.