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Spieletest: Remember Bricks

Remember Bricks

Den Begriff Spieletest bitte ich hier mal weit zu fassen, ein richtiges Spiel ist Bricks nicht.
Die Remember Bricks haben mich gereizt. Sie sahen schon im Katalog einfach „verlockend“ aus. Was ist/ sind Bricks? Bricks ist ein Puzzle aus massiven Holzbauklötzen. Einfach gesagt. Aber ein besonderes. Jedes Teil hat eine andere Form und Farbe. Es sieht auf den Bildern irgendwie edel aus, wertvoll.
Aber es ist schweineteuer. Anders kann man es nicht nennen. 84 Euro. Puh! Für Holzbauklötze? Gut, sie sind stabil, sie sind kein Kinderspielzeug, also nicht offiziell.

Trotzdem – Remember Bricks landete bei mir zu Hause. In einer Holzkiste, Deckel weiß, Boden schwarz. Ausgelegt mit Samt. Die Holzteile aus massiven lackierten Buchenholz fühlen sich sehr geschmeidig an. Frau Wirbelwind und ich stehen regelrecht ehrfürchtig vor Bricks, trauen uns kaum, die Teile aus ihrer Kiste zu nehmen. Wie sollen wir das jemals wieder zusammenbekommen?

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B. Veit & U. Mertens: Rolli, der Seehund

 

Rolli der SeehundLange habe ich nach einem Buch über Seehunde gesucht. Und zwar einem, in dem es nicht um Leben am und im Meer allgemein geht. Da kommen die Robben nämlich meist sehr kurz weg. Nun ist Frau Wirbelwind aber der absolute Seehund-Fan. Schließlich fiel mir in der Seehundstation Friedrichskoog „Rolli, der Seehund“ von Barbara Veit und Ute Mertens in die Hände.

Ein Buch nur über einen Seehund. Wundervoll lebensecht illustriert, das fiel mir sofort auf. Auch Frau Wirbelwind war sofort entzückt. Also nahmen wir es als Erinnerung mit.

„Rolli, der Seehund“ beschreibt das Leben eines Seehundes von Geburt an.

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J.D. Biersdorfer: iPad – Das Missing Manual

Das Missing Manual für das iPad umfaßt fast 300 Seiten reinen Inhalt. Es ist aufgeteilt in 18 Kapitel inklusive Anhänge zu Einstellungen und Fehlerbehebung.

Ich staune, dass man überhaupt soviel zum iPad schreiben kann, ist es doch relativ intuitiv zu nutzen. Wenn man bedenkt, dass Apples dem iPad beiliegende „Bedienungsanleitung“ lediglich aus einem Zettel mit dem Hinweis: „Schließen Sie Ihr iPad an ihren Computer an“ besteht, ist es aber vielleicht auch notwendig, dass man etwas mehr gedrucktes in der Hand hält…

Beim Aufschlagen fällt mir als erstes auf, dass das Buch eher einem Magazin gleicht. Reinweiße, glänzende, zeitschriftendünne Seiten, viele Fotos und Screenshots. Ich empfinde das als eher ungünstig, die glänzende Oberfläche der Seiten führt gerne zu Lichtspiegelungen.

Um das Fazit vorwegzunehmen: Der Senior der Familie ist als einziger Besitzer eines iPads und natürlich haben wir ihn um seine Meinung gebeten.

Er sagt: Das iPad ist ja eigentlich ziemlich selbsterklärend, findet das Missing Manual aber dennoch klasse. Es liest sich gut und viele der Sachen, die beschrieben werden hätte er nie und nimmer gefunden. Außerdem ist es manchmal eben doch einfacher, mal schnell nachzulesen, als selber rauszufinden. Es ist praxisnah, jeder kann es verstehen (sagt der Rentner, der aber selber jede Menge Sachverstand mitbringt) und es erleichtert manches im Alltag mit dem iPad. So zum Beispiel kommt man als Neuling nicht unbedingt direkt darauf, wie man eine App wieder löschen kann.

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o2 Surfstick: Zurück in die Steinzeit

Ich „surfe“ zur Zeit zwangsweise mit dem o2 Surftstick. Das heißt, ich würde gerne. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. Ich tippe eine URL in den Browser und fange an zu warten. Gehe Kaffeekochen, mache Hausarbeit, oder ich rege mich einfach nur auf. Während ich versucht habe, diese Seite für einen Blog-Eintrag zu öffnen, hatte ich zum Beispiel Zeit, ganz gemütlich die Spülmaschine auszuräumen. Das soll UMTS sein? Zumindest zeigt mir diese merkwürdige Software mindestens eine UMTS Verbindung an. Und es kann nicht generell am UMTS-Empfang bei uns liegen. Ein paar Tage mit einem geliehenen Vodafone-Surfstick waren wunderbar. Um da überhaupt einen Unterschied zum DSL zu fühlen, mußte ich schon sehr darauf achten. Ernsthaft, UMTS geht, aber wohl nicht das von o2. Das ist einfach nur eine Frechheit.

