Schlagwort: Kinder

Gelesen: Eine Tüte grüner Wind

Eher per Zufall hielt „Eine Tüte grüner Wind“ von Gesine Schulz bei uns Einzug. Das Buch aus dem Carlsen Verlag gehört nicht zu den prominent ausgestellten Büchern in Buchhandlungen. Töchterchen zog es dann kürzlich aus dem Regal, damit ich es vorlese. Ja, auch wenn sie mittlerweile Bücher teilweise nur so verschlingt und das Licht abends… Vorgelesen wird weiterhin. Die Geschichte erzählt von Lucy, die eigentlich in den Sommerferien mit ihrer Mutter in die USA fliegen sollte, doch dann hat die Mutter kurzfristig besseres zu tun (mit ihrem Freund verreisen) und so wird Lucy zu ihrer ihr unbekannten Tante Paula nach Irland abgeschoben. Auch ihr Vater und seine neue Familie wollen sie nicht mit nach Südfrankreich nehmen. All das liegt keineswegs an Lucy, falls das jetzt jemand vermuten sollte. Lucy muss fünf Wochen nach Irland, dahin wo alle Leute rote Haare haben, es ständig regnet und dann noch zu ihrer Tante, die offensichtlich sehr bescheiden lebt – ganz im Gegensatz zu Lucys Mutter. Vom Inhalt sei so viel verraten, dass diese Ferien natürlich ganz anders verlaufen, als die mit Vorurteilen ausgestattete Lucy es vermutet hätte.

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Ausflugstipp: MS Wissenschaft

MS Wissenschaft am Anleger Mainz

MS Wissenschaft Station 1Nur ein kurzer Tipp. Die MS Wissenschaft liegt vom 2.-4. Juni 17 in Mainz. Wir waren heute da. Vor ein paar Jahren hatten wir schon einmal die Gelegenheit eine Ausstellung des Wissenschaftschiffes besuchen zu können und ich erinnerte mich daran, dass es bei uns allen gut ankam. Die aktuelle Ausstellung heißt: „Meere und Ozeane“. Eine kleine Information vorweg: Der Eintritt in die Ausstellung ist frei. Für jeden. Damit kann sich den Besuch wirklich jeder leisten, auch die Menschen, die sonst jeden Cent hüten müssen. Entgegen dem ersten Anblick können auch Rollstuhlfahrer in die Ausstellung, zumindest steht ein Treppenlift zur Verfügung. Konzipiert ist „Meere und Ozeane“ für Kinder ab 12 Jahren, aber wir sahen auch einige (deutlich) jüngere Kinder, die ihren Spaß hatten.

Es war angenehm leer heute Nachmittag auf dem Schiff. Kein Gedränge, keine Enge, mit ein wenig Geduld konnten wir jede Station angucken und ausprobieren. Ja, ausprobieren. Nicht nur Informationstafeln lesen ist angesagt, auch mitmachen. An der Information kann man sich einen Audioguide (leider nur deutsch) leihen, auf welchen wir aber verzichteten. Andere (erwachsene) Besucher berichteten, er würde einen Mehrwert bieten.

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Ein Buch als Adventskalender

Adventskalenderbücher Cover

Weihnachten naht. Damit auch die Zeit der Adventskalender. Bei uns hat es inzwischen Tradition, dass es am 1. Dezember ein Buch gibt. Ein Adventskalenderbuch mit 24 Geschichten oder Kapiteln. Jeden Morgen vor dem Aufstehen lese ich vor. Auch dieses Jahr wird es wieder so sein. Bedingung ist, spätestens seitdem Töchterchen selber lesen kann: Die Seiten müssen zunächst verschlossen sein, damit nicht vorab gelesen werden kann. Ist beim ’normalen‘ Adventskalender ja auch nicht anders.

Diese Advents(kalender)-Bücher gibt es schon lange, mittlerweile für jede Altersstufe. Ich habe beim Ausmisten im Haus meiner Eltern sogar noch einen Kalender des gleichen Prinzips gefunden. Mit kurzen Geschichten und Illustrationen zu jedem Tag. Der dürfte damit an die 40 Jahre alt sein.

Angefangen haben wir für Töchterchen mit kurzen, einzelnen Geschichten. Damals mußten wir beim Öffnen der perforierten Doppel-Seiten noch mithelfen, damit sie es halbwegs unbeschädigt überstanden. Für kleine Kinder sind tägliche kurze Geschichten und Gedichte schön zu hören, eine ruhige Einstimmung auf den Tag. Das große Adventskalenderhaus hat(te) dann zu jedem Tag außer Geschichten und Gedichten auch noch ein Rezept, eine Bastelanleitung oder ähnliches dabei. So werden auch noch viele Ideen geliefert, die so schnell dunkel werdenden Tage mit häufig schlechtem Wetter drinnen gemeinsam zu verbringen. Klischee Besinnlichkeit fällt mir dabei ein. Wo gibt es die schon noch in der Realität über den ganzen Adventszeitraum?

