Schlagwort: Brummbär

Brummbärgeschichten: im Zelt

Brummbär im Zelt

Vor vielen, vielen Jahren war ich mit meinem großen Mädchen und ihren Eltern zelten. Ich kann mich gar nicht mehr so gut dran erinnern, so lange ist das her. Aber neulich, als wir durch dieses uralte Fotoalbum blätterten, da fiel es mir wieder ein. Eine lange Fahrt war es gewesen. Sehr, sehr lang. Quer durch Deutschland und noch andere Länder. Da haben wir viel Zeit im Stau verbracht. Geschwitzt haben wir, gelangweilt haben wir uns.

Aber irgendwann waren wir auf diesem Zeltplatz irgendwo in Jugoslawien (glaube ich) angekommen. Mein großes Mädchen ist sofort aus dem Auto gesprungen, nach der langen Fahrt. Sie hat mich sogar ziemlich schnell mitgenommen. Mohrle natürlich sowieso. Ich will Euch jetzt nicht den ganzen Urlaub erzählen. Wir Kuscheltiere lagen ja meistens im Zelt. Warm war es da. Für mich mit meinem dicken Fell oft viel zu heiß. Mein Mädchen hatte in dem Zelt eine Schlafkabine für sich alleine. Das war aufregend. So ohne sichere Mauern um uns rum. Es gab da so viele Geräusche, die ich nicht kannte. Mein Mädchen natürlich auch nicht so, auch zu Hause war sie in der Nacht eher selten draußen. Ihr glaubt gar nicht, was die Grillen da nachts für einen Lärm gezirpt haben!

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Brummbärgeschichten: Hitze

Ihr Menschen habt dieses Jahr schon ganz schön viel über das Wetter gejammert. Das bekommen sogar wir Kuscheltiere mit. Meistens finden wir das ja etwas lächerlich, ich meine, Ihr könnt das ja ohnehin nicht ändern, das Wetter. Was auch gut ist, aber das ist eine anderes Thema (das neue Vorlesebuch von meinen Mädchen hat schon Auswirkungen auf mich…).

Jetzt muß ich aber auch mal über das Wetter jammern. Ich alter, dicker Kuschelbär. Plötzlich ist es nämlich so heiß geworden in den letzten Tagen. Habt Ihr eine Vorstellung, was das für mich heißt? Ich kann mein Fell nicht einfach ausziehen. Das Schlafzimmer ist direkt unter dem Dach. Für mich kaum auszuhalten. Der Jüngste bin ich ja auch nicht mehr.

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Brummbärgeschichten: Waschtag

Kuscheltierwaschtag

Manchmal müssen auch Kuscheltiere baden. Meint mein großes Mädchen. Nachdem die kleinen von uns vom Hund durch die Gegend geschleppt wurden, war es wieder soweit. Selbst unser kleines Mädchen stimmte zu, weil sie so angesabbert waren. Bei den meisten Menschen landen die Kuscheltiere dann ja immer in der Waschmaschine. Aber das mag unser großes Mädchen uns nicht antun. Gut, ich paß da sowieso nicht rein, aber die anderen schon.

Nein, unser großes Mädchen badet Kuscheltiere. Natürlich mit Shampoo, welches nicht in den Augen brennt. Da hat unser kleines Mädchen drauf bestanden. Als unser kleines Mädchen in der Schule war, mußten die „Hundeopfer“ dran glauben. Mohrle auch, weil sie so schmuddelig war, fand unser Mädchen. Dabei war sie gar nicht dem Hund ins Maul gekommen. Weiterlesen

Brummbärgeschichten: Zerbissen

Vor ein paar Wochen hat mein kleines Mädchen bei einer Freundin übernachtet. Die haben einen Hund. Einen jungen Hund, der noch ganz viel lernen muß. Ich war natürlich nicht mit, aber von den kleinen Kuscheltieren hatte sie einige dabei. Als mein kleines Mädchen zurückkam, erzählte sie uns ganz aufgeregt, dass der Hund unsere kleinen Freunde fast alle im Maul hatte und herumgetragen hat. Das fand sie irgendwie noch gar nicht schlimm.

Aber dann hat sie ihre Kuscheltiere aus dem Rucksack geholt. Plötzlich hat sie ganz laut geschrien. Ihrem kleinen Pferdchen fehlte der Schweif! Vom Hund abgebissen! Was für ein Drama. Für beide. Meinem kleinen Mädchen tat schon der Anblick weh und wie meine kleinste Freundin gelitten hat, könnt Ihr Euch ja sicher vorstellen, oder? Zum Glück war der Schweif auch mit im Rucksack. Er hing wohl vorher noch ein einem Faden fest.

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Brummbärgeschichten: Kopfüber

Brummbär fällt fast aus dem Hochbett.

Mein kleines Mädchen hat ein Hochbett. Zum Glück eines mit hohen Absicherungen an den Seiten. Da ich immer am Rand schlafe, finde ich das sehr gut. Ich will ja auch nicht rausfallen, ist nämlich ganz schön hoch. Durch die Bullaugen in den Brettern kann ich auch immer rausgucken. Irgendwie finde ich das da oben auch ganz gemütlich. Ich denke immer das ist wie unser Nest. Besonders morgens, da ist es schön. Wenn unsere Mädchen nicht da sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

Neulich fand unser kleines Mädchen, wir sollten alle mal raus aus dem Bett. Auch ich. Mich kann sie aber nicht so einfach die Leiter hinuntertragen oder mit einem kleinen Körbchen abseilen, wie die anderen. Weiterlesen

Brummbärgeschichten: aufregender Ostertag

Brummbär und OsterhasenLetzten Montag war Ostern. Da konnte ich hier nichts erzählen. Hätte ich ja gerne, aber ich war mit meinem kleinen Mädchen unterwegs. Da gab es für mich kein Internet. Jetzt sind wir alle wieder zu Hause.

