Kategorie: Hörbücher

Stippvisite: Frankfurter Buchmesse 2018

Eintrittskarten und Visitenkarte vor Springbrunnen am Agora-Fluß

Unser Buchmesse-Versuch lief dieses Jahr nicht so ganz nach Plan. Was schon seltsam ist, weil wir ja ohne Plan hinfuhren. Aber hinfahren, umgucken und bleiben ist dann doch schon ein Grundgerüst. Außerdem hatte ich Last-Minute noch das eine oder andere entdeckt, wo ich hinwollte. Kai Meyer im Lesezelt zum Beispiel. Die Selfpublishing-Area. Mojoreads. Doch es kam ein wenig anders. 

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Auf zur Frankfurter Buchmesse 2018

Morgen, am Freitag, fahre ich mit Töchterchen und ohne Olaf (der muss arbeiten) zur Buchmesse. Ich bin vollkommen unvorbereitet. Jeder Blick in Veranstaltungskalender, jeder Überblicksversuch, welcher Verlag wo wie was macht, wird von mir wieder abgebrochen. Ich stolpere dieses Jahr von viel Arbeit in den Urlaub (Luxus!) und von da eben zur Buchmesse. Es war im Vorfeld schlicht keine Zeit, mich zu kümmern. 
Ja, es ist sogar so, dass der Gedanke, zur Buchmesse zu fahren und da noch Termine zu haben, mir fast Angst macht. Grundsätzlich bin ich eher zurückhaltend und menschenscheu. Zu viele Menschen auf einem Haufen überfordern mich. Das alleine ist schon eine mehr als ausreichende Herausforderung auf einer Messe, Gespräche sind mir da meist kaum noch möglich.

Ich stehe da, beobachte andere Blogger, wie sie sich ganz selbstverständlich an den Verlagsständen austauschen, Bücher einpacken und überquellen vor Freude. Und frage mich, wie die das machen. Ich kann das nicht. Aber das kommt vielleicht demnächst mal als Extra-Blogbeitrag, der mir schon lange in den Fingern liegt. 
Ich werde somit vermutlich wieder mal schweigend von Stand zu Stand laufen, das iPhone gezückt, um die unzähligen Jugendbücher zu fotografieren, die Töchterchen für sich entdeckt. Beobachten. Die Stände betrachten. Mir meine Gedanken machen. Hinterher die Eindrücke hier zusammenfassen. Zeit für Veranstaltungen wird ohnehin nicht bleiben, zu groß ist die Auswahl. Am liebsten mag ich immer noch die kleineren Verlage, deren Bücher nicht immer so groß im Buchhandel präsentiert werden. Ich hoffe, dass ich endlich mal ein paar mehr Minuten für die Selfpublishing Area erübrigen kann. Aber letztlich – ich will mich nicht noch durch feste Pläne unter Druck setzen. Ich wünsche mir, dass ich es mal auf die Reihe bekomme, Gespräche zu führen, ohne dabei völlig überfordert sehr seltsam auf mein Gegenüber zu wirken. Aber vermutlich verschiebe ich dieses Vorhaben doch eher auf das nächste Jahr :)

Gehört: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

CD Cover „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ vor Bücherregal

Immer wieder wurde mir John Greens Jugendroman „Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken“ empfohlen. Es ziehe einen in den Bann, lautete eine der Begründungen. Immer wieder stand ich vor dem Buch und wußte: Ich habe aktuell keine Zeit es zu lesen. Schließlich löste ich das Problem durch ein Hörbuch, denn das kann ich während des Bügelns, Abwaschens etc. „lesen“ und werde so noch gut unterhalten. Über 7 Stunden lang ist die ungekürzte Fassung aus dem Silberfisch Verlag (HörbuchHamburg), gelesen von Birte Schnöink. Eindrucksvoll gelesen, möchte ich sagen. Eindringlich. 

Worum geht’s?

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Gehört: Seefeuer

Cover Hörbuch Seefeuer

Mit Seefeuer von Elisabeth Herrmann hörten Töchterchen und ich uns unser erstes Jugendthriller-Hörbuch. Die geplante 600 km Fahrt zu Oma und Opa fiel aus, so dass wir es nur häppchenweise hören konnte, was teilweise etwas blöd war, weil es doch einige spannende Stellen gab, bei denen ich sehr ungerne unterbrochen habe. Doch von vorne.

Warum hatte ich „Seefeuer“ rausgesucht? Es versprach Spannung. Es spielt an der Nordsee und die Seehundstation Friedrichskoog, in der Marie, die Hauptperson arbeitet, kennen wir auch. Praktisch beim Fahren auf der Autobahn wäre auch gewesen, dass der Hörverlag die gekürzte Lesung auf eine mp3 gebracht hat, da entfällt der CD-Wechsel. 7 Stunden, 20 Minuten. Prima Länge für einmal Hamburg und zurück. Theoretisch.

