Schlagwort: Buchmesse

Buchmesse-Rückblick: Randnotizen

Titelbild Buchmessenbeitrag Collage

Während ich am Samstag den ersten Teil unseres Buchmesse-Rückblicks tippte, ereigneten sich auf der Buchmesse Szenen, die dort nicht hingehören. Die so verharmlosend genannte „neue Rechte“ bekam eine prima Plattform geboten, wer dagegen etwas sagte, war natürlich Linker, nicht einfach nur ein Mensch mit Verstand im Kopf und Rückgrat. Viele fühlten sich durch den Aufmarsch der „Rechten“ bedroht. Andere vor Ort bekamen allerdings auch gar nichts mit. Die Veranstalter reagierten mit einem mehr als erbärmlichen Statement, das nicht mal das Wort „Stellungnahme“ verdient und ich fragte mich unwillkürlich, ob die bei einem gewissen Herrn auf der anderen Seite des großen Teiches abgeschrieben haben. Hätte fast sogar in einen Tweet gepaßt, diese Nicht-Aussage. Wir waren am Samstag aber nicht mehr in Frankfurt, deswegen soll es das hier auch dazu gewesen sein, wer bisher nichts mitbekommen hat und mehr wissen möchte, findet im Netz unzählige Berichte von Leuten, die da Fundierteres zu zu sagen haben als wir in einem Familienblog.

Wir konnten uns am Dienstag und Mittwoch ganz dem widmen, was die Frankfurter Buchmesse eigentlich ausmachen sollte: Den Büchern und dem, was rundherum dazugehört. Über die Jugendbücher schrieben wir schon.

Was uns beim Rundgang sonst noch auffiel?

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Buchmesse-Rückblick: Bücher! Bücher?

Titelbild Buchmessenbeitrag Collage

Für uns ist die Frankfurter Buchmesse 2017 vorbei. Wir haben zwei Tage in den Messehallen verbracht, sind viele Kilometer gelaufen, haben viele Bücher gesehen, ein paar Gespräche geführt – und waren so richtig bei keiner Veranstaltung. Einmal im Orbanism-Space, aber die Aufmerksamkeitsspanne reichte nicht. Im Vorbeigehen bei der ARD-Bühne etwas zugehört. Das war’s. Es klappte einfach nicht dieses Jahr.

Wir waren als Familie bei den Fachbesuchertagen da. Inklusive unserer 12jährigen Tochter. Natürlich lag unser Interessen-Schwerpunkt da bei der Jugendliteratur. Die Kinderbücher, sie guckten uns fragend und ein wenig enttäuscht an, dass wir sie so ungeachtet an ihren Plätzen stehen ließen. Sie hatten es ja letztes Jahr schon zu spüren bekommen, dass unsere Lütte älter wird, dieses Jahr bekam von ihr eigentlich keines mehr einen Blick ab. Wenn ich allerdings ein paar Handgriffe Zeit hatte, streichelte ich dem einen oder anderen der Bilderbücher fast zärtlich über das Cover, öffnete es, wurde ein wenig wehmütig, dass bei uns jetzt illustrierte Bücher nur noch im Regal stehen. Es gibt wirklich wunderschöne Bilderbücher und auch so viele schön geschrieben und illustrierte Kinderbücher, die ich nun nicht mehr vorlesen kann, weil Töchterchen ihnen entwachsen ist.

Dieses Jahr gab es tatsächlich nur noch die Jugendbücher auf die das Kind sich stürzte. Die Auswahl war vielfältig. Soviel vorweg: Grob gezählt kam sie auf ca. 130 Bücher für die Wunschliste. Dieses Jahr haben wir nicht mehr jedes einzeln fotografiert, sondern bei den Verlagen jeweils gestapelt.

Doch halt, das Erste, was wir bei der Buchmesse wirklich sahen, dieses Jahr war etwas ganz anderes. Weiterlesen

Gedanken im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse

Collage aus Buchmessenfotos

Es ist wieder soweit: Die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Tore. Das erste Mal gingen wir noch ganz unvorbereitet hin. Wobei – unvorbereitet stimmt nicht. Wir haben uns ganz bewußt dafür entschieden, nichts zu planen und uns unvoreingenommen umzusehen. Jetzt waren wir schon einige Male zu Gast bei der Buchmesse. Nein, hier kommt jetzt nicht der 1000. Messeguide, was ziehe ich an, wie bereite ich mich vor etc.

