Kategorie: Spiele

Gespielt: Ligretto (auch als iPad App)

Ligretto blau VerpackungTempo, Tempo, Tempo. Das ist es, worum es bei dem Kartenspiel Ligretto (von Schmidt-Spiele)geht. Tempo, in Übersicht, Reaktion und Handlung. Hier bleibt quasi keine Zeit zum Taktieren, denn alle Spieler spielen gleichzeitig. Mehr als ein Seitenblick auf die Stapel der Mitspieler kann wertvolle Zeit kosten. Der Schnellste gewinnt. Gut, das Glück spielt auch noch mit.
Ligretto ist Kartenspiel mit Karten von 1-10 in vier verschiedenen kräftigen Farben, was den Überblick sehr erleichtert.

Die Spielregeln sind denkbar einfach, wenn man sich vom klassischen »einer-nach-dem-anderen-Spielprinzip« gelöst hat. Jeder bekommt einen Kartensatz, legt davon zehn Karten auf einem offenen Stapel ab. Drei weitere einzeln daneben. Der Rest bleibt verdeckt. Ziel ist es für jeden Spieler, seinen Zehnerstapel loszuwerden. Dieser Stapel hat also Priorität. Kann man von den drei einzelnen Karten eine ablegen, wird die Lücke durch die oberste Karte des Zehnerstapels gefüllt. In der Mitte des Tisches werden die Karten von 1 aufwärts nach Farben sortiert abgelegt. Die verdeckten Karten werden in 3er-schritten umgedreht, um mehr Auswahl zum Ablegen zu haben. Mehr dazu in der Spielanleitung.

Hat man das Prinzip erstmal verstanden, geht es an das Handling. Denn es soll ja schnell gehen. Da ist alleine die Handhabung des Umdrehens von drei Karten in der Hand eine Herausforderung. Irgendwann ist es dann jedoch wie Fahrradfahren, es geht ganz von selbst.

Der Spielablauf ist rasant und je nach Anzahl und Schnelligkeit der Mitspieler mehr oder weniger übersichtlich. Denn wie gesagt: alle spielen gleichzeitig. Jeder versucht, seinen Kartenstapel als erster loszuwerden und zu gewinnen. Am Ende zählen aber die Punkte. Da kann (sehr selten) am Ende eines Spiels sogar der Gewinner weniger Punkte haben, als ein anderer. Denn es zählen alle abgelegten Karten. Jede Karte ein Punkt. Minus zwei Punkte pro noch vorhandener Karte des Zehnerstapels.

Ligretto ist zur Zeit das Lieblingskartenspiel von Töchterchen. Wer ist am Schnellsten? Wer hat mehr Glück bei der Reihenfolge der Karten auf dem Zehnerstapel? Wer wird mehr Karten los? Und Hilfe! Wie sollen wir den Überblick behalten? Wenn wir zu zweit spielen geht das ja, bei drei Spielern wird es schon schwieriger. Denn jeder hat 40 Karten. Je 10 einer Farbe. Das gibt bei zwei Spielern maximal acht Ablagestapel die wir im Blick haben müssen. Bei drei Spielern sind das dann schon bis zu zwölf.
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Last-Minute-Weihnachtsempfehlungen

Remember SudokuWir sprachen kürzlich darüber, welche Bücher Töchterchen dieses Jahr besonders gut gefallen haben. Das nehme ich als Anlaß, hier noch ein paar Weihnachtsempfehlungen zu geben. Nicht nur bei den Kinderbüchern. Zu vielen davon haben wir hier im Blog schon etwas geschrieben, bei manchen hatten wir aber noch keine Zeit dafür.

Am leichtesten ist eine Empfehlung für uns beim Thema Bücher. Also bei den Nicht-Kinder-Büchern. Hier ist unser Jahresfavorit einstimmig „Donnerstags im fetten Hecht“ von Stefan Nink. Mittlerweile hat auch Olaf den „skurrilen Roadtrip“ gelesen und stimmt mir vollkommen zu. Auch ohne den Autor persönlich zu kennen. Ein witziger Reiseroman voller skuriller Erlebnisse und hintergründiger Details.

