Schlagwort: Kinder

Gelesen: Lancelot – Eine Maus spielt Weihnachtsengel

Lancelot - eine Maus spielt WeihnachtsengelBei uns ist es Tradition, dass es zum Adventskalender ein Adventsbuch gibt. Eines mit 24 Geschichten zum Vorlesen, jeden Morgen eine. Letztes Jahr gab es „Lancelot – Eine Maus spielt Weihnachtsengel“ von Eva Hierteis. Ich nahm das Buch im Buchladen in die Hand, mir gefiel zunächst das Cover. Eine Maus, die auf Geschenken tanzt, mit umgebundenen Flügel auf der Fingerspitze jongliert sie ein kleines Paket. Der Titel, sowie Details sind in dunkelrotem Glanzdruck gehalten, passend zum Weihnachtsthema.

Nachdem ich einen Blick auf die Inhaltsangabe auf der Rückseite geworfen hatte, las ich ein wenig hinein in das Buch. Ja, ich gebe zu, mir gefiel auch, dass Lancelot bei einer Familie in London wohnt. Aber mir gefielen auch die ersten Seiten. Inhaltlich und stilistisch. Kurzum: Ich nahm Lancelot mit nach Hause.

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Gehört: Petronella Glückschuh Naturforschergeschichten

Petronella Glückschuh HörbuchPetronella Glückschuh lernten wir bei der Buchmesse kennen. Also nicht Petronella selbst, sondern ihre Erfindern Dorothea Flechsig. Und sie gab uns unter anderem die CD mit dem zweiten Hörbuch von Petronella mit.

Ganz klar, die CD mußte direkt im Messe-Parkhaus in den Player. Die ersten Takte des Titelliedes erklangen, Papa meinte: „Klingt ein wenig bayrisch“, während Tochter hinten im Auto schon mitsang. Wir waren vielleicht gerade 2 Parkhausetagen runtergefahren. Mit anderen Worten: Das Lied klingt wie Blasmusik auf Volksfest, aber es sitzt innerhalb von Sekunden im Ohr. Fröhlich, eingängig, leichter Text und macht auch noch gute Laune.

Pluspunkt 2: Kornelia Boje als Sprecherin. Mit viel Liebe erzählt sie die Geschichten von Petronella, verleiht den Erzählungen Lebendigkeit, erfüllt sie stimmlich mit Seele. Absolut zielgruppengerecht.
Die neun Geschichten sind jeweils in sich abgeschlossen, es gibt also keine zusammenhängende lange Erzählung.  Das ist gut, man kann nach jeder Geschichte unterbrechen und die kleinen Zuhörer müssen sich keine langen Erzählstränge merken.

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Lesefest 2012 in Taunusstein

Am Freitag ist es soweit. Das Lesefest vom Netzwerk Leseförderung Rheingau-Taunus e.V. kommt auch bei uns in der Grundschule an. Gefühlt wird das Lesefest hier in Taunusstein etwas stiefmütterlich behandelt. Wir haben es eigentlich nur mitbekommen, weil unsere Tochter in der 2. Klasse ist und damit an einer Lesung von Antje Herden teilnehmen wird. Es gibt zwei Lesungen der Autorin aus ihrem Buch „Herr Klopstock, Emma und ich“: Eine am Donnerstag 8.11. im Salon Theater und die zweite dann bei uns in der Grundschule. Wir sind gespannt, was Töchterchen davon zu berichten hat (und ich wäre ja gerne dabei…) Bei der Lesung im Salon Theater wird übrigens auch Sabine Stemmler, Initiatorin des Lesefests, vor Ort sein.

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Gedanken: Kinderfotos im Netz

Nebenan im NetLeben habe ich mich mit der Frage nach Kinderfotos im Internet auseinandergesetzt. Ich finde: Bevor man Fotos seines Kindes online stellt, sollte man über einiges nachgedacht haben. Und wie in den Kommentaren nochmal zu lesen ist: Man muß sich auch Gedanken über die AGB des Anbieters machen, auf dessen Plattform man die Fotos veröffentlicht. Das gilt besonders für Facebook.