Wir werden dieses Jahr wieder als Blogger an den Fachbesuchertagen auf dem Messegelände rumlaufen (zur generellen Akkreditierung von Bloggern als Journalisten sag ich besser nichts…). Ein Segen für mich, die ich ein massives Problem mit Menschenmassen habe. Wovon es auch da schon mehr als genug gibt, aber eben weniger als am Wochenende. Noch dazu ist die Buchmesse dieses Jahr während der rheinland-pfälzischen Herbstferien, das heißt, Töchterchen kann auch in der Woche mit und sich bei Bedarf mehrere Tage umsehen. Die Eintrittskarten sind ausgedruckt, ich schwanke zwischen Vorfreude und Grauen. Gut für mich ist, dass wir eben schon mehrfach da waren und somit eine gewisse Routine haben und uns ein wenig auf dem Gelände auskennen. Das senkt den Streßfaktor etwas.

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Blogparade zur Frankfurter Buchmesse 2017

Buchmesse-Impressionen

Die alljährliche Frankfurter Buchmesse naht. Passend dazu hat Biggi von Melusines Welt eine Blogparade ins Leben gerufen, die sich genau darum dreht: Um die Buchmesse. Biggi stellt dabei ein paar Fragen, die ich hier mit einbinde.

Die Buchmesse hat auf mich schon immer einen gewissen Reiz ausgeübt, aber als ich noch in Hamburg wohnte, war sie unerreichbar, für mich als normalen Leser, mit einem Berufs- und Alltagsleben. Dann kam der Umzug ins Rhein-Main-Gebiet, zunächst nach Wiesbaden. Damit war die Buchmesse plötzlich gar nicht mehr so weit weg. Nun kollidierten die Termine mit meiner Arbeit. Es dauerte noch, bis wir es endlich schafften, wirklich zur Buchmesse zu fahren. Für mich steht der Reiz der Buchmesse immer noch der Masse der Besucher gegenüber, womit ich überhaupt nicht umgehen kann (um es oberflächlich zu sagen). Unseren ersten Besuch hielten wir hier im Blog fest. Inzwischen gehört die Frankfurter Buchmesse für uns jedoch zum festen Jahresprogramm. Wir haben uns im Laufe der Jahre zumindest an den Tagen, an denen wir mit Töchterchen unterwegs sind, einen festen Ablauf zugelegt. Gerade für unsere Tochter ist ein Jahr ohne Buchmesse nicht vollständig. So ziehen wir also los, mit sorgfältig ausgewählten Schuhen, in denen wir einen Tag Dauerlaufen durchhalten können. Die Rucksäcke gepackt mit ausreichend Getränken und Nahrungsmitteln, um nicht vor Ort die horrenden Messepreise zahlen zu müssen (das Geld können wir besser in Bücher investieren 😉 )Weiterlesen

Gelesen: Miranda Lux – Denken heißt zweifeln…

Miranda Lux

Cover Miranda Lux…oder warum jede Geschichte zwei Seiten hat. Der Titel des Buches von Oliver Schlick folgt zumindest schon mal dem Trend zur Überlänge. Ansonsten ist das Buch jedoch keinem Massentrend zuzuordnen. In keiner Hinsicht. Es ist eigen. In nahezu jeder Hinsicht. Aufgefallen war es uns das erste Mal – wie sollte es anders sein – auf der Frankfurter Buchmesse, 2016. Ein dickes Buch, 380 Seiten hat es in der Hardcoverausgabe. Schon beim kurzen Reinlesen auf der Buchmesse fiel uns der eigene Schreibstil von Oliver Schlick auf. Ob dieser zu uns paßt, löste bei uns zunächst gewisse Zweifel aus. Dass auch ein Reiz davon ausgeht, war jedoch klar. Irgendwann stand „Miranda Lux“ somit in Töchterchens Regal und wurde schließlich zum Vorlesebuch ernannt.

Um was geht es? Um Miranda. Ihren Lehrer Victor Carelius. Um Verschwörungen. Aber vor allem geht es ums Zweifeln. Wie der Titel es schon ankündigt. Das entwickelt sich zunächst relativ „harmlos“ und fast noch alltäglich.