Bei den Kinderbüchern ist es schon etwas schwerer. Weiterlesen

Gespielt: Sudoku von Remember

Remember SudokuIst noch jemand auf der Suche nach einem Last-Minute Weihnachtsgeschenk? Ich hätte da einen Vorschlag. Gut, ich gebe zu, ganz günstig ist es nicht, es kostet 59 Euro. Ich habe es mir vorzeitig von meinem diesjährigen Geburtstags-Geschenk-Geld gegönnt. Weil es mich schon seit Jahren reizt. Und weil ich dieses Jahr endlich einen Vorwand gefunden habe, es mir trotz des hohen Preises zu kaufen.

Wovon ich rede? Von einem Sudoku in Brettspielart. Von einem wunderschönen, variablen Sudoku von Remember. Was es zu so einem besonderen Sudoku macht? Einiges. Zum einen ist es mal etwas anderes, ein Sudoku zu spielen, statt einfach mit einem Stift auf Papier zu schreiben. Zum anderen hat dieses Sudoku nicht nur Zahlen. Ja, es hat auch Zahlen, weiße auf schwarzem Stein um genau zu sein. Aber auch Remember-typische Symbole. Beides befindet sich auf den Spielsteinen. Eine Seite Zahl, eine Seite Bild. Und die zweite Seite ist die, die es mir vom ersten Anblick an angetan hatte. Ja, ich bin empfänglich für das Remember-Design…

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Gespielt: Robo Champ von Lego

Robo Champs

Von Lego gibt es mittlerweile auch Spiele. Ein kleines schnelles Spiel ist Robo Champ. In einer Roboter-Fabrik ist das Chaos ausgebrochen und alle Roboterteile liegen wild durcheinander. Ziel des Spiels ist es, seinen Roboter möglichstschnell zusammen zu bauen. Dazu bekommt jeder der 2-3 Mitspieler ein Roboterstartteil in einer Farbe. Nun muss man mittels Würfel sein Glück versuchen, die Roboterteile in seiner Farbe zu erwürfeln. Man kann auch Teile tauschen oder klauen. Das war es dann auch schon an Spielregeln. Lego fordert aber auch ausdrücklich dazu auf selbst kreativ zu sein und eigene Spielregeln zu erfinden oder zu ergänzen.

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Spieletest: Remember Bricks

Remember Bricks

Den Begriff Spieletest bitte ich hier mal weit zu fassen, ein richtiges Spiel ist Bricks nicht.
Die Remember Bricks haben mich gereizt. Sie sahen schon im Katalog einfach „verlockend“ aus. Was ist/ sind Bricks? Bricks ist ein Puzzle aus massiven Holzbauklötzen. Einfach gesagt. Aber ein besonderes. Jedes Teil hat eine andere Form und Farbe. Es sieht auf den Bildern irgendwie edel aus, wertvoll.
Aber es ist schweineteuer. Anders kann man es nicht nennen. 84 Euro. Puh! Für Holzbauklötze? Gut, sie sind stabil, sie sind kein Kinderspielzeug, also nicht offiziell.

Trotzdem – Remember Bricks landete bei mir zu Hause. In einer Holzkiste, Deckel weiß, Boden schwarz. Ausgelegt mit Samt. Die Holzteile aus massiven lackierten Buchenholz fühlen sich sehr geschmeidig an. Frau Wirbelwind und ich stehen regelrecht ehrfürchtig vor Bricks, trauen uns kaum, die Teile aus ihrer Kiste zu nehmen. Wie sollen wir das jemals wieder zusammenbekommen?

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Spieletest: Buddel Company

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Frau Wirbelwinds viereinhalbter Geburtstag stand an. Also zum örtlichen Spielwarenhändler, eine Wunschtüte zusammenstellen. Wir fragten nach einem Spiel, welches auch einfach mal Spaß machen kann. Die Verkäuferin empfahl uns daraufhin die Buddel Company von Ravensburger, mit dem Hinweis, dass es dabei meist viel zu lachen gäbe und vor allem die Kinder oft besser seien als die Erwachsenen. Das Spiel landete in der Wunschtüte und am Ende sogar auf dem Geburtstagstisch.

