Kategorie: Kinderleben

Ausflugstipp: Waldschwimmbad Rüsselsheim

Rettungsring_WaldseeIn Hessen haben die Sommerferien begonnen. Zeit für ein paar Ausflugstipps hier im Blog.
Was uns Norddeutschen hier an unserem Wohnort besonders fehlt, ist Wasser. Hier gibt es nicht mal einen Tümpel. Nur eingezäunte Angelteiche.
Heute habe ich mich aufgemacht zu einem Ausflug ins Waldschwimmbad Rüsselsheim. Gut 40km von uns entfernt, aber was nützt es? Freibad will ich nicht, Rettbergsau (Rhein) auch nicht, ich will einen See. Wenn ich schon kein Meer haben kann.

Der Waldsee in Rüsselsheim ist nicht frei zugänglich (ich bin da aus Hamburg immer noch verwöhnt). Aber die Eintrittspreise sind bezahlbar: 2,70 € für einen Erwachsenen, Jugendliche 1,35 €. Ob Kinder als Jugendliche durchgehen und ab welchem Alter, habe ich heute nicht herausgefunden, ich war alleine da.
Es gibt zwar einen Parkplatz, aber bis zu dem bin ich nicht durchgekommen. Im Umkreis habe ich jedoch problemlos einen Platz gefunden, ganz ohne die armen Anwohner zuzuparken wie so viele andere es getan haben. Ja, ein paar hundert Meter Fußweg mußte ich dafür in Kauf nehmen.
Ein wenig Schlange stehen, ich kam erst nachmittags am See an. Drinnen war ich überrascht, dass noch einiges an Liegefläche frei war. Direkt neben dem Eingang gibt es einen Kiosk, man bekommt Eis oder auch Pommes (keine Ahnung zu welchen Preisen). Ein paar Meter weiter gibt es noch Crêpes.
Links vom Eingang kann man Liegen leihen, es gibt Duschen, Umkleiden und Toiletten. Das alles läßt sich schnell überblicken. Auch dass unterhalb des Kiosks der aufgeschüttete Sandstrandabschnitt beginnt, sieht und hört man schnell. Hier tummeln sich natürlich die Familien mit Kindern unterschiedlichsten Alters. Denn hier ist auch der einzige Seeabschnitt, an welchem man langsam ins Wasser kommt. Ziemlich flach abfallend, also kinderfreundlich. Auf den anderen Seeseiten gibt es immer wieder Leitern in den See.

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Abenteuer: Meerschweincheneinfangaktion

Wenn ich zu Hause bin, sitze ich zum Schulschluß gerne am Fenster und gucke, wie Töchterchen mit ihren Freundinnen in den Hort geht. Meist sehe ich dann einfach nur, wie die Kinder nacheinander nach Hause eilen oder trödeln. Lachen, sich streiten oder was auch immer. Heute gab es aber Action pur. Im optimalen Blickfeld für mich.

Die Mädels kommen zu viert den Weg hoch. Ein Junge mit einer kleinen Tiertransportbox kommt ihnen entgegen. Sie treffen aufeinander. Der Junge greift an die Tür der Transportbox.„Der wird doch jetzt nicht…“, denke ich. Doch. Er wird. Und schneller als die Kinder gucken und reagieren können, erkennt das Meerschweinchen seine Chance, springt aus der Box und flüchtet. Zum Glück nicht auf die Straße sondern unter dem Tor durch in den Hof des nächsten Hauses. Aufgeregtes Gekreische, hilflose Blicke. Was tun? Können sie einfach so auf den fremden Hof, der noch dazu eingezäunt ist? Tochter ergreift die Initiative. Ranzen vom Rücken, auf den Fußweg fallen lassen. Entschlossen macht sie die Tür auf. Schließlich kennt sie die Nachbarn gut und außerdem war ja eindeutig Gefahr im Verzug.

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Gedanken: Kinderfotos im Netz

Nebenan im NetLeben habe ich mich mit der Frage nach Kinderfotos im Internet auseinandergesetzt. Ich finde: Bevor man Fotos seines Kindes online stellt, sollte man über einiges nachgedacht haben. Und wie in den Kommentaren nochmal zu lesen ist: Man muß sich auch Gedanken über die AGB des Anbieters machen, auf dessen Plattform man die Fotos veröffentlicht. Das gilt besonders für Facebook.

Für uns gilt: Fotos unserer Tochter veröffentlichen wir wenn überhaupt nur, ohne dass man ihr Gesicht erkennt. Soviel Respekt hat sie (abseits der rechtlichen Lage) verdient.

