Schlagwort: Lesen

eBooks? Bleib mir weg [Olaf]

eBook Reader neben Büchern

eBooks? Ja, sie sind praktisch, ich kann sie auf dem Kindle, dem iPhone oder dem iPad mit mir rumtragen. Ich kann tausende Bücher mitnehmen. Aber… ich bin mit Bibliotheken groß geworden. Blättern durch Bücher. Der Geruch, die Haptik. Ja, ich habe die Kindle-App auf dem iPad, ja, ich habe auch Bücher dort, gerade wenn sie günstiger als die Totholz-Variante waren und ich mir nicht sicher war, ob mir das Buch zusagt. Aber… Es ist kein Buch. Es riecht nicht. Ich kann es nicht anfassen. Ich kann nicht blättern. Ich sehe nicht, wie weit ich es schon gelesen habe. Es fehlt was.

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Buch vs. eBook [Anja]

eBook Reader neben Büchern

Nachdem Töchterchen das kürzlich hier thematisierte, haben wir uns überlegt, aus der Sache ein 3er-Thema zu machen. Wie stehen wir in der Familie zu eBooks? Sind unsere Ansichten da weit auseinander? Ich glaube nicht, auch wenn Töchterchen das anders vermutet. Ja, ihr Bücherregal quillt über, der Platz in der Wohnung ist begrenzt, für die erträumte Bibliothek reicht er nicht. In Sachen Platz-sparen sind eBooks einfach sehr hilfreich. Auch, was das Gewicht betrifft, sind sie eindeutig im Vorteil. Beides wird vor allem unterwegs ein echtes Argument. Wir haben hier einen klassischen Kindle, den, der noch Buchseiten imitiert, ohne Hintergrundbeleuchtung und mit wenig Akkuverbrauch.

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Lieber echte Bücher statt eBooks

eBook Reader neben Büchern

Anlass zu diesem Bericht ist, dass meine Mutter andauernd behauptet (womit sie zwar auch Recht hat, was ich trotzdem doof finde), dass, wenn ich mehr eBooks lesen würde, mein Bücherregal nicht immer überfüllt wäre und dann mehr Platz für neue Bücher wäre, den ich dann ja gar nicht brauchen würde, weil ich die eBooks dann ja auf dem Reader hätte.

Aber: Ich mag eBooks nicht so. Weil ich finde, dass wenn ich ein Buch lese, möchte ich auch ein richtiges Buch in der Hand haben. Ich finde ein eBook Reader fühlt sich komisch an. Für mich ist das einfach nicht wie ein Buch. Ich fühle mich damit nicht so wohl. Es fehlen Seiten, die man umblättern kann. Lesen ist für mich gleichbedeutend mit Buch, beim eBook muss ich das mit Touch machen und das ist nicht das gleiche, wie blättern. Beim Buch kann ich schneller mal gucken wo der nächste Absatz oder das Kapitelende ist. Wenn ich mal auf dem Tablet ein eBook lese und es dunkel wird, fangen meine Augen relativ schnell an zu brennen, das dauert im Dunkeln mit Licht sehr viel länger. Einem Buch geht nie der Strom aus, einem Kindle jedoch schon und man sieht nur noch schwarz oder grau. Einen Vorteil am Reader finde ich, dass man genau sehen kann, wie weit man in dem Buch ist, in Prozenten. Kindle sind praktisch zum Mitnehmen irgendwohin, zum Beispiel in den Urlaub.

Bei richtigen Büchern habe ich immer den vollen Überblick, was ich schon gelesen habe, bei eBooks nicht. Denn die stehen dann ja nicht sichtbar im Bücherregal. Und ich mag mein Bücherregal sehr!