Für uns gilt: Fotos unserer Tochter veröffentlichen wir wenn überhaupt nur, ohne dass man ihr Gesicht erkennt. Soviel Respekt hat sie (abseits der rechtlichen Lage) verdient.

Gelesen: Sandor – Fledermaus mit Köpfchen

Sandor – Fledermaus mit KöpfchenWir haben auf der Buchmesse vom Glückschuh-Verlag ein Rezensionsexemplar von „Sandor – Fledermaus mit Köpfchen“ von Dorothea Flechsig bekommen. Dies musste von Frau Wirbelwind auch möglichst bald in Angriff genommen werden. Sprich, es musste vorgelesen werden.

Sandor ist eine kleine Fledermaus, in Jendriks Schule im Rollokasten lebt. Jendrik ist die Hauptperson im Buch, der mit seinem kleineren Bruder und seiner leicht chaotischen (aber irgendwie symphatischen) Mutter zusammenlebt. Sandor ist ein großer Abendsegler, wie man im Laufe der Geschichte erfährt und hat einen Knick im Ohr. Während Jendrik zu Beginn der Geschichte eher ein schlechter Schüler ist und von den anderen aus seiner Klasse gehänselt wird, so wird aus dem schüchternen Jungen ein selbstbewusster kleiner Kerl. Weiterlesen

Usch Luhn: Nele und die neue Klasse

Es dauerte ein wenig, bis Töchterchen sich für „Nele und die neue Klasse“ von Usch Luhn begeistern konnte. Schließlich ist Nele keine Fee, sondern ein ganz normales Mädchen. Das allerdings auf eine Burg zieht.

Mich reizte die Inhaltsangabe, deswegen habe ich es gekauft. Auch dass am Ende noch ein Anhang mit Neles Tagebuch und weitere Ergänzungen zum Buch sind, fand ich gut. Beim ersten Vorlesen war die Resonanz verhalten. Beim zweiten Mal jedoch fing Madame an, sich für Nele und ihr Leben zu interessieren. Gerade Plemplem der verrückte Papagei hat es ihr angetan. Da muß ich manchmal doch bremsend eingreifen, wenn sie nur noch „Plemplem, Plemplem, total plemplem“ kreischt.
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Gelesen: Hortense Ullrich – Filippa Funkelfee

Filippa Funkelfee - Zauberalarm im KlassenzimmerEines Morgens wird Frieda von einer Fee geweckt. Der Traum von so ziemlich jedem kleinen Mädchen. Eine zauberhafte Fee für traumhafte Abenteuer. Zaubern. Heimlichkeiten. Denkt man. Wünschen Mädchen sich. Mit Friedas „Gast“ sieht dieser Mädchen-Traum aber ein wenig anders aus. Ein wenig? Vollkommen!

Filippa, so heißt die kleine Fee, weckt Frieda nicht etwa sanft und freundlich. Nein, sie beißt Frieda in die Nase und beschimpft sie. Frieda braucht eine ganze Weile, um zu begreifen, dass sie es mit einer Fee zu tun hat. Zunächst überlegt sie noch, ob ihre rege Fantasie ihr einen Streich spielt. Außerdem: Filippa ist weder nett, noch trägt sie ein „typisches“ Feenkleid, noch kann sie wirklich zaubern.

Filippa hat ein unverschämtes Benehmen, ist frech, unhöflich, vorlaut… Zaubern kann sie nur mit Hilfe von Zauberkieseln. Dumm nur, dass sie die alle verbraucht hat und damit auch das Feenreich in ernsthafte Gefahr gebracht hat. Denn Santos, der Feuersalamander ist zurück. Nun muß die freche Fee neues Feengold beschaffen und mit ihrem letzten Zauberkiesel wünscht sie sich dahin, wo sie neues Feengold finden kann. Deswegen landet sie bei Frieda, die von Filippa erstmal zusammengeschnauzt wird, weil sie „es“ nicht rausrückt. Frieda hat natürlich keine Ahnung, wovon Filippa spricht, es bleibt ihr aber nichts anderes übrig, als ihrem ungebetenen Gast bei der Suche zu helfen. Filippa verfolgt sie bis in die Schule.
Was die Lage nicht gerade einfacher macht, ist die Tatsache, dass nur Frieda die kleine Fee sehen und hören kann. Das führt natürlich zu allerlei Verwicklungen und selbst Friedas Stiefvater Hubert, der unendlich geduldige Kinderpsychologe, fängt an sich Sorgen zu machen, als Frieda mit ihrer leeren Hand spricht. Mit im Spiel ist schließlich auch Jacob, Friedas Stiefbruder, den Frieda stets Holzkopf nennt. Die beiden Zwangs-Geschwister gehen zwar in eine Klasse und müssen bald auch zusammen wohnen, können sich aber rein gar nicht leiden. Dennoch halten sie im Notfall zusammen. Das muß man mit einer Fee wie Filippa aber auch…