Ab dem nächsten Jahr fingen wir mit durchgehenden Geschichten an. Über mehrere Jahre begleiteten uns die Adventskalender des Kaufmann Verlags. Diese haben als Zugabe zur Geschichte stets zum Beispiel noch ein Bastelbild zum Ausschneiden und Kleben oder Fensterfolien dabei. Es gibt sie für unterschiedliche Altersstufen bis hin zum Adventskrimi. So findet sich auch thematisch in der Auswahl bestimmt für jedes Kind etwas. Noch heute strahlen die Augen, wenn die (nicht mehr so) Lütte Das Weihnachtshaus sieht.

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Brummbärgeschichten: im Zelt

Brummbär im Zelt

Vor vielen, vielen Jahren war ich mit meinem großen Mädchen und ihren Eltern zelten. Ich kann mich gar nicht mehr so gut dran erinnern, so lange ist das her. Aber neulich, als wir durch dieses uralte Fotoalbum blätterten, da fiel es mir wieder ein. Eine lange Fahrt war es gewesen. Sehr, sehr lang. Quer durch Deutschland und noch andere Länder. Da haben wir viel Zeit im Stau verbracht. Geschwitzt haben wir, gelangweilt haben wir uns.

Aber irgendwann waren wir auf diesem Zeltplatz irgendwo in Jugoslawien (glaube ich) angekommen. Mein großes Mädchen ist sofort aus dem Auto gesprungen, nach der langen Fahrt. Sie hat mich sogar ziemlich schnell mitgenommen. Mohrle natürlich sowieso. Ich will Euch jetzt nicht den ganzen Urlaub erzählen. Wir Kuscheltiere lagen ja meistens im Zelt. Warm war es da. Für mich mit meinem dicken Fell oft viel zu heiß. Mein Mädchen hatte in dem Zelt eine Schlafkabine für sich alleine. Das war aufregend. So ohne sichere Mauern um uns rum. Es gab da so viele Geräusche, die ich nicht kannte. Mein Mädchen natürlich auch nicht so, auch zu Hause war sie in der Nacht eher selten draußen. Ihr glaubt gar nicht, was die Grillen da nachts für einen Lärm gezirpt haben!

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Ausflugstipp: Grünes Meer in Laubach

Ausblick Grünes Meer Laubach

Ausflugstag. Mit ca. 30 Personen, je zur Hälfte Kinder und Erwachsene, fahren wir mit dem Bus Richtung Grünes Meer -Entdeckungswald Schloß Laubach zwischen Laubach und Schotten. Die Ausschilderung ist eher dezent, in Laubach gibt es einen Holzwegweiser, der darauf hinweist, dass das Grüne Meer Richtung Schotten zu finden ist. Kurz vor Schotten dann ein Schild zum Parkplatz. Unser Busfahrer fährt die schmale Straße etwas skeptisch bergauf, der Parkplatz ist offiziell nur für PKW ausgeschildert. Er paßt mit dem Bus aber gerade so um die Kurve auf dem Parkplatz.

Ein eher unauffälliger Eingang führt zum Grünen Meer. Ein kleines Holztor, mehr nicht. Ja, und wo ist es nun? Wir stapfen den Waldweg entlang.

Eines gleich vorweg: Ja, es geht irgendwie mit Kinderwagen o.ä. Grundsätzlich ist das Grüne Meer aber irgendwie nicht wirklich barrierefrei. Mag sein, dass der begehbare Weg außen herum besser ist, als der offizielle Rundweg, aber der ist wirklich nur nutzbar, wenn man laufen kann. Streckenweise muß man da wirklich gut zu Fuß sein. Außenrum fährt auch das Waldtaxi (kostenfrei).

Der richtige Eingang mit Waldküche ist auch eher unspektakulär, die Skepsis in der Gruppe wird hörbar. na, was das wohl wird? Was da wohl noch kommt? Gemütlich ist es hier aber.

Kaum aus dem Bus, sitzen die ersten schon wieder, trinken Kaffee, über den kein Gemecker zu hören ist. Durch ein Holztor geht es rein, hier sind auch die einzigen Toiletten. Als erstes gehen wir einen Weg über Bretter entlang, kommen direkt an einen grünen Teich.

grüner Teich am Beginn des Grünen MeeresSchon auf diesem Weg gibt es die nächsten Sitzgelegenheiten, irgendwo steht eine Wippe. Alles (bis auf die Himmelsleiter) im Grünen Meer ist aus Holz gefertigt. Natur pur. Am Ende dieses Wegestückes kommen wir zu einer Art trojanischem Pferd, in diesem Fall ein Muffel. Er wird sofort von den Kindern gestürmt.