Gelesen: Miranda Lux – Denken heißt zweifeln…

Miranda Lux

Cover Miranda Lux…oder warum jede Geschichte zwei Seiten hat. Der Titel des Buches von Oliver Schlick folgt zumindest schon mal dem Trend zur Überlänge. Ansonsten ist das Buch jedoch keinem Massentrend zuzuordnen. In keiner Hinsicht. Es ist eigen. In nahezu jeder Hinsicht. Aufgefallen war es uns das erste Mal – wie sollte es anders sein – auf der Frankfurter Buchmesse, 2016. Ein dickes Buch, 380 Seiten hat es in der Hardcoverausgabe. Schon beim kurzen Reinlesen auf der Buchmesse fiel uns der eigene Schreibstil von Oliver Schlick auf. Ob dieser zu uns paßt, löste bei uns zunächst gewisse Zweifel aus. Dass auch ein Reiz davon ausgeht, war jedoch klar. Irgendwann stand „Miranda Lux“ somit in Töchterchens Regal und wurde schließlich zum Vorlesebuch ernannt.

Um was geht es? Um Miranda. Ihren Lehrer Victor Carelius. Um Verschwörungen. Aber vor allem geht es ums Zweifeln. Wie der Titel es schon ankündigt. Das entwickelt sich zunächst relativ „harmlos“ und fast noch alltäglich.

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Die Vergänglichkeit von Büchern

Reihe von Kinderbüchern

Ich stöberte kürzlich durch unsere alten Artikel über (vor-)gelesene Kinderbücher, nein, über Bücher überhaupt. Einige davon schleppen wir schon seit Urzeiten durch die Blogs, also schon seit damals, als das noch Webseite, Homepage oder so war. Ja, dieses Blog hat eine lange Vergangenheit, es hat sich auch inhaltlich verändert, aber die Bücher, die sind geblieben. Bei uns. Denn manche davon, die sind schon gar nicht mehr neu im Handel erhältlich. Bedauerlich. Es waren teilweise noch druckfrische Erstausgaben, als wir sie kauften. Was haben wir alle drei herzlich über Filippa Funkelfee von Hortense Ullrich gelacht. Kaum kam der nächste Band davon auf den Markt, landete er bei uns zu Hause. Aber scheinbar konnte diese Fee sich allgemein eher weniger durchsetzen. Wirklich ein Verlust für nachfolgende Generationen von kleinen Feen-Fans. Bezaubernd, aber gänzlich unbekannt war zum Beispiel auch die Kleinkindbuch-Reihe „Kleiner Strolch“, die hier noch wohlgehütet im Regal verweilt. Genauso wie mein Lieblingserstlesebuch „Die Maus sucht ein Haus“, auch schon stolze vierzig Jahre alt mittlerweile. Weiterlesen

Gelesen: Alice – Follow the white

Cover Alice - Follow the white
Alice – follow the white

„Ich habe meine Schwester gegessen.“ So beginnt „Alice – follow the white“ von Stephanie Kempin aus dem Papierverzierer Verlag. Ich meine, das ist mal ein Einstieg in ein Jugendbuch. Ja, Jugendbuch. Das übrigens nicht von unserer Tochter gelesen wurde, sondern von mir. Weil derjenige, der mir gegenüber das Buch erwähnte meinen Buchgeschmack, meinen Humor kennt und von meiner lesesüchtigen Tochter weiß.

Das Buch ist eine Mischung aus Tagebuch und Blick aus dritter Person. Alice, Chloe und Betty sind drei „Schwestern“ aus einem Heim. Sie sind also keine Schwestern im eigentlichen Sinne und vor allem grundverschieden. Betty ist übrigens eine Untote und hat einen Hang dazu mit Eis zu werfen.

Ihr merkt schon, das alles klingt etwas schräg. Ist es auch. Spätestens, wenn nach Bettys Wiederauferstehung ein weißes Kaninchen auftaucht. Welches zur Eile antreibt, weil man hat ja keine Zeit. Merkt Ihr was? Ja, Alice ist die Alice im Wunderland. Nach ihren Wunderland Abenteuern.

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Ein Buch als Adventskalender

Adventskalenderbücher Cover

Weihnachten naht. Damit auch die Zeit der Adventskalender. Bei uns hat es inzwischen Tradition, dass es am 1. Dezember ein Buch gibt. Ein Adventskalenderbuch mit 24 Geschichten oder Kapiteln. Jeden Morgen vor dem Aufstehen lese ich vor. Auch dieses Jahr wird es wieder so sein. Bedingung ist, spätestens seitdem Töchterchen selber lesen kann: Die Seiten müssen zunächst verschlossen sein, damit nicht vorab gelesen werden kann. Ist beim ’normalen‘ Adventskalender ja auch nicht anders.