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Gedanken im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse

Collage aus Buchmessenfotos

Es ist wieder soweit: Die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Tore. Das erste Mal gingen wir noch ganz unvorbereitet hin. Wobei – unvorbereitet stimmt nicht. Wir haben uns ganz bewußt dafür entschieden, nichts zu planen und uns unvoreingenommen umzusehen. Jetzt waren wir schon einige Male zu Gast bei der Buchmesse. Nein, hier kommt jetzt nicht der 1000. Messeguide, was ziehe ich an, wie bereite ich mich vor etc.

Wir werden dieses Jahr wieder als Blogger an den Fachbesuchertagen auf dem Messegelände rumlaufen (zur generellen Akkreditierung von Bloggern als Journalisten sag ich besser nichts…). Ein Segen für mich, die ich ein massives Problem mit Menschenmassen habe. Wovon es auch da schon mehr als genug gibt, aber eben weniger als am Wochenende. Noch dazu ist die Buchmesse dieses Jahr während der rheinland-pfälzischen Herbstferien, das heißt, Töchterchen kann auch in der Woche mit und sich bei Bedarf mehrere Tage umsehen. Die Eintrittskarten sind ausgedruckt, ich schwanke zwischen Vorfreude und Grauen. Gut für mich ist, dass wir eben schon mehrfach da waren und somit eine gewisse Routine haben und uns ein wenig auf dem Gelände auskennen. Das senkt den Streßfaktor etwas.

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Gehört: Silber (die Papa-Sicht)

Angefangen hat es mit einem Zufallsfund. Silber – Das erste Buch der Träume. Als Hörbuch. Die Tochter hatte die Bücher bereits gelesen und als Unterhaltung für den Weg von Oldenburg nach Mainz erschien mir das ganz brauchbar.

Ja, es ist ein Jugendbuch. Ja, es ist ein „Mädchenbuch“. Aber Simona Pahl liest das Buch so göttlich, dass ich als Papa durchaus gerne mithöre. 

Fassen wir mal zusammen. Eine Handvoll Teenies können sich in ihren Träumen treffen. Es gibt das böse Mädchen, es gibt das Arschloch. Das Buch ist grenzwertig Fantasy. Aus meiner Sicht auf Dauer etwas zu abgefahren. Ich will auch gar nicht weiter auf die eigentliche Geschichte eingehen. Vielleicht schreibt ja die Tochter noch etwas dazu. Nur soviel: Es gibt zwei Handlungsstränge. Das reale Leben und das Traumleben. Und das Traumleben wirkt sich durchaus auf das reale Leben aus. Liebe, Intrigen, Lügen.

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Gehört: Ein Meer aus Tinte und Gold

Ein Meer aus Tinte und Gold Hörbuch

Vorweg: Ich beziehe mich hier auf die Hörbuchfassung, welche natürlich gekürzt ist, was sich in diesem Fall stark auf Inhalt und Eindruck ausgewirkt haben könnte.

Auf langen Fahrtstrecken im Auto hören wir gerne ein Hörbuch. Kürzlich war es „Ein Meer aus Tinte und Gold (Das Buch von Kelanna)“ von Traci Chee, gelesen von Laura Maire. Ich hatte das Buch an sich vor einiger Zeit online entdeckt, die Inhaltsangabe reizte mich, das Cover war wunderschön gestaltet. Als es mir dann als Hörbuch im Buchhandel begegnete, nahm ich es kurzentschlossen mit. Wir legten gespannt die CD ein, ein Land, in welchem niemand weiß, was ein Buch ist, wo Lesen unbekannt ist, mittendrin Sefia, die seit der Ermordung ihre Vaters mit ihrer Tante Nin auf der Flucht ist, in ihrem Rucksack ein merkwürdiger Gegenstand, der offensichtlich der Grund für ihre Flucht ist. Ein Buch. Als Nin entführt wird, ist Sefia auf sich allein gestellt, sie macht sich an die Verfolgung von Nins Spur.

Das klang interessant. Der Einstieg war leicht verwirrend. Wer ist wer? Na, am Beginn einer Geschichte muss man ja oft erstmal reinfinden, dachten wir uns. „Ein Meer aus Tinte und Gold“ spielt in in dem fiktiven Land Kelanna, von dem man bis zum Ende nicht so ganz begreift, wo es sich befinden könnte. Es fehlt jegliche typische Beschreibung zur Einordnung. Eher tropisch? Aber das ist ja nur Nebensache. Meer. Schiffe. Magie, eine ganz eigene Form der Magie. Sefia ist die Hauptperson, alles dreht sich um sie und das Buch, nur wie, das begreift man kaum. Sefia befreit bald einen Jungen aus einer Kiste, er wirkt verängstigt, ist stumm, lernt aber, sich mit Sefia per Zeichen zu verständigen. Sefia gibt ihm den Namen Archer. Dann ist da plötzlich ein zweiter Erzählstrang rund um einen Käpt’n  Lee und noch ein dritter um ein paar andere Personen, die Sefia auch jagen. Klingt verworren? Ist es auch. Weiterlesen