Filippa Funkelfee: Zauberalarm im Klassenzimmer von Hortense Ullrich wurde uns in unserer örtlichen Buchhandlung empfohlen und Frau Wirbelwind nahm es sofort mit. Einen Tag später fand sie einen Grund, mich auch noch zum Kauf von Teil 2 Reise ins Drachenland zu überreden. Teil 1 war nämlich schnell durchgelesen. Wir haben herzhaft gelacht, Kind und Mama, haben gemeinsam über Filippas unmögliches Benehmen den Kopf geschüttelt und waren einfach nur begeistert von dieser so ganz untypischen Fee. Weiterlesen

Elizabeth Lindsay: Feenschule Zauberinsel

Diese Buchreihe war für uns eher Zufallsfund. Für kurze Zeit lag Band 1 – „Lila und das Einhorn“ auf einem Ausstellungstisch in der Buchhandlung. Ich habe nicht den Eindruck, dass Schneider-Bücher heutzutage heute noch zu den stark geförderten Verlagen bei den großen (meinungsmachenden) Buchhändlern gehören.

Da Frau Wirbelwind Feen und Einhörner liebt, sah ich mir das kleine Hardcover-Büchlein näher an. Und wurde prompt nostalgisch. Rein optisch ist ein Schneider-Buch immer noch so, wie es in meiner Kindheit war. Keine reinweißen Seiten, Federzeichnungen als Illustrationen. Ich schnappte mir Frau Wirbelwind zum Test-Vorlesen. Ja. Test-Vorlesen. Ich hätte auch direkt im Buchladen das ganze Buch durchlesen können, wenn es nach ihr gegangen wäre. Ich gebe zu: Auch ich hätte direkt weiterlesen können. Natürlich nahmen wir „Lila“ mit.

Keine Frage: Zu Hause mußte ich gleich wieder vorlesen. Lila Fliederblüte lebt im Palast der Feenkönige. Sie wurde von der Küchenfee Cookie groß gezogen. Wo genau sie herkommt, wird in allen sechs Bänden nicht aufgelöst. Lilas größter Wunsch ist es, zur Feenschule Zauberinsel gehen zu dürfen. Sie lernt fleißig für die Aufnahmeprüfung. Ganz im Gegensatz zu Prinzessin Melissa, die in erster Linie überheblich, aber nicht sonderlich fleißig ist. Und die Lila überhaupt nicht leiden kann und ihr soviele Steine wie nur möglich in den Weg legt.

Das ist der zentrale Punkt der Feenschule Zauberinsel: Die Feindschaft der Prinzessin gegenüber Lila.
Feenschule Zauberinsel erfüllt sicher einige Klischees, das aber in wunderbarer Weise und ganz nebenbei auch noch unauffällig lehrreich. Melissa ist wirklich ein Biest, während Lila zwar nur eine Küchenfee ist, dafür aber herzlich und liebenswert. Sie will immer nur das Gute, während Melissa der Egoismus in Person ist. Die Charaktere sind somit deutlich gezeichnet, an der Grenze zur einseitigen Überzeichnung. Aber die Art, wie sie beschrieben werden ist absolut schön zu lesen, wirklich ein Traum in Buchform für kleine Mädchen. Einfach geschrieben, mit viel Fantasie und immer spannend.

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