Kategorie: Jugendbücher

Gelesen: Mr Griswolds Bücherjagd

Cover „Mr Griswolds Bücherjagd“ vor Bücherregal

Cover Mr Griswolds BücherjagdAuf „Mr Griswolds Bücherjagd – Das Spiel beginnt“ von Jennifer Chambliss Bertman wurde ich durch eine Aktion von Lovelybooks und dem Verlag Mixtvision aufmerksam. Zur Veröffentlichung des Kinderbuches versteckten Blogger 35 Exemplare am Tag der Veröffentlichung in ihrer Stadt. Mit Hilfe von Hinweisen konnte man sich dann auf die Suche nach dem Buch begeben. In unserem Umkreis wurde allerdings keines versteckt, aber der Inhalt reizte mich. Sind es doch genau meine Themen. Bücher und Schatzsuche, bzw. Schnitzeljagd. 

Denn bei „Mr Griswolds Bücherjagd“ handelt es sich um ein Spiel, in welchem Bücher von Spielern versteckt werden. Sie geben Hinweise in Form von Rätseln und Codes an die Community, die anderen Bücherjäger, die sich dann auf die Jagd nach dem Buch begeben können. Durch ein Punktesystem kann man in der Community verschiedene Level erreichen.

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Gelesen: Wächter der Meere, Hüter des Lichts

Cover Wächter der Meere vor Bücherregal

Nachdem wir mit Miranda Lux so viel Vergnügen beim Vorlesen hatten, lag es nahe, auch den neuen Jugendroman von Oliver Schlick zu kaufen. „Wächter der Meere, Hüter des Lichts“ übte aber auch aus anderen Gründen einen gewissen Reiz aus, zumindest auf mich. Leuchttürme, das riecht immer ein wenig nach Meer. Auf der Frankfurter Buchmesse nahmen wir das Buch in die Hand, der Cover des Schutzumschlags mit dem leuchtenden Leuchtturm, der Farbgestaltung in überwiegend blau und gelb wirkt. Auch dadurch, dass der Umschlag nicht glänzend und glatt ist, sondern eine leichte Struktur hat. Die Haptik ist eher weich und nicht so kalt, wie es die typischen Umschlage sind. Rutscht auch weniger aus der Hand. Soviel zu den äußeren Reizen eines Romans, den man als reine Geschichte lesen kann, der aber auch noch eine andere Ebene hat, eine – sagen wir mal – philosophisch-psychologische, derer man sich gerne mal bewußt werden darf. Ach ja, ein wenig Detektiv spielen kann der Leser nebenbei auch noch, wenn er mag.

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Buchmesse-Rückblick: Randnotizen

Titelbild Buchmessenbeitrag Collage

Während ich am Samstag den ersten Teil unseres Buchmesse-Rückblicks tippte, ereigneten sich auf der Buchmesse Szenen, die dort nicht hingehören. Die so verharmlosend genannte „neue Rechte“ bekam eine prima Plattform geboten, wer dagegen etwas sagte, war natürlich Linker, nicht einfach nur ein Mensch mit Verstand im Kopf und Rückgrat. Viele fühlten sich durch den Aufmarsch der „Rechten“ bedroht. Andere vor Ort bekamen allerdings auch gar nichts mit. Die Veranstalter reagierten mit einem mehr als erbärmlichen Statement, das nicht mal das Wort „Stellungnahme“ verdient und ich fragte mich unwillkürlich, ob die bei einem gewissen Herrn auf der anderen Seite des großen Teiches abgeschrieben haben. Hätte fast sogar in einen Tweet gepaßt, diese Nicht-Aussage. Wir waren am Samstag aber nicht mehr in Frankfurt, deswegen soll es das hier auch dazu gewesen sein, wer bisher nichts mitbekommen hat und mehr wissen möchte, findet im Netz unzählige Berichte von Leuten, die da Fundierteres zu zu sagen haben als wir in einem Familienblog.