Der Ostersonntag war bei uns ziemlich turbulent. Also aufregend war er, besonders für mein kleines Mädchen. Schon am Abend vorher war sie ganz aufgeregt und konnte kaum einschlafen. Wir waren nämlich die Woche alle beim Papa von meinem großen Mädchen zu Besuch. Sonntag Morgen freute meine Kleine sich dann ganz doll, rannte runter. Und übersah den Schokoladenhasen, der sich direkt auf ihrem Weg aus dem Bett in einen Blumentopf bestellt hatte. Der war jetzt ein bißchen traurig, ich habe ihm aber erklärt, dass sie bestimmt nicht damit gerechnet hatte, dass hier oben jemand wäre. Da war er ein wenig getröstet. Später hat sie ihn dann auch noch entdeckt.

Unten wollte die Lütte dann erst frühstücken, da staunten aber alle Erwachsenen (hat mein großes Mädchen mir verraten). Gefunden hat mein kleines Mädchen aber trotzdem vorher schon etwas.

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Brummbärgeschichten: Alte Freunde

Mein großes Mädchen hatte früher noch einige andere Kuscheltiere. Viele davon hatte sie wie mich von ihrem Opa geschenkt bekommen. Als unser Mädchen irgendwann auszog, ließ sie uns zurück. Gut, die engste Beziehung hatte sie immer zu Mohrle und mir. Uns tat es auch am meisten weh, dass sie uns zunächst nicht mitnahm.

Als erstes holte unser großes Mädchen dann Mohrle zu sich, ich mußte noch einige Jahre mehr warten. Das habe ich Euch ja schon in einer meiner Geschichten erzählt. Die anderen mußten noch länger warten, bis sie nachgeholt wurden. Letztes Jahr war es soweit: Unsere Mädchen nahmen alle Kuscheltiere mit zu sich nach Hause. Ihr glaubt gar nicht, was für eine Party wir hier veranstaltet haben. Aber davon erzähle ich Euch ein anderes Mal.

Heute möchte ich Euch nur sagen, dass auch wir Kuscheltiere Gefühle haben und leiden, wenn unsere Kinder irgendwann groß werden und uns nicht mehr so brauchen. Auch wenn wir das natürlich wissen, dass es irgendwann soweit kommen wird. Aber ein paar Streicheleinheiten zum Abschied, die würden es uns leichter machen, wenn Ihr Menschen uns verlaßt. Oder verschenkt. Oder… Nein, daran mag ich jetzt gar nicht denken.

Meine alten Freunde wohnen jetzt bei uns im Gästezimmer. Das ist schön, so können wir uns jederzeit sehen. Wir haben uns ganz schön viel zu erzählen, von all dem, was wir erlebten, während wir getrennt waren. Ich finde, wir haben großes Glück, dass unsere Familie uns alle (naja fast alle) aufgehoben hat und wir auch heute noch zusammenseindürfen.

Brummbärgeschichten: Kuscheltierausflug

Brummbaer-Ausflug2Ich muß Euch mal ein Geheimnis erzählen. Das kann ich, weil Ihr mir das ja  sowieso nicht glauben werdet. Ich bin ja schließlich nur ein dicker, alter Kuschelbär. Dicke alte Kuschelbären liegen tagsüber ja immer nur da herum, wo ihr Kind sie liegen gelassen hat. Genau wie alle anderen Kuscheltiere. Glaubt Ihr, stimmt’s?

Ihr irrt Euch. Ihr habt ja keine Ahnung, was wir so alles machen, wenn ihr Menschen mal aus dem Haus seid. Natürlich wissen wir immer, wann Ihr zurückkommt und deswegen fällt Euch nie auf, dass wir in Eurer Abwesenheit auch andere Dinge machen, als dumm rumzuliegen.

Neulich war hier vielleicht was los! Wir wußten, es dauert bis zum Abend, bis unsere beiden Mädchen wieder zurück sind. Da haben wir uns überlegt, wir könnten ja mal einen Ausflug machen. Einen kleinen. Wißt Ihr, wie aufregend das war? Das letzte Mal habe ich sowas gemacht, da war ich noch jung. Aber jetzt habe ich ja so viele junge Kuscheltiere um mich  herum, die sind noch ganz neugierig auf die Welt da draußen. Die Welt, in die ihr kleines Mädchen Tag für Tag verschwindet. Klar, nimmt sie immer mal wieder jemanden mit, aber das ist doch etwas anderes. Ich weiß gar nicht mehr, wer auf die Idee kam. Das war so ein typisches Durcheinandergeplapper der Jungen. Süß sind die manchmal, finden Mohrle und ich.

Irgendwie faßten wir also den Beschluß, einen Ausflug zu machen. Alle meinten, Mohrle und ich wären doch so alt und erfahren, wir wüßten bestimmt wie das geht. Zunächst waren wir uns sicher, dass wir vorsichtig sein müßten, damit uns kein Mensch sieht. Das verbietet die Kuscheltierehre. Wir beschlossen also, durch die Terrassentür nach draußen zu gehen. Wenn wir vorne rausgehen, entdeckt uns bestimmt jemand.

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