Schlagwort: Gelesen

Gelesen: Alice – Follow the white

Cover Alice - Follow the white
Alice – follow the white

„Ich habe meine Schwester gegessen.“ So beginnt „Alice – follow the white“ von Stephanie Kempin aus dem Papierverzierer Verlag. Ich meine, das ist mal ein Einstieg in ein Jugendbuch. Ja, Jugendbuch. Das übrigens nicht von unserer Tochter gelesen wurde, sondern von mir. Weil derjenige, der mir gegenüber das Buch erwähnte meinen Buchgeschmack, meinen Humor kennt und von meiner lesesüchtigen Tochter weiß.

Das Buch ist eine Mischung aus Tagebuch und Blick aus dritter Person. Alice, Chloe und Betty sind drei „Schwestern“ aus einem Heim. Sie sind also keine Schwestern im eigentlichen Sinne und vor allem grundverschieden. Betty ist übrigens eine Untote und hat einen Hang dazu mit Eis zu werfen.

Ihr merkt schon, das alles klingt etwas schräg. Ist es auch. Spätestens, wenn nach Bettys Wiederauferstehung ein weißes Kaninchen auftaucht. Welches zur Eile antreibt, weil man hat ja keine Zeit. Merkt Ihr was? Ja, Alice ist die Alice im Wunderland. Nach ihren Wunderland Abenteuern.

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Gelesen: Eine Tüte grüner Wind

Eher per Zufall hielt „Eine Tüte grüner Wind“ von Gesine Schulz bei uns Einzug. Das Buch aus dem Carlsen Verlag gehört nicht zu den prominent ausgestellten Büchern in Buchhandlungen. Töchterchen zog es dann kürzlich aus dem Regal, damit ich es vorlese. Ja, auch wenn sie mittlerweile Bücher teilweise nur so verschlingt und das Licht abends… Vorgelesen wird weiterhin. Die Geschichte erzählt von Lucy, die eigentlich in den Sommerferien mit ihrer Mutter in die USA fliegen sollte, doch dann hat die Mutter kurzfristig besseres zu tun (mit ihrem Freund verreisen) und so wird Lucy zu ihrer ihr unbekannten Tante Paula nach Irland abgeschoben. Auch ihr Vater und seine neue Familie wollen sie nicht mit nach Südfrankreich nehmen. All das liegt keineswegs an Lucy, falls das jetzt jemand vermuten sollte. Lucy muss fünf Wochen nach Irland, dahin wo alle Leute rote Haare haben, es ständig regnet und dann noch zu ihrer Tante, die offensichtlich sehr bescheiden lebt – ganz im Gegensatz zu Lucys Mutter. Vom Inhalt sei so viel verraten, dass diese Ferien natürlich ganz anders verlaufen, als die mit Vorurteilen ausgestattete Lucy es vermutet hätte.

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Gelesen: Dachdecker wollte ich eh nicht werden

Cover: Dachdecker wollte ich eh nicht werden.Dieser Beitrag zum Buch weicht von der Art her vielleicht etwas von den üblichen Lesermeinungen ab. Denn ich habe „Dachdecker wollte ich eh nicht werden – das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ nicht alleine, sondern mit meiner neunjährigen Tochter gelesen.
Raúl Aguayo-Krauthausen ist zumindest in der (häufig so genannten) Netzgemeinde kein Unbekannter mehr. Seine diversen Projekte wie Sozialhelden e.V., Leidmedien.de oder Wheelmap.org, um nur drei zu nennen, erfreuen sich zum Glück einer immer größeren Bekanntheit, auch außerhalb des Internets. Immer mehr gelingt es ihm, uns Durchschnittsmenschen die Augen für die Belange „behinderter Menschen“ (sind sie jetzt behindert, oder werden sie behindert?) zu öffnen. Ob das nun seine herausragende Eigenschaft ist? Nun ja, was ihn ausmacht, wodurch er zumindest meine Aufmerksamkeit erregte, ist letztlich nichts von dem. Ich folge Menschen zum Beispiel auf Twitter nicht nur, weil sie diese oder jene Bekanntheit haben, sich für dieses oder jenes gerade populäre Thema engagieren. Wie genau Raúl Krauthausen in mein Blickfeld geriet, vermag ich nicht zu sagen. Warum er da blieb, schon: Wegen seiner Persönlichkeit, seiner Art, seinem Wortwitz.