Wir haben ein Bücher-Kind

Bücherhaufen Frau Wirbelwind liebt Bücher. Vor allem solche, die wir ihr vorlesen. Mit dem Selber-Lesen hat sie es noch nicht so. Leider. Aber ich gehe davon aus, dass sich das noch ändert…

Irgendwann, als sie ca. 5 Jahre alt war, mußte eine Regelung für den Bücherkonsum her. Bücher ausleihen kam für sie nicht in Frage, sie konnte sich nicht wieder trennen (das hat sich zum Glück inzwischen geändert).
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Artgerechte Freilandhaltung

Artgerechte Freilandhaltung kennt man ja im Allgemeinen mehr aus der Tierhaltung. Aber irgendwie trifft das auch immer mehr auf Kinder zu. Ich twitterte vorhin so:

Frau Wirbelwind war gestern nämlich ganz viel draußen. Vormittags Schulausflug in die Fasanerie, mittags im Hort im Garten im Matsch, Nachmittags dann Voltigieren. Letzteres in der Reithalle, aber dafür mit ganz viel Sand, Staub und Dreck. Sie war glücklich. Rundum. Aktiv draußen ist es irgendwie doch am Schönsten, auch wenn sie es niemals zugeben würde. Mittlerweile geht es ja schon bei den Kindern los, das ständige Rumsitzen. Stundenlang in der Schule, dann Hausaufgaben, hinterher an den Computer (das trifft uns zum Glück noch nicht so).

Ich bin froh, dass meine Tochter in einer „Tageseinrichtung für Kinder“ untergebracht ist, in welcher man Wert auf eben die von mir erwähnte artgerechte Freilandhaltung legt. Da geht man auch im Regen mit den Kindergartenkindern spazieren. Da dürfen die Hortkinder auch im Regen in den Garten, wenn es ihnen Spaß macht. Die Kinder dürfen im Matsch spielen. Matschbekleidung an den Haken ist Pflicht. Auch das ist ja nicht mehr selbstverständlich. und tatsächlich gibt es immer wieder Eltern, die entsetzt sind, wenn sie ihre glücklichen Kinder sehen. Das strahlende Gesicht nehmen sie dann gar nicht wahr, sie sehen nur den Dreck an den Klamotten und fangen an zu meckern. Erstmal mit dem Kind: „Wie siehst du denn aus???“, dann mit den Erziehern: „Wie können Sie die denn bei dem Wetter rauslassen? Das gute Zeug!“ Dabei scheint die Sonne, nur ist es noch ein wenig matschig draußen. Tja, hätten sie dem Kind mal die geforderte Matschkleidung mitgegeben. Soll das Kind alleine drinnen sitzen? Wer sein Kind mit teuren Designer-Klamotten in die KiTa schickt ist selber Schuld. Finde ich.

Diese Gedanken gingen mir heute morgen durch den Kopf, als ich die total verdreckte Dusche von gestern schrubbte. Zum Glück habe ich eine Waschmaschine, die halbwegs den Dreck aus den Klamotten wieder rausbekommt. Nein, es macht mir keinen Spaß, den durchs ganze Haus verteilten Sand zusammenzufegen, den Holunder aus den verwuselten Haaren zu klauben, auch Zeckensuche zu gehen, den Wäschekorb anzugucken. Trotzdem muß ich lächeln. Weil ich das nur machen muß weil mein Kind einen tollen Tag hatte und glücklich ist.

Liliane Susewind und der Knoten in der Zunge

Heute war es soweit. Ich habe mir das erste mal ernsthaft gewünscht, dass Frau Wirbelwind selber lesen kann. Naja, halb-ernsthaft. Eigentlich war es ja schön. Was? Madame hat sich heute tatsächlich ein Buch von gut 230 Seiten an einem Tag von mir vorlesen lassen!

Ein Kind auf der Zielgerade zum sechsten Geburtstag hatte den ganzen Tag nichts anderes im Kopf, als zu hören, wie die Geschichte weitergeht „Mama! Liliane weiterlesen!“, lautete es sobald ich wagte, auch nur kurz auf Toilette zu gehen…

Der vierte Band von Liliane Susewind – Schimpansen macht man nicht zum Affen – wurde gestern spontan gekauft. Der Nikolaus brachte Teil 3 – Delfine in  Seenot – und ich mußte soviel daraus vorlesen, dass mir sehr schnell klar war, das hält nicht mehr lange vor. Gestern war dann das Nikolaus-Geschenk durch, ich muß zugeben, es war wieder spannend, witzig und sicher auch irgendwie lehrreich (siehe Rezension zu Teil 1):

