Kategorie: Bücher

J.D. Biersdorfer: iPad – Das Missing Manual

Das Missing Manual für das iPad umfaßt fast 300 Seiten reinen Inhalt. Es ist aufgeteilt in 18 Kapitel inklusive Anhänge zu Einstellungen und Fehlerbehebung.

Ich staune, dass man überhaupt soviel zum iPad schreiben kann, ist es doch relativ intuitiv zu nutzen. Wenn man bedenkt, dass Apples dem iPad beiliegende „Bedienungsanleitung“ lediglich aus einem Zettel mit dem Hinweis: „Schließen Sie Ihr iPad an ihren Computer an“ besteht, ist es aber vielleicht auch notwendig, dass man etwas mehr gedrucktes in der Hand hält…

Beim Aufschlagen fällt mir als erstes auf, dass das Buch eher einem Magazin gleicht. Reinweiße, glänzende, zeitschriftendünne Seiten, viele Fotos und Screenshots. Ich empfinde das als eher ungünstig, die glänzende Oberfläche der Seiten führt gerne zu Lichtspiegelungen.

Um das Fazit vorwegzunehmen: Der Senior der Familie ist als einziger Besitzer eines iPads und natürlich haben wir ihn um seine Meinung gebeten.

Er sagt: Das iPad ist ja eigentlich ziemlich selbsterklärend, findet das Missing Manual aber dennoch klasse. Es liest sich gut und viele der Sachen, die beschrieben werden hätte er nie und nimmer gefunden. Außerdem ist es manchmal eben doch einfacher, mal schnell nachzulesen, als selber rauszufinden. Es ist praxisnah, jeder kann es verstehen (sagt der Rentner, der aber selber jede Menge Sachverstand mitbringt) und es erleichtert manches im Alltag mit dem iPad. So zum Beispiel kommt man als Neuling nicht unbedingt direkt darauf, wie man eine App wieder löschen kann.

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Elisabeth Zöller: Kim kann stark sein

Kim kann stark sein von Elisabeth Zöller und Dagmar Geisler reizte mich aufgrund seines Inhaltsverzeichnisses bei Amazon. Ohne es in der Hand gehalten zu haben, dachte ich: „Das trifft genau die derzeitigen Probleme meiner Tochter im Kindergarten“.

Zwei andere Kinder, versperren Kim den Weg, lassen sie nicht durch. Kim hat Angst vor dem fiesen Fritz und der großen Grit, die sie im Kindergarten ständig ärgern. Sie wird ganz klein, traut sich nicht sich zu wehren, weiß auch nicht wie sie es tun sollte. Also läßt sie es den Tränen nahe immer über sich ergehen und wünscht sich in eine kleine Ecke, wo die beiden sie nicht sehen können.

Die Erzieherin bastelt an diesem Tag mit den Kindern eine Schatzkiste. Denn jedes Kind hat tief in sich verborgen ganz viele Schätze versteckt, die es nur finden muß. Sie singen ein Lied, jedes Kind ist ein Schatzkind. Als Fritz und Grit ein Loch in Kims Schatzkiste machen, wird Kim zum ersten Mal stark. Sie atmet tief ein, „ich bin ein Schatzkind“ denkt sie sich und faßt Mut. Sie sagt den beiden Tyrannen einfach nur: „Könnt ihr eigentlich auch anders stark sein, als nur durch ärgern und fies sein?“ Da gucken die Zwei doof aus der Wäsche und verziehen sich ganz schnell. Kim hat es geschafft und sich mit Erfolg gewehrt. Überglücklich ist sie, erleichtert und stolz auf sich selbst.

Kaum kam das Buch bei uns an, wurde es gelesen, wieder und wieder. Gleich auf den inneren Umschlagseiten gibt es Tipps, wie man stark und mutig sein kann, wie man sich gegen die „Bösen“ wehren kann. Die Geschichte selbst hat bei uns voll ins Schwarze getroffen, sie ist toll erzählt, absolut zutreffend in Inhalt und Wortwahl. Die ganzseitigen Illustrationen unterstützen den Text in äußerst gelungener Weise. Viel mehr gibt es zu „Kim kann stark sein“ eigentlich gar nicht zu sagen.

