Schlagwort: Jugendbuch

Wir lesen vor. Immer noch.

Reihe von Kinderbüchern

Ein ganz unwissenschaftlicher Beitrag zum Thema Vorlesen.

Immer wieder schreiben wir hier unter dem Stichwort Gelesen über Bücher, die wir unserer Tochter vorlesen. Die Art der Bücher hat sich im Laufe der Jahre vom klassischen Vorlesebuch über Bücher für Grundschulkinder bis hin zum Jugendbuch gewandelt. Das Kind wurde eben älter. Wir haben ihr schon immer vorgelesen. Kleine, kurze Geschichten zunächst. Ein festes Ritual entwickelte sich. Wir beginnen den Tag mit Vorlesen und beenden ihn auch damit. Bis heute ist das meist so. Ich wecke Töchterchen und lese zum Wachwerden erstmal ein kleines Stück vor. Das fällt morgens vor der Schule eher kurz aus, aber es gehört dazu. Abends, bevor sie ins Bett geht und dann selbst noch liest, gibt es ein längeres Stück. Das kann dann auch mal über eine halbe Stunde lang werden, ganz wie uns gerade danach ist. Die Lütte ist mittlerweile 12 Jahre alt.Weiterlesen

Blogparade zur Frankfurter Buchmesse 2017

Buchmesse-Impressionen

Die alljährliche Frankfurter Buchmesse naht. Passend dazu hat Biggi von Melusines Welt eine Blogparade ins Leben gerufen, die sich genau darum dreht: Um die Buchmesse. Biggi stellt dabei ein paar Fragen, die ich hier mit einbinde.

Die Buchmesse hat auf mich schon immer einen gewissen Reiz ausgeübt, aber als ich noch in Hamburg wohnte, war sie unerreichbar, für mich als normalen Leser, mit einem Berufs- und Alltagsleben. Dann kam der Umzug ins Rhein-Main-Gebiet, zunächst nach Wiesbaden. Damit war die Buchmesse plötzlich gar nicht mehr so weit weg. Nun kollidierten die Termine mit meiner Arbeit. Es dauerte noch, bis wir es endlich schafften, wirklich zur Buchmesse zu fahren. Für mich steht der Reiz der Buchmesse immer noch der Masse der Besucher gegenüber, womit ich überhaupt nicht umgehen kann (um es oberflächlich zu sagen). Unseren ersten Besuch hielten wir hier im Blog fest. Inzwischen gehört die Frankfurter Buchmesse für uns jedoch zum festen Jahresprogramm. Wir haben uns im Laufe der Jahre zumindest an den Tagen, an denen wir mit Töchterchen unterwegs sind, einen festen Ablauf zugelegt. Gerade für unsere Tochter ist ein Jahr ohne Buchmesse nicht vollständig. So ziehen wir also los, mit sorgfältig ausgewählten Schuhen, in denen wir einen Tag Dauerlaufen durchhalten können. Die Rucksäcke gepackt mit ausreichend Getränken und Nahrungsmitteln, um nicht vor Ort die horrenden Messepreise zahlen zu müssen (das Geld können wir besser in Bücher investieren 😉 )Weiterlesen

Gelesen: Miranda Lux – Denken heißt zweifeln…

Miranda Lux

Cover Miranda Lux…oder warum jede Geschichte zwei Seiten hat. Der Titel des Buches von Oliver Schlick folgt zumindest schon mal dem Trend zur Überlänge. Ansonsten ist das Buch jedoch keinem Massentrend zuzuordnen. In keiner Hinsicht. Es ist eigen. In nahezu jeder Hinsicht. Aufgefallen war es uns das erste Mal – wie sollte es anders sein – auf der Frankfurter Buchmesse, 2016. Ein dickes Buch, 380 Seiten hat es in der Hardcoverausgabe. Schon beim kurzen Reinlesen auf der Buchmesse fiel uns der eigene Schreibstil von Oliver Schlick auf. Ob dieser zu uns paßt, löste bei uns zunächst gewisse Zweifel aus. Dass auch ein Reiz davon ausgeht, war jedoch klar. Irgendwann stand „Miranda Lux“ somit in Töchterchens Regal und wurde schließlich zum Vorlesebuch ernannt.

Um was geht es? Um Miranda. Ihren Lehrer Victor Carelius. Um Verschwörungen. Aber vor allem geht es ums Zweifeln. Wie der Titel es schon ankündigt. Das entwickelt sich zunächst relativ „harmlos“ und fast noch alltäglich.

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Gehört: Ein Meer aus Tinte und Gold

Ein Meer aus Tinte und Gold Hörbuch

Vorweg: Ich beziehe mich hier auf die Hörbuchfassung, welche natürlich gekürzt ist, was sich in diesem Fall stark auf Inhalt und Eindruck ausgewirkt haben könnte.

