Gehört: Lesung von Tanya Stewner

Frau Wirbelwind war mit mir am Samstag auf ihrer ersten echten Lesung. Natürlich von ihrer Lieblingsautorin Tanya Stewner, welche die „Liliane Susewind“ Bücher schreibt. Wer Liliane Susewind nicht kennt, kann mal in diesen Beitrag gucken. In der Buchhandlung Ruthmann in Bodenheim fand die Lesung statt. Vierzig Minuten Fahrt wurden dafür in Kauf genommen um dann in einer kleinen, aber  durchaus gemütlichen Buchhandlung zu landen. Frau Wirbelwind verlor auch keine Zeit und sicherte sich eine knappe halbe Stunde vor Beginn schon mal einen Platz vor dem Sofa. Sofa? Ja, da steht ein Sofa. Und ich vermute, das steht immer da. Während ich noch bei den Büchern stöberte, füllte sich der Raum zusehends. Die Eltern suchten sich Plätze vor den Bücherregalen. Ja, da kann man auch sitzen. Cool! Eine Buchhandlung, die mitdenkt. So kann man direkt am Regal im Buch schmökern.

Pünktlich um 16:30 erschien dann auch Frau Stewner. Die durchweg weibliche Zuhörerschaft durfte erst einmal Fragen stellen. Und die gab es reichlich. Wie die Idee zu Lilli kam (durch einen Traum) zum Beispiel. Insbesondere ein Mädchen war sehr aktiv im Fragen stellen. Eigentlich wollte Frau Stewner den neuen Band „Mit Freunden ist man nie allein“ vorstellen, aber da die Bilder noch nicht fertig waren, hat sie aus einem älterem Band vorgelesen. Schade eigentlich, denn gerne hätten wir den Band gekauft und signieren lassen. Aber immerhin sollte noch aus den Fahnen des neuen Buches gelesen werden.

Dann begann aber auch Lesung. Frau Stewner hat insbesondere die Tierstimmen gut imitiert. Klar, anders als Anja oder ich. Ich fand es jedenfalls sehr gut. Frau von Schmidt war schon sehr klasse gelesen, über Bonsai habe ich mich fürchterlich beömmelt. Nach jedem Kapitel durften die Kinder Fragen stellen, was diese auch reichlich ausnutzten. Was letztlich sogar dazu führte, das am Ende Zeit fehlte. Aber auf was für Fragen die Mädels kamen. Schon interessant. Und so ganz nebenbei wird man dann auf Tatsachen gestoßen, die einem selbst noch gar nicht aufgefallen sind. Zum Beispiel dass Frau von Schmidt meist immer das erste und letzte Wort haben muss.
Herrlich fand ich, dass Frau Stewner stellenweise selber lachen musste während sie vorgelesen hat. Und diese Frau hat so ein sympathisches Lachen, dass sie es geschafft hat, das wirklich alle, auch die eher zwangsweise anwesenden Eltern, mitgelacht haben. Übrigens Eltern. Viele Kinder waren nur abgeliefert worden, nur wenige Papas waren vor Ort.

So, zurück zum Thema. Frau Stewner hat einfach toll gelesen. Sie war ganz und gar in der Geschichte. Das zeigte sich in Gesten und Mimik. Ich hätte ihr gerne noch länger zugehört. Und auch Frau Wirbelwind fand es toll. Ich konnte sie ja beobachten. Sie war vollkommen gebannt und hing Frau Stewner quasi an den Lippen.

lesung

Davon abgesehen, dass Liliane Susewind für Frau Wirbelwind das Nonplusultra ist, diese Lesung war schon klasse. Frau Stewner hat ganz toll gelesen (psst, Frau Stewner, lesen Sie mal weg, Frau Wirbelwind meint allerdings, das Mama die Tiere besser liest). Die Geschichten um Lilli herum, wie Frau Stewner auf ihre Ideen kommt, waren sehr interessant. Mir als Papa hat die Lesung Spaß gemacht. Frau Wirbelwind hat es kurz zusammen gefasst „War toll!“ Und sie will so etwas noch einmal haben. Frau Stewner, Sie haben einen Auftrag.

Es war schon toll zu sehen, wie ein Haufen Mädels da sitzen und einer Autorin lauschen. Große, glückliche Augen. Mamas und (die Handvoll) Papas waren abgeschrieben. Das Interesse galt ganz und gar Lilli.