So bekam ich auch von seinem Buch direkt etwas mit und es stand fest: Das werde ich mir kaufen.  Ja, natürlich, auch wegen des Themas, weil ich mehr wissen wollte. Kaum lag „Dachdecker wollte ich eh nicht werden – Das Leben aus der Rollstuhlperspektive“ bei mir auf dem Tisch, kam Töchterchen angeschossen. „Mama, liest Du mir das vor?“ Auch sie hatte irgendwann etwas von Raúl mitbekommen, ihn dann im KiKa gesehen und sah eine Gelegenheit mehr zu erfahren. Sie ist auch in einem Alter, in welchem die soziale Gerechtigkeit noch ganz anders ausgeprägt ist, eben noch gerecht, ganz vorurteilsfrei. Mensch ist Mensch, egal wo er herkommt, welche Hautfarbe er hat, ob behindert, groß, klein oder was auch immer. Die einen mag man, die anderen nicht. So einfach ist das.

Ich war zunächst skeptisch. Sollte ich ihr das Buch wirklich vorlesen? Nicht wegen des Inhalts, ich fragte mich mehr nach der Verständlichkeit. Denn Raúl Krauthausen hat einen nicht zu verachtenden Wortschatz und oftmals auch eine feine Ironie. Noch dazu erwartete ich einiges an Fachausdrücken, die ich meinem computerabweisenden Kind irgendwie erläutern müßte. Dennoch wußte ich, dass das Thema sie brennend interessiert, ich stellte mich auch auf einige Diskussionen ein. Also wurde „Dachdecker wollte ich eh nicht werden“ unser nächstes Vorlesebuch.

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Gelesen: Zipfelmaus jagt den Vogeldieb

Zipfelmaus jagt den Vogeldieb Cover„Zipfelmaus jagt den Vogeldieb“ von Uwe Becker entdeckten wir auf der Buchmesse. An einem dieser kleinen Stände, abseits der großen Verlage. Der Südpol Verlag hatte seinen kleinen Bereich liebevoll gestaltet, die Zipfelmaus-Bücher waren gut sichtbar an der Seite positioniert. Auf den ersten Blick reizte mich das Wort „Gartenkrimi“. Ich zeiget Töchterchen das Buch, las ihr den Text auf der Rückseite vor. Ja, das gefiel uns. Eine Maus, die in ihrem Garten den geheimnisvollen Vogeldieb jagt. Der klaut nicht nur die Eier der Vögel, sondern auch die frisch geschlüpften Küken. Als ob es nicht reichen würde, dass Frau Bienenstich, die Besitzerin des Gartens verschwunden ist!

„Zipfelmaus jagt den Vogeldieb“ ist ein dickes Buch. Für LeserInnen von 8-108 Jahren, sagt der Verlag. Es kam bei uns auf den Stapel der Vorlesebücher, was ich sehr angenehm fand, denn die ersten Seiten machten mir zumindest Lust zum Weiterlesen. Töchterchen auch. Gleich der erste Eindruck war: Liest sich total gut. Das Vorlesen geht richtig flüssig. Die Dialoge zwischen den Tieren bieten immer wieder etwas zu lachen.

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Gelesen: Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus

Lindbergh CoverWas für ein wunderschönes, tolles Buch. Plötzlich rauschte „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“ von Torben Kuhlmann mir von allen möglichen Seiten in meine Twitter-Timeline und Facebook-Listen. Ein Bilderbuch – erschienen im Schweizer Nord-Süd-Verlag – über eine schlaue Maus, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit viel Ausdauer ein Flugzeug entwickelt und damit nach Amerika fliegt.

Ein Bilderbuch? Nein. Das Wort wird „Lindbergh“ nicht gerecht. Es ist doch viel mehr als „nur“ ein Bilderbuch. So detailreich illustriert, man sieht den Bildern die Liebe des Autors und Illustrators auch zur Geschichte der Fliegerei regelrecht an.