Das Fazit ist einfach:
Ein sehr gutes Buch, um schüchternen Kindern zu zeigen, dass man sich wehren kann. Ganz ohne Gewalt. Dass die mit der großen Klappe vielleicht gar nicht so stark sind. Dass jedes Kind seine Stärken und Besonderheiten hat. Seine Schätze innendrin eben. Für uns war dieses Buch ein Volltreffer. Ein besseres Mutmachbuch hätte ich glaube ich kaum finden können.

Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nicht

Buchvorstellung

Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nicht

Tanja Stewner
Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nicht

Liliane Susewind ist ein besonderes Mädchen. Irgendwie geriet mir dieses Buch auf die Amazon-Bestellliste in der Meinung, es wäre ein Bilderbuch. Oder zumindest ein reichlich bebildertes Lesebuch. Ich ignorierte auch die Altersangabe von 8-10 Jahren, das allerdings bewußt. Mir schien aber die Inhaltsangabe ziemlich passend für Frau Wirbelwind. Also landete „Liliane Susewind: Mit Elefanten spricht man nicht“ von Tanja Stewner bei uns zu Hause.

Frau Wirbelwind ließ sich nicht von dem vielen Text abschrecken, auch nicht davon, dass in dem Buch nur alle paar Seiten mal ein Schwarz-Weiß-Bild auftauchen. Das hieß, ich mußte vorlesen. Und erlebte eine Überraschung. Ich hatte selber ernsthafte Zweifel, ob ein Buch für 8jährige für eine 5jährige schon geeignet ist, gerade weil es viel mit dem Schulalltag zu tun hat. Liliane Susewind ist ein wundervolles Buch. Nicht nur für Kinder. Denn Lilli kann etwas, was wohl so ziemlich jeder schon mal können wollte: Mit Tieren sprechen. Aber wer nun denkt, das sei einfach nur toll, der hat sich getäuscht. Für Lilli ist das ein Riesenproblem. Sie ist die klassische Außenseiterin. Auch ihr bester Freund Jesajah hält zunächst nur heimlich zu ihr. Jesajah ist selbst nicht so ganz in der Norm, er ist hochbegabt. Das hält er jedoch geschickt geheim, ist in der Schule nur Mittelmaß und der beliebteste Schüler seiner Klasse.

Das vereint Lilli und Jesajah: Beide haben ein Geheimnis.

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Geschichten zum Lachen, Träumen und Kuscheln

sammelgeschichtenBei den„ Geschichten zum Lachen, Träumen und Kuscheln“ handelt es sich um einen Sammelband mit kurzen Geschichten verschiedener Autoren, die im Ellermann Verlag erschienen sind. Darunter Astrid Lindgren, Cornelia Funke, Isabell Abedi, Kirsten Boie. Sämtliche Geschichten in diesem Buch wurden mit kleinen Bildern von Stefanie Scharnberg illustriert.

Die Geschichten sind unterteilt nach Themen:

Lachgeschichten
Familiengeschichten
Fantasiegeschichten
Freundschaftsgeschichten
Gutenachtgeschichten

Das macht schon mal Sinn, so können die Eltern auswählen, welches Thema gerade am besten zur Situation oder zum Tag paßt. Wie das mit Sammelbänden so ist: Die eine Geschichte ist besser, die andere schlechter. Eltern und Kind sind da oft auch unterschiedlicher Meinung.