Wir konnten uns am Dienstag und Mittwoch ganz dem widmen, was die Frankfurter Buchmesse eigentlich ausmachen sollte: Den Büchern und dem, was rundherum dazugehört. Über die Jugendbücher schrieben wir schon.

Was uns beim Rundgang sonst noch auffiel?

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Buchmesse-Rückblick: Bücher! Bücher?

Titelbild Buchmessenbeitrag Collage

Für uns ist die Frankfurter Buchmesse 2017 vorbei. Wir haben zwei Tage in den Messehallen verbracht, sind viele Kilometer gelaufen, haben viele Bücher gesehen, ein paar Gespräche geführt – und waren so richtig bei keiner Veranstaltung. Einmal im Orbanism-Space, aber die Aufmerksamkeitsspanne reichte nicht. Im Vorbeigehen bei der ARD-Bühne etwas zugehört. Das war’s. Es klappte einfach nicht dieses Jahr.

Wir waren als Familie bei den Fachbesuchertagen da. Inklusive unserer 12jährigen Tochter. Natürlich lag unser Interessen-Schwerpunkt da bei der Jugendliteratur. Die Kinderbücher, sie guckten uns fragend und ein wenig enttäuscht an, dass wir sie so ungeachtet an ihren Plätzen stehen ließen. Sie hatten es ja letztes Jahr schon zu spüren bekommen, dass unsere Lütte älter wird, dieses Jahr bekam von ihr eigentlich keines mehr einen Blick ab. Wenn ich allerdings ein paar Handgriffe Zeit hatte, streichelte ich dem einen oder anderen der Bilderbücher fast zärtlich über das Cover, öffnete es, wurde ein wenig wehmütig, dass bei uns jetzt illustrierte Bücher nur noch im Regal stehen. Es gibt wirklich wunderschöne Bilderbücher und auch so viele schön geschrieben und illustrierte Kinderbücher, die ich nun nicht mehr vorlesen kann, weil Töchterchen ihnen entwachsen ist.

Dieses Jahr gab es tatsächlich nur noch die Jugendbücher auf die das Kind sich stürzte. Die Auswahl war vielfältig. Soviel vorweg: Grob gezählt kam sie auf ca. 130 Bücher für die Wunschliste. Dieses Jahr haben wir nicht mehr jedes einzeln fotografiert, sondern bei den Verlagen jeweils gestapelt.

Doch halt, das Erste, was wir bei der Buchmesse wirklich sahen, dieses Jahr war etwas ganz anderes. Weiterlesen

Gelesen: Mein Leben mal eben

Cover „Mein Leben mal eben“ vor Buchregal

Mein Leben mal eben CoverAnouk hat das Unnormal-Gen, so nennt sie selbst es. Das Unnormal-Gen, welches dafür sorgt, dass sie anders ist. Sie ist 13, und steht auf Metal, nicht auf Pop. Dass die anderen stundenlang in der Schule über ein Computerspiel reden, in dem sie sich Familien erschaffen und sie nur den Steinzeitlaptop einer ihrer Mütter hat, auf dem es sich nicht mal installieren läßt, macht es nicht gerade leichter. So wie die Tatsache, dass sie zwei Mütter und einen Vater nur als Samenspender hat, das Gefühl, nicht normal zu sein, noch verstärkt. Dem Steinzeitlaptop ist es allerdings zu verdanken, dass Anouk das Tagebuchschreiben anfängt. Was soll sie sonst mit dem Ding machen?

Das sind die Dinge, die der Leser, oder vor allem wohl die Leserin gleich am ersten Tag erfährt. Am ersten Tag des Tagebuchs. Denn auch „Mein Leben mal eben“ entspricht nicht ganz dem alltäglichem Buchaufbau. Nikola Huppertz schreibt hier keine klassische erzählte Geschichte aus der einen oder anderen Perspektive. Die Ich-Erzählerin erzählt hier nicht. Sie schreibt ihr Tagebuch. Das Tagebuch einer 13jährigen.