Ich fühle mich wie in der Steinzeit des Internets. Damals, als ich noch mit einem Modem unterwegs war. Ich glaube allerdings nicht, dass ich hier überhaupt 56k Geschwindigkeiten erreiche. Überprüfen kann ich das nicht, selbst das Finden einer Testseite zerrt zu sehr an meinen Nerven. Mal eben aufs Konto gucken? Ja, vielleicht hat der Surfstick ja gerade seine brauchbaren 15 Minuten, und ich schaffe es, dass die Seite fertig geladen ist, bevor die Banksoftware mich aus Sicherheitsgründen wieder abmeldet. Mails abrufen? Öhm ja, geht. Manchmal. Manchmal aber auch nicht, weil die Verbindung so minimal ist, dass Mail meint, es bestünde gar keine Verbindung mehr und abbricht. Eine einfache Amazon Bestellung für die ich normaler Weise 5 Minuten brauche,  habe ich nach 25 Minuten entnervt aufgegeben.

Kurz gesagt: Nach 5 Tagen mit dem o2 Surfstick bin ich gründlich genervt, habe grottenschlechte Laune, ich müßte dringend eine Rechnung zahlen, kann es aber nicht, weil die UMTS Verbindung zu langsam ist. Mal kurz Zeitung lesen? Wissen, was los ist? Vergiß es, dafür habe ich keine Geduld. Weiß ich halt nicht, ob der Castor rollt oder nicht. Immer den Fernseher anmachen, muß ich auch nicht haben.

Surfen mit dem o2 Surfstick? Reine Glückssache. Selbst, wenn ich mich direkt ans offene Fenster stelle. Ganz, ganz, ganz selten hat er seine Highlights, dass sich Seiten in halbwegs aushaltbarer Geschwindigkeit laden, aber ich glaube, das ist mir in 5 Tagen erst 2 Mal passiert und hat auch nur 5 Minuten gedauert. Wenn überhaupt so lange. Jetzt ist es 11:42 Uhr, ich klicke auf  „Publizieren“ und gucke mal, ob und wenn ja wann das ganze dann wirklich online ist.

Bonbon ist tot

Bonbon, die eigentlich Déjàbonne hieß, mußte vollkommen unerwartet am Sonntag eingeschläfert werden.

Dejabonne

Am Mittag stellte ich noch ein vollkommen normales Pferd auf die Koppel, um 15:40 Uhr kam ein Anruf, Bonbon läge klatschnaß geschwitzt auf der Weide, versucht sie zu wälzen, sähe sehr schlecht aus. Ich bin in mein Auto gesprungen, direkt zur Weide gefahren und da sah ich das Elend. 4 oder 5 Menschen, die versuchten, Bonbon dazu zu bewegen, aufzustehen. Ein erbämlich nasses Pferd, welches schon die Augen verdreht hatte und nur noch ganz flach atmete. Keiner hätte gedacht, dass sie nochmal aufsteht. Als sie mich wahrnahm, meine Verzweiflung bemerkte, nahm sie alle Kraft zusammen und schaffte es irgendwann, wieder aufzustehen. Sie fiel wieder um, einer der Helfenden auf den Fuß (sie wurde gestern operiert), stand wieder auf.

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Elisabeth Zöller: Kim kann stark sein

Kim kann stark sein von Elisabeth Zöller und Dagmar Geisler reizte mich aufgrund seines Inhaltsverzeichnisses bei Amazon. Ohne es in der Hand gehalten zu haben, dachte ich: „Das trifft genau die derzeitigen Probleme meiner Tochter im Kindergarten“.

Zwei andere Kinder, versperren Kim den Weg, lassen sie nicht durch. Kim hat Angst vor dem fiesen Fritz und der großen Grit, die sie im Kindergarten ständig ärgern. Sie wird ganz klein, traut sich nicht sich zu wehren, weiß auch nicht wie sie es tun sollte. Also läßt sie es den Tränen nahe immer über sich ergehen und wünscht sich in eine kleine Ecke, wo die beiden sie nicht sehen können.