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Kindergeburtstag »Natur« mit Schatzsuche

Kinder-Kompass

Schatzsucher-im-WaldKürzlich war es bei uns wieder Zeit für die alljährliche Kindergeburtstagsfeier. Töchterchen wünscht sich jedes Jahr ein Thema, dieses Jahr hieß es »Natur«. Eine Schatzsuche sollte es dazu geben.
Das war eine Herausforderung, rein fachlich bin ich da eher wenig gebildet, auch wenn ich gerne draußen im Wald bin. Außerdem fehlte mir aus diversen Gründen die sonst gewohnte Vorbereitungszeit.
Mir blieb letztlich ein Vormittag, eine geeignete Strecke auszusuchen und diese mit Rätseln zu füllen. Wenigstens grobe Ideen konnte ich mir schon vorher ausdenken. Zum Glück haben wir für Schatzsuchen in der Natur die ideale Wohnlage.

Seit unserem Feengeburtstag gehört auch eine optisch passende Gestaltung des abendlichen Essens zur Geburtstagsfeier dazu. Da habe ich dieses Jahr unter anderem die Ideen des erwähnten Feengeburtstages „recycelt“.

Die Schatzsuche
findet bei uns immer in irgendeiner Form mit Rätseln statt. Statt Schatzkarte werden die Kinder von einer Station zur nächsten geschickt. Das hat sich hier bewährt. Beim Motto Natur hieß es für die Kids grundsätzlich immer wieder: Augen und Ohren auf. Was seht ihr? Was hört ihr? Sie bekamen ein paar Aufgabe gestellt, die sich über die gesamte Suche erstreckten. Sie sollten Bastelmaterial sammeln. Tannenzapfen, Gräser, Moos, was immer sie entdeckten und woraus sie meinten, etwas basteln zu können. Auch sollten sie von verschiedenen Bäumen und Büschen Blätter einsammeln, die sie dann anschließend bestimmen konnten. Leider fing es auf halber Strecke teilweise ganz ordentlich an zu regnen, aber die Mädchen waren alle wetterfest angezogen.

Ausgerüstet mit einer Manomama Tasche von dm, einer Becherlupe und etwas Reiseproviant, ging es los. Eine Horde aufgeregt schnatternder Mädchen machte sich zunächst auf die (einfache) Suche nach einer Gruppe von vier Tannen, wo sich der nächste Zettel versteckte. Nebenbei wurde direkt alles mögliche an Kleintieren und Pflanzen eingesammelt und in den Becherlupen betrachtet.
Ein paar der Aufgaben und Rätsel, die die Kinder lösen mußten, um ihren Weg zu finden:

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Brummbärgeschichten: Hitze

Ihr Menschen habt dieses Jahr schon ganz schön viel über das Wetter gejammert. Das bekommen sogar wir Kuscheltiere mit. Meistens finden wir das ja etwas lächerlich, ich meine, Ihr könnt das ja ohnehin nicht ändern, das Wetter. Was auch gut ist, aber das ist eine anderes Thema (das neue Vorlesebuch von meinen Mädchen hat schon Auswirkungen auf mich…).

Jetzt muß ich aber auch mal über das Wetter jammern. Ich alter, dicker Kuschelbär. Plötzlich ist es nämlich so heiß geworden in den letzten Tagen. Habt Ihr eine Vorstellung, was das für mich heißt? Ich kann mein Fell nicht einfach ausziehen. Das Schlafzimmer ist direkt unter dem Dach. Für mich kaum auszuhalten. Der Jüngste bin ich ja auch nicht mehr.

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Brummbärgeschichten: Waschtag

Kuscheltierwaschtag

Manchmal müssen auch Kuscheltiere baden. Meint mein großes Mädchen. Nachdem die kleinen von uns vom Hund durch die Gegend geschleppt wurden, war es wieder soweit. Selbst unser kleines Mädchen stimmte zu, weil sie so angesabbert waren. Bei den meisten Menschen landen die Kuscheltiere dann ja immer in der Waschmaschine. Aber das mag unser großes Mädchen uns nicht antun. Gut, ich paß da sowieso nicht rein, aber die anderen schon.

Nein, unser großes Mädchen badet Kuscheltiere. Natürlich mit Shampoo, welches nicht in den Augen brennt. Da hat unser kleines Mädchen drauf bestanden. Als unser kleines Mädchen in der Schule war, mußten die „Hundeopfer“ dran glauben. Mohrle auch, weil sie so schmuddelig war, fand unser Mädchen. Dabei war sie gar nicht dem Hund ins Maul gekommen. Weiterlesen