Schlagwort: Rezension

E. George: Undank ist der Väter Lohn

Auch in diesem Roman von Elizabeth George spielen wieder Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers die Hauptrollen. Wer die beiden kennt wird hier überrascht feststellen müssen, daß von der bewährten Teamarbeit nichts mehr übrig ist.

Für alle anderen hier eine kurze Einführung. Lynley und Havers wurden in dem ersten Krimi der Reihe von Elizabeth George zu Partnern. Lynley ist von Haus aus gut situiert, braucht sich keine Gedanken ums Geld zu machen, sieht gut aus und ist brilliant. Havers hingegen kommt aus ärmlichen Verhältnissen, ist dick und immer ungeschickt gekleidet, fühlt sich im Grunde in ihrer eigenen Haut nicht richtig wohl. Dafür gibt sie aber oft aus dem Bauch heraus die richtigen Hinweise. Dieses ungleiche Paar muß sich nun zusammenraufen. In den Krimis geht es bei weitem nicht nur um die Fälle der beiden, sondern auch um ihre Beziehung zueinander, ihr Privatleben, ihre Probleme, Sorgen und Hoffnungen.

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Katherine Neville: Das Montglane Spiel

montglaneIch habe bei der Arbeit teilweise Zeit zum Lesen. Somit arbeite ich mich kontinuierlich durch unseren Bücherschrank. Das heißt, meistens laß ich mir von Olaf eines seiner Bücher geben, dann ist er Schuld wenn es mir nicht gefällt 😉 So gab er kürzlich Kathrin Nevilles „Das Montglane-Spiel“. Auf den ersten Blick sagte ich: „Aber so’n historischer Kram ist doch nichts richtig für mich.“ Denn das erste Kapitel hieß „Montglane – Frühjahr 1972“. Er riet mir, doch einfach mal zu lesen und ich muß im Nachhinein sagen, ich habe es nicht bereut.

So historisch ist der Roman aus dem Goldmann Verlag auch gar nicht. Sozusagen nur zu Hälfte. Die zweite Hälfte spielt in den 70er Jahren und ist damit als relativ aktuell zu bezeichnen. Auch wenn man sich während des Lesens manchmal fragt, warum die denn alle keine Handys zur Hilfe nehmen… Im Ernst, ich habe das Buch letztendlich kaum aus der Hand legen können und mich von einem Jahrhundert zum Nächsten gehangelt. Doch jetzt erstmal ein grober Überblick über das Buch, wie immer ohne genauere Angaben um dem Eigen-Lesen nichts vorwegzunehmen.

Inhalt:
Der Titel das Buches sagt aus worum es geht: „Das Montglane-Spiel“. Hierbei handelt es sich um ein Schachspiel, welches Karl der Große von Mauren geschenkt bekam. Es heißt, dieses wundervoll angefertigte Schachspiel enthalte eine magische Formel zur Verleihung von Macht. Die geheimnisvollen Kräfte dieses sagenumwobenen Spiels führen zu allerelei Unruhen und im Laufe des Romans auch zu vielen Toten.

Zentrale Figuren in Nevilles Geschichte sind die Nonnen Mireille und Valentine, die im 18. Jahrhundert im Montglane-Kloster leben. Sie erhalten zu Beginn der französischen Revolution von ihrer Äbtissen einige Figuren ausgehändigt und bekommen trotz ihres jungen Alters die Verantwortung für viele andere Nonnen und deren Figuren. Die beiden flüchten nach Paris zu Valentines Onkel, durchleben die Unruhen, flüchten und schließlich landet Mireille auch in Algerien. Sie befindet sich auf der Suche nach dem Geheimnis des Schachspiels, welches so lange in ihrem Kloster vergraben war.

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Monty Roberts: Der mit den Pferden spricht

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Monty Roberts ist der echte „Pferdeflüsterer“. Er diente als Vorbild für Nicholas Evans Bestseller Roman. Und er ist vor allem in seinen Handlungsweise wesentlich konsequenter als der Möchtegern-Pferdeflüsterer Robert Redford im gleichnamigen Film. Denn hier wird Monty Roberts wetlberühmtes „Join Up“ ad absurdum geführt, fesselt Tom Booker doch am Ende das Pferd und zwingt es zu Boden. Eine Szene gegen die Monty Roberts sich sehr gewehrt hat und von der er sich distanziert.

In „Der mit den Pferden spricht“ beschreibt er anschaulich und lehrreich seinen Lebensweg mit den Pferden. Roberts war Sohn eines Ranchbesitzers und war somit von klein auf den Umgang mit Pferden gewohnt. Er lernte es die Pferde „zu brechen“, eine übliche Methode um die Pferde zu zähmen und einzureiten. Allerdings war er mit dieser Art mit Pferden umzugehen stets unglücklich und zog sich schon als Kind heimlich zurück, das Verhalten der Tiere zu studieren. Zumal auch er selbst ständig von seinem Vater geschlagen wurde. Er beobachtete jede Bewegung der Pferde in der Herde. Im Laufe der Zeit entwickelte er seine eigene Methode die Pferde zu zähmen. Hierbei arbeitet er ganz ohne Gewalt und baut ausschließlich darauf das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen. Wie er das erreicht hat er sich in seinen Tagen und Nächten in der freien Natur bei den Pferden selbst abgeguckt.

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Anthony E. Zuiker: Level 26 – Thriller der neuen Generation

Ich habe bereits schon an anderer Stelle über dieses Buch geschrieben, es soll aber auch hier entsprechend Beachtung finden.

Dank der liebenswerten Frau Jeky bin ich zu einem Lesegenuß der besonderen Art gekommen. Level 26: Dark Origins. Geschrieben von Anthony E. Zuiker, Erfinder und Produzent von der Fernsehserie CSI. Kurz zur Story, bevor ich zur Besonderheit dieses Buches komme. Die Strafverfolgungsbehörden kategorisieren Mörder in verschiedene Level. Von Level 1 bis hin zu Schlächtern des Levels 25. In diesem Buch treibt aber ein Mörder sein Unwesen, für den ein neues Level eingeführt wurde. Level 26. Seine Opfer: Jeder! Seine Methode: Alles was ihm geeignet erscheint. Steve Dark, der Protagonist dieses Buches hatte den Mörder schon einmal fast erwischt. Sein Opfer: Seine (Pflege)Eltern. Jetzt lebt er zurückgezogen mit seiner Frau. Aber Sqweegel ist ihm wieder zu nahe gekommen. Und eine spannende Jagd beginnt.

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