Schlagwort: Rezension

Gehört: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

CD Cover „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ vor Bücherregal

Immer wieder wurde mir John Greens Jugendroman „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ empfohlen. Es ziehe einen in den Bann, lautete eine der Begründungen. Immer wieder stand ich vor dem Buch und wußte: Ich habe aktuell keine Zeit es zu lesen. Schließlich löste ich das Problem durch ein Hörbuch, denn das kann ich während des Bügelns, Abwaschens etc. „lesen“ und werde so noch gut unterhalten. Über 7 Stunden lang ist die ungekürzte Fassung aus dem Silberfisch Verlag (HörbuchHamburg), gelesen von Birte Schnöink. Eindrucksvoll gelesen, möchte ich sagen. Eindringlich. 

Worum geht’s?

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Gespielt: Exit – Das geheime Labor

Spielmaterialien „Exit - das geheime Labor“

Lange hatte ich mit einem Spiel aus der Kosmos Exit-Reihe von Inka und Markus Brand geliebäugelt. Ich habe lange gezögert, vor allem, weil die Spiele nur ein einziges Mal spielbar sind. Aber letztlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Neugier bei mir siegt. Die nächste Überlegung war dann: Welches Level kaufe ich? Da ich mit meiner 13jährigen Tochter spielen wollte, die „Drei ???“-Fan ist, lag es nahe, sich „Das Haus der Rätsel“ im Einsteigerlevel zuzulegen. Bei näherem Durchlesen hatte ich jedoch Zweifel, ob uns das nicht zu einfach sein könnte. Wir neigen beide dazu, uns lieber etwas durchbeißen zu müssen. Also entschied ich mich schließlich für „Das geheime Labor“, welches zu den Spielen für Fortgeschrittene gehört. Genau richtig für uns Anfänger… 

Wir holten uns noch Verstärkung von Töchterchens Freundin und es konnte losgehen. Die Mädchen legten die Spielmaterialien auf den Tisch, ich suchte Zusatzmaterial in Form von Block, Stift und Schere zusammen. Getränke stellte ich lieber auch hin, man weiß ja nie, ob man aus dem Raum nochmal herausfindet. In Sachen Spieleanleitung entschieden wir uns für die dazugehörige App, die auch einen Timer dabei hat. Die Einführung ging damit sehr gut. Da wir alle erkältungsbedingt nicht 100% freie Köpfe hatten, lautete unser Beschluss vor Spielbeginn: Wir machen uns keinen Zeitdruck, sondern lösen die Rätsel in Ruhe. Schließlich ging es ja nicht wirklich um unser Entkommen aus einem Labor. 

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Gelesen: Mr Griswolds Bücherjagd

Cover „Mr Griswolds Bücherjagd“ vor Bücherregal

Cover Mr Griswolds BücherjagdAuf „Mr Griswolds Bücherjagd – Das Spiel beginnt“ von Jennifer Chambliss Bertman wurde ich durch eine Aktion von Lovelybooks und dem Verlag Mixtvision aufmerksam. Zur Veröffentlichung des Kinderbuches versteckten Blogger 35 Exemplare am Tag der Veröffentlichung in ihrer Stadt. Mit Hilfe von Hinweisen konnte man sich dann auf die Suche nach dem Buch begeben. In unserem Umkreis wurde allerdings keines versteckt, aber der Inhalt reizte mich. Sind es doch genau meine Themen. Bücher und Schatzsuche, bzw. Schnitzeljagd. 

Denn bei „Mr Griswolds Bücherjagd“ handelt es sich um ein Spiel, in welchem Bücher von Spielern versteckt werden. Sie geben Hinweise in Form von Rätseln und Codes an die Community, die anderen Bücherjäger, die sich dann auf die Jagd nach dem Buch begeben können. Durch ein Punktesystem kann man in der Community verschiedene Level erreichen.

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Gelesen: Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche

Cover „Wer der Herde folgt…“ vor Bücherregal

Cover Wer der Herde folgt…

Hannes Jaenicke schreibt über Helden. Beziehungsweise darüber, dass wir dringend wieder welche brauchen. Und damit meint er nicht die „Helden“ von DSDS, Supertalent oder sonstigen Fernsehshows. Sondern Helden, die ihr Ding im Kleinen tun, ohne groß drüber zu reden, ohne berühmt werden zu wollen.

Dabei greift er in „Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche“ aber den Herdentrieb auf, dass man heutzutage nur noch dem Mainstream hinterher läuft. Sich bestenfalls durch große Stars inspirieren lässt. Schlimmstenfalls von Georgia-Virginia als neuestes deutsches Topmodel. Sich wirklich selbst engagieren? Ach, guck, der Thomas Schneidereit, der diesjährige The Voice Gewinner hat ein SOS-Kinderdorf besucht, wie nett.