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Wir lesen vor. Immer noch.

Reihe von Kinderbüchern

Ein ganz unwissenschaftlicher Beitrag zum Thema Vorlesen.

Immer wieder schreiben wir hier unter dem Stichwort Gelesen über Bücher, die wir unserer Tochter vorlesen. Die Art der Bücher hat sich im Laufe der Jahre vom klassischen Vorlesebuch über Bücher für Grundschulkinder bis hin zum Jugendbuch gewandelt. Das Kind wurde eben älter. Wir haben ihr schon immer vorgelesen. Kleine, kurze Geschichten zunächst. Ein festes Ritual entwickelte sich. Wir beginnen den Tag mit Vorlesen und beenden ihn auch damit. Bis heute ist das meist so. Ich wecke Töchterchen und lese zum Wachwerden erstmal ein kleines Stück vor. Das fällt morgens vor der Schule eher kurz aus, aber es gehört dazu. Abends, bevor sie ins Bett geht und dann selbst noch liest, gibt es ein längeres Stück. Das kann dann auch mal über eine halbe Stunde lang werden, ganz wie uns gerade danach ist. Die Lütte ist mittlerweile 12 Jahre alt. Weiterlesen

Gelesen: Miranda Lux – Denken heißt zweifeln…

Miranda Lux

Cover Miranda Lux…oder warum jede Geschichte zwei Seiten hat. Der Titel des Buches von Oliver Schlick folgt zumindest schon mal dem Trend zur Überlänge. Ansonsten ist das Buch jedoch keinem Massentrend zuzuordnen. In keiner Hinsicht. Es ist eigen. In nahezu jeder Hinsicht. Aufgefallen war es uns das erste Mal – wie sollte es anders sein – auf der Frankfurter Buchmesse, 2016. Ein dickes Buch, 380 Seiten hat es in der Hardcoverausgabe. Schon beim kurzen Reinlesen auf der Buchmesse fiel uns der eigene Schreibstil von Oliver Schlick auf. Ob dieser zu uns paßt, löste bei uns zunächst gewisse Zweifel aus. Dass auch ein Reiz davon ausgeht, war jedoch klar. Irgendwann stand „Miranda Lux“ somit in Töchterchens Regal und wurde schließlich zum Vorlesebuch ernannt.

Um was geht es? Um Miranda. Ihren Lehrer Victor Carelius. Um Verschwörungen. Aber vor allem geht es ums Zweifeln. Wie der Titel es schon ankündigt. Das entwickelt sich zunächst relativ „harmlos“ und fast noch alltäglich.

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Gehört: Silber (die Papa-Sicht)

Angefangen hat es mit einem Zufallsfund. Silber – Das erste Buch der Träume. Als Hörbuch. Die Tochter hatte die Bücher bereits gelesen und als Unterhaltung für den Weg von Oldenburg nach Mainz erschien mir das ganz brauchbar.

Ja, es ist ein Jugendbuch. Ja, es ist ein „Mädchenbuch“. Aber Simona Pahl liest das Buch so göttlich, dass ich als Papa durchaus gerne mithöre. 

Fassen wir mal zusammen. Eine Handvoll Teenies können sich in ihren Träumen treffen. Es gibt das böse Mädchen, es gibt das Arschloch. Das Buch ist grenzwertig Fantasy. Aus meiner Sicht auf Dauer etwas zu abgefahren. Ich will auch gar nicht weiter auf die eigentliche Geschichte eingehen. Vielleicht schreibt ja die Tochter noch etwas dazu. Nur soviel: Es gibt zwei Handlungsstränge. Das reale Leben und das Traumleben. Und das Traumleben wirkt sich durchaus auf das reale Leben aus. Liebe, Intrigen, Lügen.

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