Diese Advents(kalender)-Bücher gibt es schon lange, mittlerweile für jede Altersstufe. Ich habe beim Ausmisten im Haus meiner Eltern sogar noch einen Kalender des gleichen Prinzips gefunden. Mit kurzen Geschichten und Illustrationen zu jedem Tag. Der dürfte damit an die 40 Jahre alt sein.

Angefangen haben wir für Töchterchen mit kurzen, einzelnen Geschichten. Damals mußten wir beim Öffnen der perforierten Doppel-Seiten noch mithelfen, damit sie es halbwegs unbeschädigt überstanden. Für kleine Kinder sind tägliche kurze Geschichten und Gedichte schön zu hören, eine ruhige Einstimmung auf den Tag. Das große Adventskalenderhaus hat(te) dann zu jedem Tag außer Geschichten und Gedichten auch noch ein Rezept, eine Bastelanleitung oder ähnliches dabei. So werden auch noch viele Ideen geliefert, die so schnell dunkel werdenden Tage mit häufig schlechtem Wetter drinnen gemeinsam zu verbringen. Klischee Besinnlichkeit fällt mir dabei ein. Wo gibt es die schon noch in der Realität über den ganzen Adventszeitraum?

Ab dem nächsten Jahr fingen wir mit durchgehenden Geschichten an. Über mehrere Jahre begleiteten uns die Adventskalender des Kaufmann Verlags. Diese haben als Zugabe zur Geschichte stets zum Beispiel noch ein Bastelbild zum Ausschneiden und Kleben oder Fensterfolien dabei. Es gibt sie für unterschiedliche Altersstufen bis hin zum Adventskrimi. So findet sich auch thematisch in der Auswahl bestimmt für jedes Kind etwas. Noch heute strahlen die Augen, wenn die (nicht mehr so) Lütte Das Weihnachtshaus sieht.

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Frankfurter Buchmesse – im kleinen Ausschnitt

Buchmesse Collage

Buchmesse, ein guter Grund nach zwei Jahren vielleicht doch mal wieder etwas zu schreiben. Dachten wir gestern. Heute waren wir da. Am Sonntag. Publikumstag. Verkaufstag. Wir rechneten mit Besuchermassen, Enge usw. Also fuhren wir früh los und kamen direkt um 9 Uhr an. Gänge, auf denen wir uns noch bewegen konnte. Bücher, an die wir rankamen. Wir konnten noch entspannte Gespräche führen. Kurzfristig. Denn wir hatten ja das Fräulein Tochter dabei. Ich würde es schon als Tradition bezeichnen, diesen alljährlichen Besuch der Buchmesse, auf der sie mit leuchtenden Augen durch die Reihen voller Bücher streift, wir Foto um Foto von den Büchern machen, diese dann zur Sammlung auf ihre Amazon-Wunschliste setzen, um dann schließlich zum Geburtstag/ Weihnachten eine Auswahl in der örtlichen Buchhandlung zu bestellen. Auf diese Weise haben wir manches Buch entdeckt, welches im Buchhandel nicht so präsent positioniert wird. Mit Worten kann ich fliegen zum Beispiel, ein Highlight, welches nicht nur vom Thema berührte, sondern auch auch in der Sprache regelrecht bezauberte.

Doch dieses Jahr war es noch ein wenig anders. Die letzten Jahre konnten wir noch Fotos am Rande machen, beobachten, uns ein wenig breiter gefächert umsehen. Heute allerdings waren wir sechs Stunden wirklich nur im Erdgeschoß von Halle 3 unterwegs. Ein ganz kurzer, kaum erwähnenswerter Abstecher zur Agora und dem Gastland Niederlande/ Flandern. Schließlich fing ich an, Verlagsprogramme und Leseproben einzusammeln, am Ende waren es fast 80 Bücher, die wir fotografierten…

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