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Frankfurter Buchmesse – im kleinen Ausschnitt

Buchmesse Collage

Buchmesse, ein guter Grund nach zwei Jahren vielleicht doch mal wieder etwas zu schreiben. Dachten wir gestern. Heute waren wir da. Am Sonntag. Publikumstag. Verkaufstag. Wir rechneten mit Besuchermassen, Enge usw. Also fuhren wir früh los und kamen direkt um 9 Uhr an. Gänge, auf denen wir uns noch bewegen konnte. Bücher, an die wir rankamen. Wir konnten noch entspannte Gespräche führen. Kurzfristig. Denn wir hatten ja das Fräulein Tochter dabei. Ich würde es schon als Tradition bezeichnen, diesen alljährlichen Besuch der Buchmesse, auf der sie mit leuchtenden Augen durch die Reihen voller Bücher streift, wir Foto um Foto von den Büchern machen, diese dann zur Sammlung auf ihre Amazon-Wunschliste setzen, um dann schließlich zum Geburtstag/ Weihnachten eine Auswahl in der örtlichen Buchhandlung zu bestellen. Auf diese Weise haben wir manches Buch entdeckt, welches im Buchhandel nicht so präsent positioniert wird. Mit Worten kann ich fliegen zum Beispiel, ein Highlight, welches nicht nur vom Thema berührte, sondern auch auch in der Sprache regelrecht bezauberte.

Doch dieses Jahr war es noch ein wenig anders. Die letzten Jahre konnten wir noch Fotos am Rande machen, beobachten, uns ein wenig breiter gefächert umsehen. Heute allerdings waren wir sechs Stunden wirklich nur im Erdgeschoß von Halle 3 unterwegs. Ein ganz kurzer, kaum erwähnenswerter Abstecher zur Agora und dem Gastland Niederlande/ Flandern. Schließlich fing ich an, Verlagsprogramme und Leseproben einzusammeln, am Ende waren es fast 80 Bücher, die wir fotografierten…

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Die Buchmesse aus Kindersicht

Ich fand die Buchmesse schön. Ich habe jede Menge Bücher gefunden. Aber es ist ganz schön voll da und manchmal schwierig an die Stände ranzukommen. Das ist schade, weil man manche Bücher dann gar nicht entdecken kann.

Ich fand es blöd, dass die kleinen Verlage nur so einen kleinen Raum haben, und dass man da meist immer dran vorbeiläuft. Dann können die ja auch nicht größer werden, wenn da immer alle dran vorbeilaufen und keiner ihre Bücher kauft. Ich habe bei den kleinen Verlagen tolle Bücher gefunden, da muss man mal genauer hingucken. Man findet nämlich nicht nur bei den großen Verlagen gute Bücher. Damit die kleinen Verlage dann auch mal größer werden und man ihre Stände besser sieht.

Petronella zum Beispiel ist ein tolles Buch von einem ganz kleinen Verlag und beim Tulipan Verlag (der ist etwas größer) habe ich auch ein tolles Buch gekauft.

Lesung Mein Lotta-Leben Buchmesse 2013Ich war auch bei einer Lesung (Alice Pantermüller und Daniela Kohl „Mein Lotta-Leben“, Anm. von Anja), da hab ich total gerne zugehört und dann geguckt was sie dazu gemalt hat. Die kann so gut malen und die Geschichte war auch toll. Überhaupt kann man auf der Buchmesse zu ganz vielen verschiedenen Sachen gehen und sich angucken.

Also die Buchmesse ist einfach toll.

Buchmesse: buntgemischte Sachbücher

Sachbücher verschiedener Verlage auf der Buchmesse 2013Wir haben viel gesehen bei den Kinder- und Jugendmedien, auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Ein paar Dinge fielen uns besonders auf. So auch die gut platzierten Sachbücher. Verschiedene Verlage bieten mittlerweile unterschiedlichste Sachbücher für alle möglichen Altersstufen an. Ja, ich fand es auffällig, dass diese Wissensbücher für Kinder und Jugendliche meist am Gang positioniert waren. Wir haben bestimmt nicht mal alle gesehen. Und ich weiß, dass ich nicht bei allen fotografiert und damit direkt wieder etwas vergessen habe. Leider.

Am auffälligsten präsentierten natürlich die „Großen“ im Bereich Sachbücher ihre Neuigkeiten und Reihen. Wir kamen als erstes bei Ravensburger vorbei. Als Eltern einer Tochter im Grundschulalter haben uns von Anfang an die „Wieso, weshalb, warum“-Bücher von Ravensburger begleitet. Erst  die Junior-Reihe Kleinformat mit stabilen Pappseiten und Klappen für Kinder ab 2 Jahren. Danach die großformatigen für Kinder ab 4 Jahren. Das Prinzip und die Qualität bleibt die gleiche. Altersangepaßt natürlich. Einige der Bücher werden jetzt auch in Verbindung mit dem Tiptoi Stift angeboten, was sicher eine interessante Option ist.

Neu vorgestellt wurde die Reihe „Wieso, weshalb, warum“ jetzt für Kinder ab 8 Jahren. Weiterlesen