Kategorie: Sonstige

Ich muss mich mal aufregen. In Rosa. Und Blau.

Es wird sich ja fleissig aufgeregt über die Mädchen-Ü-Eier oder Lego-Friends. Oder allgemein, wenn Mädchen in die rosa Ecke gerückt werden. Uns ist auf der Buchmesse aufgefallen, dass auch bei Büchern der Trend dahin geht, Mädchenbücher rosa oder lila zu gestalten.
Worüber sich aber keiner aufregt, und das verstehe ich ja nun mal bei dem ganzen Gender-Geheule gar nicht: Jungs-Zeugs hat immer was mit Monstern, Kampf zu tun. Und mit… hm… Wettkampf. Also in dem Sinne: Mein Held ist besser als Deiner. Mein Monster ist böser als Deines.

Mädchen werden in die Pferde-Ecke gedrängt, um es mal bildlich auszusprechen. Alles schön, rosa toll. Jungs werden in die Kampf-Ecke geschoben.

Alles regt sich also darüber auf, dass Mädchen in eine bestimmte Rolle gedrängt werden. Das Jungs aber auch in eine bestimmte Rolle gedrängt werden, dass interessiert keine Sau. Weder die Femen noch die Maskus. Warum regt sich die Gesellschaft auf, wenn Mädchen in eine Rolle gedrängt werden, aber nicht, wenn Jungs in eine Rolle gepackt werden? Nicht alle Jungs stehen auf Star Wars, Chima etc. Ich sehe es ja im echten Leben, da gibt es Jungs, die Spaß am Voltigieren haben. Was nicht heißt, dass sie nicht auch Star Wars mögen.

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Die Sorgenfresser – unser Highlight der Buchmesse

Unser persönliches Highlight auf der Frankfurter Buchmesse war zweifelsohne der Stand von Schmidt-Spiele. Nicht besonders groß. Und natürlich hauptsächlich Spiele. Aber auch die Sorgenfresser. Ulkige kleine Monster mit Reissverschlussmund. Die fressen die Sorgen der Kinder und am anderen Morgen sind sie dann fort. Fanden wir eine tolle Idee und suchten gleich nach dazu gehörigen Büchern. Denn wir fanden, dazu gehören Bücher. Leider fanden wir keine, allerdings befand sich der Ansprechpartner scheinbar in einem Gespräch und wir zogen weiter, nicht ohne weiter darüber zu reden, was man daraus denn Tolles machen könnte.

Zum Abschluss konnten wir dann doch noch ein interessantes Gespräch führen. Ja, es gibt bereits zwei Bücher vom Erfinder Gerhard Hahn. Mittlerweile hat Schmidt-Spiele die Rechte an den Sorgenfressern gekauft und plant auch weitere Bücher dazu. Eventuell auch noch weitere Aktionen. Wir haben uns noch eine Weile mit dem Mitarbeiter unterhalten, der auch sehr angetan war (logisch) von den Sorgenfressern.

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Isabel Bogdan: Sachen machen

Sachen machen.  So heißt ein Buch von Isabel Bogdan. Wer wollte nicht schon mal Dinge ausprobieren, hat sich aber nicht getraut? Isabel Bogdan hat aber genau das gemacht. Nämlich Sachen. Zum Beispiel Yoga. Oder Floating. Oder Segway. Keine richtig fiesen Sachen, aber doch nichts alltägliches. So weit, so gut. Da schreibt also jemand über irgendwelche Dinge, die er/sie gemacht hat. Klingt zunächst einmal mäßig spannend.

Warum ich das Buch trotzdem gelesen habe? Zunächst einmal, weil ich es bei einem Preisausschreiben gewonnen habe und zweitens brauchte ich eh gerade was zum Lesen und hatte nichts aktuelles im Haus.

Nun kann man seine Erlebnisse einfach sachlich berichten und darüber schreiben. Oder man macht es wie Isabel Bogdan. Man schreibt frei Schnauze. Manchmal hat man wirklich das Gefühl, sie schreibt ihre Gefühle, Empfindungen genau während des Erlebnisses. Ud genau das macht das Buch so interessant. Also. So. Richtig. Wenn Frau Bogdan zum Beispiel Yoga beschreibt, wie sie Arme-hoch-Finger-über-den-Kopf-verschränken muss. Ja, die letzten Schreibweisen waren bewusst so gewählt. So schreibt sie auch. Das ist aber nicht mal störend. Man liest es, wie es gesprochen würde. BAM! Apropos BAM. Böser alter Mann. Der Stadion-Besuch bei einem Spiel des FC St. Pauli. Schön. Man liest das Fieber richtig raus, die Begeisterung. Toll!

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