Die Geschichte
In einer großen Stadt verschwinden plötzlich alle Mäuse. Das Leben wurde für sie zu gefährlich, seitdem die Mausefalle erfunden wurde. Nur eine ist noch da. Eine kleine Maus (welche übrigens gar nicht namentlich genannt wird) aber bleibt zurück. Sie sitzt lieber in der Bibliothek und liest. Technische Bücher. Bücher über Mechanik. Als sie bemerkt, dass alle Mäuse nach Amerika geflüchtet sind, will sie ihnen folgen. Doch die Schiffe werden jetzt von Katzen bewacht. Also beschließt sie, wie die Fledermäuse zu fliegen. Jetzt kann sie ihr erlesenes Wissen anwenden. Sie baut sich ein Flugzeug. Die ersten Gleitversuche scheitern, aber am Ende landet die kleine Maus in Amerika.

Die Illustrationen
Ja, die Geschichte der kleinen Maus wird auch durch Text erzählt. Aber sie lebt durch die fantastischen Illustrationen. Das beginnt mit dem Umschlag. Als ich das Buch aus meinem Rucksack holte, fragte mich jemand: „Wie alt ist das denn?“ Der Umschlag sieht vergilbt und abgenutzt aus (wie auch viele Seiten im Inneren), von weitem anscheinend sehr echt. Die meisten Illustrationen sind in Brauntönen, typisch für die Zeit, in der die Geschichte spielt.

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Gelesen: Die Schule der magischen Tiere

Die Schule der magischen Tiere Cover„Die Schule der magischen Tiere“ war ein Spontankauf. Ich war auf der Suche nach einem eBook als Backup zum Vorlesen während einer Reise. Premiere. Ein Kinderbuch als eBook. Töchterchen kann sich da überhaupt nicht für begeistern. Aber das iPad sollte so oder so mit und ich wollte nicht noch ein zusätzliches Buch mitnehmen. Das Buch von Margit Auer gab es gerade zum Sonderpreis von 3,99€ im Kindle Shop. Für einen eBook Versuch kam mir das gerade recht.

Ja, ich habe also aus eher niederen Beweggründen zu „Die Schule der magischen Tiere“ gegriffen, ohne vorher reinzulesen. Das mache ich eher selten. Aber zumindest das Inhaltsverzeichnis klang  interessant.

Töchterchen jammerte im Urlaub sofort rum, dass das ja „gar kein richtiges“ Buch sei, da kann man nicht richtig drin blättern. Nein, das Format fand nicht ihre Zustimmung. Wir kamen dann im Urlaub auch nicht dazu, mit dem Buch aus dem Carlsen Verlag zu beginnen. Das mitgenommene, bereits angefangene Buch reichte zum Vorlesen aus.

„Die Schule der magischen Tiere“ kam dann  plötzlich ganz anders zum Einsatz. Wir hatten mal wieder eine längere Autofahrt zu überstehen. Plötzlich tönte es von hinten: „Mama, ich lese Dir jetzt vor!“ Ich war etwas verdattert. Diese Ehre war mir noch nie zu freiwillig zuteil geworden. Töchterchen hatte das eBook geöffnet. Und sie begann tatsächlich mir vorzulesen, über einen Großteil der Fahrt hinweg. Sogar so, dass ich dem Inhalt trotz Fahren folgen konnte. Ein Drittel des Buches las sie mir vor, ich bemerkte, dass es sich scheinbar sehr flüssig lesen lies, sie konnte nebenbei sogar die wörtliche Rede passend betonen. Eindeutig Pluspunkte für den Schreibstil und die kindgerechte Sprache.
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Gelesen: Lotta feiert Weihnachten

Lotta WeihnachtenEin kurzer Buchtipp zu Weihnachten. Eher per Zufall fiel mir beim Stöbern in der Buchhandlung das kleine „Lotta feiert Weihnachten“ von Alice Pantermüller und Daniela Kohl in die Hände. Klein, handlich, ca. A6 Format, praktisch in jeder Tasche verstaubar und ideal für den Adventskalender. Töchterchen wünscht sich das erste Buch der Reihe „Mein Lotta-Leben“, seitdem sie bei der Buchmesse zur Lesung von Alice Pantermüller und Daniela Kohl war. Da eignet sich dieses kleine Büchlein für 2,99 Euro doch bestens zum Ausprobieren, ob ihr Lotta auch zum selber lesen gefällt, dachte ich.