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Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel

Inspektor Jury ist wieder unterwegs. Inspektor? Nein, das sollte man ihn besser nicht hören lassen, schließlich ist er Superintendent bei Scotland Yard. Auch wenn die meisten ihn halt mit Inspektor anreden. Ein Mann im besten Alter und mit sehr charakteristischen Bekannten und Freunden. Zum einen sind da seine Nachbarn in London, die alte Mrs Wasserman, die ihm die Wäsche macht, aber unter Verfolgungswahn leidet und froh ist jemanden von Scotland Yard im Haus zu haben. Unter ihm wohnt Carol-Anne, bildschön und doch ziemlich merkwürdig. Eifersüchtig auf jedes weibliche Wesen (mit Ausnahme von Mrs Wasserman) in Jurys Nähe, und immer mit Ratschlägen für ihn da. Dann ist da noch Stone, der Hund des neuesten Mieters im Haus, der aber ein brillianter Musiker und damit meistens auf Tour ist. Also ist Stone ein wichtigerer Bestandteil des Hauses als sein Besitzer.
Jurys bester Freund ist Melrose Plant, Ex-Earl of Counterness, -Lord Ardry und ich weiß nicht was noch. Seine diversen Adelstitel hat er bereits vor Jahren abgelegt, kramt zu passenden Gelegenheiten aber doch wieder die entsprechenden Visitenkarten hervor. Plant wohnt in Northants einem beschaulichen Dörfchen in dem allerlei verschrobene Personen wohnen. Allen voran seine angeheiratete amerikanische Tante Agatha, die es ihm nie verziehen hat, daß er seine Titel abgelegt hat und sie die nun nicht mehr erben kann. Agatha kann man mit wenigen Worten beschreiben: Klatschtante und Nervensäge. Marshall Trueblood der schrillgekleidete Antiquitätenhändler von Northhants spielt auch immer die eine oder andere kleine Rolle in Martha Grimes Jury-Romanen, genau wie Diane Demorney, die sich in „die Frau im Pelzmantel“ auf’s Horoskope-schreiben verlegt hat. Somit gibt es in einer angesehenen Zeitung jetzt immer ganz persönliche Horoskope für ihre Bekannten… Die haben zwar nichts mit dem Stand der Sterne zu tun, aber Diane trifft doch manches Mal ins Schwarze.
Ganz wichtig ist auch in „Die Frau im Pelzmantel“ Jury’s Kollege Seargent Wiggins, ein chronischer Hypochonder, der immer eine lange Reihe diverser Heilmittelchen mit sich herumträgt. Jury schüttelt im Stillen häufig den Kopfüber seinen Mitarbeiter, weiß aber seine Qualitäten bei den Ermittlungen durchaus zu schätzen und möchte nicht auf ihn verzichten. Entlockt er den Befragten durch seine menschliche Art doch so manches Detail, die ein „normaler“ Polizist niemals erfahren hätte.
Warum ich hier erstmal die Personen beschreibe? Dazu sei gesagt, ich habe bei weitem nicht alle erwähnt, die in den Jury-Krimis von Martha Grimes eine Rolle spielen. Eigentlich nur die, (okay Mrs Wasserman und Tante Agatha sind diesesmal eher unwesentlich) die im 15. Fall von Jury, Wiggins und Melrose Plant eine wichtigere Rolle spielen. Jeder dieser Charaktere hat seine wichtigen Eigenarten, die teilweise einfach zum Schreien komisch sind. Ich frage mich jedes Mal, wie eine Amerikanerin die englischen Eigenheiten so herrlich beschreiben kann. Um so ein gutes Bild von England und seinen Bewohnern mit so hervorragendem englischen Humor abzuliefern, muß man eigentlich da aufgewachsen sein. Aber vielleicht macht auch grad das Nicht-Engländer sein viel von dem Charme der Jury-Romane aus.