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Gelesen: Wächter der Meere, Hüter des Lichts

Cover Wächter der Meere vor Bücherregal

Nachdem wir mit Miranda Lux so viel Vergnügen beim Vorlesen hatten, lag es nahe, auch den neuen Jugendroman von Oliver Schlick zu kaufen. „Wächter der Meere, Hüter des Lichts“ übte aber auch aus anderen Gründen einen gewissen Reiz aus, zumindest auf mich. Leuchttürme, das riecht immer ein wenig nach Meer. Auf der Frankfurter Buchmesse nahmen wir das Buch in die Hand, der Cover des Schutzumschlags mit dem leuchtenden Leuchtturm, der Farbgestaltung in überwiegend blau und gelb wirkt. Auch dadurch, dass der Umschlag nicht glänzend und glatt ist, sondern eine leichte Struktur hat. Die Haptik ist eher weich und nicht so kalt, wie es die typischen Umschlage sind. Rutscht auch weniger aus der Hand. Soviel zu den äußeren Reizen eines Romans, den man als reine Geschichte lesen kann, der aber auch noch eine andere Ebene hat, eine – sagen wir mal – philosophisch-psychologische, derer man sich gerne mal bewußt werden darf. Ach ja, ein wenig Detektiv spielen kann der Leser nebenbei auch noch, wenn er mag.

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Gelesen: Was wir dachten, was wir taten

Cover was wir dachten… vor Bücherregal

Cover. Was wir dachten, was wir tatenSehr bedächtig, beeindruckt und nachdenklich legte ich den Debütroman der beim Schreiben erst 18jährigen Lea-Lina-Oppermann aus der Hand. Ich hatte „Was wir dachten, was wir taten“ für Töchterchen zum Nikolaus gekauft. Auf Empfehlung unserer Buchhändlerin, die die Autorin auch schon für eine Lesung zu Gast hatte. „Ja, es ist ab 14, aber bei dem, was sie sonst liest – das paßt!“ Mit 180 Seiten hat das kleine Buch ein angenehmes Format für den Stiefel, so dass ich es dann auch auswählte, aus all den anderen Wünschen. Die Art, wie die Buchhändlerin mir das Buch beschrieb, hatte mich so neugierig gemacht, dass ich es zu Hause direkt aufschlug. Und las. Und las. Wow. Wie stark geschrieben! Dann mußte ich das Lesen jedoch abbrechen, weil ich das Buch gesichert vor Töchterchens Augen verstecken mußte. Doch jetzt konnte ich „Was wir dachten, was wir taten“ zu Ende lesen. Da Töchterchen noch ein anderes Buch am Wickel hat, folgt hier nur meine Erwachsenen-Meinung dazu (Update s. unten).

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Gedanken: Kinder- und Jugend-Buchbewertungen

gestapelte Bücher

Sie geistert schon eine ganze Weile in meinem Kopf herum: Die Frage nach dem Wert von Buchbewertungen zu Kinder- und Jugendbüchern. Buchbewertungen wie sie zum Beispiel bei Amazon zu Hauf abgegeben werden. In denen Eltern oder auch Großeltern, Tanten, Onkel etc. über die Bücher schreiben, die die Kinder gelesen haben, bzw. sogar erst lesen sollen. Oder die ihnen vorgelesen wurden. Wie oft liest man da: „Mir gefiel das Buch sehr gut (…), mein Enkel wird sich sicher darüber freuen.“ Ja, nun. Erwachsenensicht. Immer wieder, überall vor allem bei den Kinderbüchern. Erstaunlich selten im Verhältnis steht dann auch mal eine Bewertung da, in der die Reaktion der Zielgruppe, nämlich der Kinder und auch Jugendlichen erwähnt wird.

Wir schreiben hier auch über Kinder- und Jugendbücher. Aber immer nur über die, die wir unserer Tochter vorgelesen haben. Immer nur unter Berücksichtigung dessen, was sie dazu gesagt hat, wie sie reagiert hat. Es kam auch schon vor, dass ein Beitrag zu einem Buch nicht geschrieben wurde, weil ich nicht wußte, wie ich über das Buch schreiben soll, weil Töchterchens Meinung nicht so richtig greifbar war.

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Gehört: Seefeuer

Cover Hörbuch Seefeuer

Mit Seefeuer von Elisabeth Herrmann hörten Töchterchen und ich uns unser erstes Jugendthriller-Hörbuch. Die geplante 600 km Fahrt zu Oma und Opa fiel aus, so dass wir es nur häppchenweise hören konnte, was teilweise etwas blöd war, weil es doch einige spannende Stellen gab, bei denen ich sehr ungerne unterbrochen habe. Doch von vorne.

Warum hatte ich „Seefeuer“ rausgesucht? Es versprach Spannung. Es spielt an der Nordsee und die Seehundstation Friedrichskoog, in der Marie, die Hauptperson arbeitet, kennen wir auch. Praktisch beim Fahren auf der Autobahn wäre auch gewesen, dass der Hörverlag die gekürzte Lesung auf eine mp3 gebracht hat, da entfällt der CD-Wechsel. 7 Stunden, 20 Minuten. Prima Länge für einmal Hamburg und zurück. Theoretisch.

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