Auf langen Fahrtstrecken im Auto hören wir gerne ein Hörbuch. Kürzlich war es „Ein Meer aus Tinte und Gold (Das Buch von Kelanna)“ von Traci Chee, gelesen von Laura Maire. Ich hatte das Buch an sich vor einiger Zeit online entdeckt, die Inhaltsangabe reizte mich, das Cover war wunderschön gestaltet. Als es mir dann als Hörbuch im Buchhandel begegnete, nahm ich es kurzentschlossen mit. Wir legten gespannt die CD ein, ein Land, in welchem niemand weiß, was ein Buch ist, wo Lesen unbekannt ist, mittendrin Sefia, die seit der Ermordung ihre Vaters mit ihrer Tante Nin auf der Flucht ist, in ihrem Rucksack ein merkwürdiger Gegenstand, der offensichtlich der Grund für ihre Flucht ist. Ein Buch. Als Nin entführt wird, ist Sefia auf sich allein gestellt, sie macht sich an die Verfolgung von Nins Spur.

Das klang interessant. Der Einstieg war leicht verwirrend. Wer ist wer? Na, am Beginn einer Geschichte muss man ja oft erstmal reinfinden, dachten wir uns. „Ein Meer aus Tinte und Gold“ spielt in in dem fiktiven Land Kelanna, von dem man bis zum Ende nicht so ganz begreift, wo es sich befinden könnte. Es fehlt jegliche typische Beschreibung zur Einordnung. Eher tropisch? Aber das ist ja nur Nebensache. Meer. Schiffe. Magie, eine ganz eigene Form der Magie. Sefia ist die Hauptperson, alles dreht sich um sie und das Buch, nur wie, das begreift man kaum. Sefia befreit bald einen Jungen aus einer Kiste, er wirkt verängstigt, ist stumm, lernt aber, sich mit Sefia per Zeichen zu verständigen. Sefia gibt ihm den Namen Archer. Dann ist da plötzlich ein zweiter Erzählstrang rund um einen Käpt’n  Lee und noch ein dritter um ein paar andere Personen, die Sefia auch jagen. Klingt verworren? Ist es auch.Weiterlesen

Gelesen: Alice – Follow the white

Cover Alice - Follow the white
Alice – follow the white

„Ich habe meine Schwester gegessen.“ So beginnt „Alice – follow the white“ von Stephanie Kempin aus dem Papierverzierer Verlag. Ich meine, das ist mal ein Einstieg in ein Jugendbuch. Ja, Jugendbuch. Das übrigens nicht von unserer Tochter gelesen wurde, sondern von mir. Weil derjenige, der mir gegenüber das Buch erwähnte meinen Buchgeschmack, meinen Humor kennt und von meiner lesesüchtigen Tochter weiß.

Das Buch ist eine Mischung aus Tagebuch und Blick aus dritter Person. Alice, Chloe und Betty sind drei „Schwestern“ aus einem Heim. Sie sind also keine Schwestern im eigentlichen Sinne und vor allem grundverschieden. Betty ist übrigens eine Untote und hat einen Hang dazu mit Eis zu werfen.

Ihr merkt schon, das alles klingt etwas schräg. Ist es auch. Spätestens, wenn nach Bettys Wiederauferstehung ein weißes Kaninchen auftaucht. Welches zur Eile antreibt, weil man hat ja keine Zeit. Merkt Ihr was? Ja, Alice ist die Alice im Wunderland. Nach ihren Wunderland Abenteuern.

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Frankfurter Buchmesse – im kleinen Ausschnitt

Buchmesse Collage

Buchmesse, ein guter Grund nach zwei Jahren vielleicht doch mal wieder etwas zu schreiben. Dachten wir gestern. Heute waren wir da. Am Sonntag. Publikumstag. Verkaufstag. Wir rechneten mit Besuchermassen, Enge usw. Also fuhren wir früh los und kamen direkt um 9 Uhr an. Gänge, auf denen wir uns noch bewegen konnte. Bücher, an die wir rankamen. Wir konnten noch entspannte Gespräche führen. Kurzfristig. Denn wir hatten ja das Fräulein Tochter dabei. Ich würde es schon als Tradition bezeichnen, diesen alljährlichen Besuch der Buchmesse, auf der sie mit leuchtenden Augen durch die Reihen voller Bücher streift, wir Foto um Foto von den Büchern machen, diese dann zur Sammlung auf ihre Amazon-Wunschliste setzen, um dann schließlich zum Geburtstag/ Weihnachten eine Auswahl in der örtlichen Buchhandlung zu bestellen. Auf diese Weise haben wir manches Buch entdeckt, welches im Buchhandel nicht so präsent positioniert wird. Mit Worten kann ich fliegen zum Beispiel, ein Highlight, welches nicht nur vom Thema berührte, sondern auch auch in der Sprache regelrecht bezauberte.

Doch dieses Jahr war es noch ein wenig anders. Die letzten Jahre konnten wir noch Fotos am Rande machen, beobachten, uns ein wenig breiter gefächert umsehen. Heute allerdings waren wir sechs Stunden wirklich nur im Erdgeschoß von Halle 3 unterwegs. Ein ganz kurzer, kaum erwähnenswerter Abstecher zur Agora und dem Gastland Niederlande/ Flandern. Schließlich fing ich an, Verlagsprogramme und Leseproben einzusammeln, am Ende waren es fast 80 Bücher, die wir fotografierten…

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