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Kurzreise mit dem Jako-o Schrank-Trolley

Schrank-TrolleyIch habe lange (so ca. zwei Jahre) mit mir gerungen, ob ich für Frau Wirbelwind den Schrank-Trolley von Jako-O kaufen soll. Der Preis hat mich immer davon abgehalten. In der Anfangszeit meiner Überlegungen kostete er noch 79,90 Euro, inzwischen ist er sogar 10 Euro teurer geworden. Viel zu viel für einen Kinderkoffer. Aber er ist doch sooo praktisch…

Der Schrank-Trolley hat ein einzigartiges Merkmal: Er ist aufgebaut wie ein Schrank. In seinem Inneren verbergen sich drei „Regale“ mit einer abwischbaren Umüllung. Damit kann man die Klamotten prima sortiert einräumen. Und auch wieder raus. Das reizte mich schon, seitdem ich den Koffer entdeckt hatte. Einmal für ein paar Tage nach Hamburg, mit einem normalen Koffer. Einmal sucht Frau Wirbelwind sich selber einen Pulli raus und – schwupps – sind sämtliche Kofferinhalte quer im Zimmer verstreut. Super.

Jetzt gab es für einen kurzen Zeitraum den Schrank-Trolley im Set mit der passenden Trolley-Tasche gratis dazu. Leider nicht im von mir bevorzugten Orange-Rot, also gab es zur Freude der Lütten die Version in Quietschrosa-Pink. Was hat sie sich gefreut, als der Karton im Flur stand! Ich war überrascht, dass der Trolley doch sehr klein wirkte (klar standen die Maße deutlich auf der Webseite, aber Live wirkt es halt doch anders). Außerdem ist er erstraunlich schwer. Leider. Okay, mit Mühe kann unsere Fünfjährige ihn noch hochheben. Die Tasche paßt wirklich gut auf den Trolley und das hintere Klettband ist sehr breit und fest, damit hält die Tasche bei allen Unebenheiten auf einer Reise fest am Koffer. Sie hat nur ein großes Fach und ein kleines Reißverschlußfach vorne. Warum der Schuhbeutel zur Tasche und nicht zum Trolley gehört, ist mir nebenbei erwähnt allerdings ein totales Rätsel.

Am Sonntag war es dann soweit: Der neue Koffer kam zum Einsatz (die Tasche mußte zu Hause bleiben). Frau Wirbelwind durfte zum versprochenen Konzert ihrer heißgeliebten Etta Scollo bei den Schwetzinger SWR Festspielen.

Trolley Tasche

In dem Fall hieß es für sie und mich: Eine Nacht im Hotel, mit der Bahn hin und zurück. Was tut man nicht alles, wenn man seinem Kind etwas versprochen hat? Mit Freude konnte die Kleine ihren Koffer einräumen, ganz einfach und ganz ordentlich.

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Ein Hochbett fürs Kinderzimmer

Seit Sonntag steht es: Frau Wirbelwinds neues Bett.
IMGP1651 Sie hat sich ein Hochbett gewünscht, wie wir es als Kinder auch gerne gehabt hätten. Somit stimmten wir dem Wunsch zu, auch weil ihr Zimmer mit einem großen Bett doch ziemlich schmal ist. Außerdem gibt ein Hochbett zusätzliche Spielfläche. Ich habe lange nach etwas geeignetem gesucht, so ein Standard-Kinder-Hochbett mit Rutsche wollte ich nicht. Ich wollte etwas langlebigeres, Umbaubares und vor allem auch Sicheres. Die normalen Spielbetten erschienen uns immer zu gefährlich, was das Abstürzen von oben betrifft. Irgendwann stieß ich auf Woodland. Woodland fertigt Hochbetten, die eigentlich meinen Vorstellungen entsprachen. Stabil, sicher, vielseitig nutzbar, umbaubar auch zum „normalen“ Bett, wenn das Hochbett dann out ist. Leider hat die Qualität ihren Preis. Somit rang ich noch sehr lange mit mir. Wir besuchten zunächst eine Woodland „Partnerfamilie“, die uns ihr Woodland Winnipeg Bett bei sich zu Hause zeigte. Das überzeugte. Also machten wir uns auf nach Dormagen, um uns vor Ort nochmal beraten zu lassen.
Eine gute Entscheidung, Frau Wirbelwind konnte die Betten ausprobieren, klettern, sich die unterschiedlichen Ausstattungsvarianten angucken. Wir erhielten auf alle Fragen eine kompetente Antwort und stellten uns schließlich unser Winnipeg individuell zusammen.
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