Was sofort auffällt, wenn man die Lotta-Bücher aufschlägt, ist, dass sie etwas aus der Norm fallen. Sie sind nämlich nicht einfach nur geschrieben, nein, der Text selbst ist an vielen Stellen illustriert. Das gilt auch für „Lotta feiert Weihnachten“.

Ich habe das Büchlein dann am 1. Dezember in den Adventskalender verpackt. Mit unerwarteter Wirkung. Madame hat sich sofort auf die Lektüre gestürzt, selbst im Kino mit Opa und Oma hat sie zwischen Werbung und Film gierig gelesen. Abends dann heimlich Licht angemacht und die letzten Seiten verschlungen. Mittlerweile hat sie das kleine Buch zum zweiten Mal durchgelesen.

Töchterchen sagt über „Lotta feiert Weihnachten“:
„Ich find wie die das schreibt, halt schön. Die Namen sind nicht gerade die leichtesten, wenn man die nicht kennt (weil Cheyenne und so ist etwas schwierig). Die Bilder sind schön. Es sind lustige Wörter darin, wie zum Beispiel „Blödbrüder“. Ein Lesezeichen ist auch mit eingebaut. Es geht um Lotta, die machen ein Krippenspiel. Mehr kann ich nicht erzählen, sonst verrate ich ja alles.“

„Lotta feiert Weihnachten“ läßt sich also an einem halben Tag vom Kind durchlesen, es hat 87 kleine Seiten. Für Leseanfänger könnte die Aufmachung des illustrierten Textes vielleicht noch etwas schwer sein. Aber auch zum Vorlesen ist es gut geeignet. Töchterchen hat oft gelacht beim Lesen, der Lesespaß ist also sicher.

Keine Frage: „Mein Lotta-Leben“ steht jetzt ganz oben auf Töchterchens Geburtstags-/ Weihnachtswunschzettel.

Alice Pantermüller
Daniela Kohl
Lotta feiert Weihnachten

Arena Verlag
87 Seiten, 2,99€
ISBN: 978-3-401-06902-9

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Ich muss mich mal aufregen. In Rosa. Und Blau.

Es wird sich ja fleissig aufgeregt über die Mädchen-Ü-Eier oder Lego-Friends. Oder allgemein, wenn Mädchen in die rosa Ecke gerückt werden. Uns ist auf der Buchmesse aufgefallen, dass auch bei Büchern der Trend dahin geht, Mädchenbücher rosa oder lila zu gestalten.
Worüber sich aber keiner aufregt, und das verstehe ich ja nun mal bei dem ganzen Gender-Geheule gar nicht: Jungs-Zeugs hat immer was mit Monstern, Kampf zu tun. Und mit… hm… Wettkampf. Also in dem Sinne: Mein Held ist besser als Deiner. Mein Monster ist böser als Deines.

Mädchen werden in die Pferde-Ecke gedrängt, um es mal bildlich auszusprechen. Alles schön, rosa toll. Jungs werden in die Kampf-Ecke geschoben.

Alles regt sich also darüber auf, dass Mädchen in eine bestimmte Rolle gedrängt werden. Das Jungs aber auch in eine bestimmte Rolle gedrängt werden, dass interessiert keine Sau. Weder die Femen noch die Maskus. Warum regt sich die Gesellschaft auf, wenn Mädchen in eine Rolle gedrängt werden, aber nicht, wenn Jungs in eine Rolle gepackt werden? Nicht alle Jungs stehen auf Star Wars, Chima etc. Ich sehe es ja im echten Leben, da gibt es Jungs, die Spaß am Voltigieren haben. Was nicht heißt, dass sie nicht auch Star Wars mögen.

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