Zum Spiel:

Das angegebene Alter ist 5 Jahre. Untertitel: Das maulwurfstrake Gedächtnisspiel. Ravensburger gibt auf der Verpackung folgende Merkmale an: • einfache Spielregel • Konzentration • Gedächtnis. Abgebildet sind obercoole, dynamische Maulwürfe mit Spaten, Caps und Sonnenbrille.

Macht man den Karton auf, wird schnell klar, dass die gesamte Verpackung mitspielt und zum Spielfeld wird. Eine Wiese mit Löchern tut sich nach dem einfach Zusammenbau auf. In die Löcher werden doppelte Maulwürfe gesteckt. Jeweils zwei Maulwürfe unterschiedlicher Farben sind miteinander verbunden, einer von beiden verschwindet unsichtbar im Loch. Es gibt Maulwürfe in rot, blau, gelb, weiß und schwarz. Dann gibt es die Karten. Diese haben auf der Rückseite unterschiedlich viele Schaufeln abgebildet. 1 Schaufel steht für die leichtesten Aufgaben, 4 Schaufeln sind am schwierigsten.

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Die Spielregeln sind denkbar einfach. Die Karten werden nach Schwierigkeitsgraden sortiert. Der erste Spieler zieht seine Karte, auf der verschiedene Maulwürfe abgebildet sind. Dann muß er es schaffen, mit drei Mal umdrehen genau die Anzahl der abgebildeten Farben an Maulwürfen über der Erde zu haben. Bei einer Schaufel sind es stets die Maulwürfe nur einer Farbe, die man entdecken muß. Aber Achtung: auch das klingt leichter als es manchmal ist. Hat man z.B. einen gelben Maulwurf darf man am Ende seiner drei umgedrehten Maulwürfe auch nur einen gelben oben haben, nicht zwei oder mehr. Die ausführlichen Spielregeln gibt es hier.

Spielen

Das Spiel erfordert Konzentration, will man sich nicht nur auf sein Glück verlassen (was natürlich auch eine Strategie wäre). Je mehr Spieler mitspielen, desto schwieriger wird es, die eigene Wunschkombination zu erreichen.

Buddel Company ist eine Mischung aus Spaß, Memory und Konzentrationsspiel. Manch Erwachsener ist daran hier schon verzweifelt. Es hat ein wenig mit Gehirnverdrehen zu tun, sich zu merken, welche Maulwurffarbe sich an welcher Stelle befindet.

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Spieletest: Das verrückte Labyrinth

labyrinthEin Spiel für jung und alt, ganz ohne Würfel. Taktisches Denken ist hier ungemein hilfreich, doch lest selbst:

Das Spiel
Das verrückte Labyrinth ist ein Brettspiel für 1-4 Spieler ab 8 Jahren, allerdings spielt unsere Tochter es schon, seitdem sie ca. 3,5 ist. Mit ein wenig Hilfe klappt das erstaunlich gut, grundsätzlich war ihr schnell klar worum es geht. Interessanterweise fehlt hier mal die Altersbegrenzung nach oben hin, wie sie die Spielehersteller so gerne mit aufdrucken. Kein von 8-88 Jahren…
Es gibt ein Spielbrett auf dem 12 Quadrate mit aufgemalten Steinmauern, Wegen und Symbolen aufgeklebt sind. Zusätzlich hat man vier Spielsteine, 34 weitere sogenannte Gängekarten und 24 Geheimniskarten.
Die Gängekarten werden in unbestimmter Mischung und Richtung auf dem Spielfeld verteilt, die Plätze hierfür sind durch die bereits festen Karten vorgegeben. Eine Karte bleibt übrig. Dann erhält jeder Spieler eine Spielfigur und schließlich werden die Geheimniskarten gleichmäßig auf die Spieler verteilt. Diese Karten darf sich aber keiner angucken und sich liegen mit dem Rücken nach oben auf dem Tisch.

Spielidee
Die Spieler befinden sich in einem verwunschenen Labyrinth, in dem sie verschiedene Schätze und Lebewesen finden müssen.
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