Die Erzieherin bastelt an diesem Tag mit den Kindern eine Schatzkiste. Denn jedes Kind hat tief in sich verborgen ganz viele Schätze versteckt, die es nur finden muß. Sie singen ein Lied, jedes Kind ist ein Schatzkind. Als Fritz und Grit ein Loch in Kims Schatzkiste machen, wird Kim zum ersten Mal stark. Sie atmet tief ein, „ich bin ein Schatzkind“ denkt sie sich und faßt Mut. Sie sagt den beiden Tyrannen einfach nur: „Könnt ihr eigentlich auch anders stark sein, als nur durch ärgern und fies sein?“ Da gucken die Zwei doof aus der Wäsche und verziehen sich ganz schnell. Kim hat es geschafft und sich mit Erfolg gewehrt. Überglücklich ist sie, erleichtert und stolz auf sich selbst.

Kaum kam das Buch bei uns an, wurde es gelesen, wieder und wieder. Gleich auf den inneren Umschlagseiten gibt es Tipps, wie man stark und mutig sein kann, wie man sich gegen die „Bösen“ wehren kann. Die Geschichte selbst hat bei uns voll ins Schwarze getroffen, sie ist toll erzählt, absolut zutreffend in Inhalt und Wortwahl. Die ganzseitigen Illustrationen unterstützen den Text in äußerst gelungener Weise. Viel mehr gibt es zu „Kim kann stark sein“ eigentlich gar nicht zu sagen.

Das Fazit ist einfach:
Ein sehr gutes Buch, um schüchternen Kindern zu zeigen, dass man sich wehren kann. Ganz ohne Gewalt. Dass die mit der großen Klappe vielleicht gar nicht so stark sind. Dass jedes Kind seine Stärken und Besonderheiten hat. Seine Schätze innendrin eben. Für uns war dieses Buch ein Volltreffer. Ein besseres Mutmachbuch hätte ich glaube ich kaum finden können.

Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nicht

Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nicht

Tanja Stewner
Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nicht

Liliane Susewind ist ein besonderes Mädchen. Irgendwie geriet mir dieses Buch auf die Amazon-Bestellliste in der Meinung, es wäre ein Bilderbuch. Oder zumindest ein reichlich bebildertes Lesebuch. Ich ignorierte auch die Altersangabe von 8-10 Jahren, das allerdings bewußt. Mir schien aber die Inhaltsangabe ziemlich passend für Frau Wirbelwind. Also landete „Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nicht“ von Tanja Stewner bei uns zu Hause.

Frau Wirbelwind ließ sich nicht von dem vielen Text abschrecken, auch nicht davon, dass in dem Buch nur alle paar Seiten mal ein Schwarz-Weiß-Bild auftauchen. Das hieß, ich mußte vorlesen. Und erlebte eine Überraschung. Ich hatte selber ernsthafte Zweifel, ob ein Buch für 8jährige für eine 5jährige schon geeignet ist, gerade weil es viel mit dem Schulalltag zu tun hat. Liliane Susewind ist ein wundervolles Buch. Nicht nur für Kinder. Denn Lilli kann etwas, was wohl so ziemlich jeder schon mal können wollte: Mit Tieren sprechen. Aber wer nun denkt, das sei einfach nur toll, der hat sich getäuscht. Für Lilli ist das ein Riesenproblem. Sie ist die klassische Außenseiterin. Auch ihr bester Freund Jesajah hält zunächst nur heimlich zu ihr. Jesajah ist selbst nicht so ganz in der Norm, er ist hochbegabt. Das hält er jedoch geschickt geheim, ist in der Schule nur Mittelmaß und der beliebteste Schüler seiner Klasse.

Das vereint Lilli und Jesajah: Beide haben ein Geheimnis.

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Feenparty überstanden

Einhorn kommt zur Feenparty

Wir haben es geschafft: Die Feenparty zu Frau Wirbelwinds 5,5ten Geburtstag ist vorbei und sie war ein voller Erfolg. Wir wissen jetzt: Es gibt sie. Echte Feen und echte Einhörner. Sie waren nämlich da und haben die Kinder auf ihre erste Feen- (und Zauberlehrlings-) Prüfung geschickt.

Was für ein toller Nachmittag. Fanden die Kinder. Überdreht bis zum geht nicht mehr waren sie, als wir zur Schatzsuche aufbrachen und da plötzlich eine Fee mit ihrem Einhorn angeritten kam. Sie hatte etwas von einer Feenparty gehört und da mußte sie vorbeikommen, damit die kleinen Feen und der kleine Zauberlehrling (ein Junge war eingeladen, der arme Kerl) auch wirkliche Feen werden können. Erstaunlich, was die Fantasie da ausrichtet. Zweifel, ob das Einhorn echt sei, gab es nur ganz kurz, an die Fee haben sie sofort geglaubt.

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