Auch in „Die Frau im Pelzmantel“ hat man wieder viel zu schmunzeln, wenn diesmal auch die gewohnte Spannung ein wenig fehlt. Hier liegt der Schwerpunkt wohl wirklich eher auf der Beschreibung der Engländer und ihrer Eigenheiten. Jury fährt eines Sonntags Abends ganz im Gegensatz zu seinen sonstigen Gewohnheiten mit dem Bus durch London. Dabei begegnet er im Bus einer wunderschönen blonden Frau in einem auffälligen Pelzmantel. Sie steigt ein, setzt sich vor ihn, er kann sie intensiv betrachten. Schließlich steigt sie wieder aus, der bus steckt im Verkehr fest, und sie steigt zwei Stationen später wieder ein. Magisch angezogen, folgt Jury ihr, als sie in Fulham aussteigt. Er geht ihr hinterher, als sie den Fulham Park (eines der bestgehütetsten Geheimnisse Londons) betritt bleibt er jedoch stehen, die Lächerlichkeit seines Handelns wird ihm bewußt.
Am nächsten Tag liest er in der Zeitung, daß in eben diesem Park eine Frau mit Pelzmantel ermordet wurde. Natürlich ruft er Inspektor Chilton von der Fulhamer Polizei an und schaltet sich in die Ermittlungen ein. Und muß feststellen, daß die Leiche nicht die Frau im Pelzmantel ist, die er im Bus gesehen hat. Die Ermittlungen führen über den außergewöhnlichen Zobelmantel zu einer bekannten Galeristen-Familie, den Fabricants. Hier ist es Zeit, den Mann von Adel, Melrose Plant einzuschalten. Er soll mit seinem schier unerschöpflichen Geld ein Bild des Freundes von Nicholas Fabricant erwerben. Melrose, der eigentlich keine Ahnung von Kunst hat, fährt nach London, und ist entsetzt: Ralph Robson, der Maler hat eine Serie vollkommen weißer Bilder gemalt. Davon soll er eins kaufen, nur um sich bei der Familie einzuschmeicheln? Nun gut, mit Hilfe diverser Floskeln und intensivem Unterdrücken seiner wahren Gedanken kauft er eines der Bilder und wird bei der Familie zum Essen eingeladen. Interessanterweise findet er in der Galerie auch Bilder von Bea Slocum, mit der sie es in einem früheren Fall zu tun hatten. Diese Bilder sind in der Tat brilliant und Melrose kauft auch zwei von Ihnen. Natürlich muß auch Bea bei den Ermittlungen mithelfen.
Ein verzwickter Fall für Superintendent Jury (warum ist auf den Covern der Bücher eigentlich immer noch von „Inspektor“ die Rede?) und seine Freunde. Eine Tote, die gar keine ist, die Londoner Kunstszene mit einer exzentrischen Familie, ein Kunstkritiker und vor allem ein teurer Mantel. Wer ist wer und wer spielt welche Rolle? Was hat es mit der Frau im Zobel auf sich. Schließlich entdeckt Jury die Frau lebenderweise eines Tages wieder, wobei sie steif und fest behauptet, nicht die zu sein, für die er sie hält. Verwirrend, so sehr, daß Jury anfängt selbst zu glauben, doch die Tote im Bus gesehen zu haben. Einen entscheidenden Hinweis liefert schließlich die Kellnerin in der Bar „The Stargazey“ (Titel der englischen Originalausgabe)…
Martha Grimes schafft es mal wieder mit köstlichem englischem Humor die Engländer zu beschreiben. Melrose zieht in London in einen alteingesessenen Herrenclub, dessen Aufmachung und Gäste einfach zum Lachen sind. Herrlich in die Handlung eingebunden wird hier die gediegene, reiche Londoner Gesellschaft auf die Schippe genommen. Und das macht eigentlich diesen „Inspektor Jury Roman“ aus. „Die Frau im Pelzmantel“ besticht nicht so sehr durch die von der Amerikanerin Martha Grimes gewohnte Spannung, sondern mehr durch die subtile treffende Art der Darstellung der Figuren und ihrer Umgebung.
Auch wenn man noch keinen Jury-Krimi gelesen hat, ist der 15. Roman der Reihe für jeden verständlich. Die auftauchenden Figuren werden im Laufe des Buches näher erklärt. Bei der Ersterwähnung bleiben allerdings noch ein paar Fragen offen. Wiggins, Bea Slocum, Melrose, Trueblood, Agatha, Miss Cripps – alles Namen die eingefleischten Jury Fans durchaus geläufig sind, aber auch Neulesern schnell vertraut werden. Die Charakteristika werden schnell deutlich. Das Grinsen dürfte sich keiner verkneifen können, wenn Theo Wrenn Browne versucht die örtliche Bücherei kaupttzumachen und schließlich von Melrose und Marshall Trueblood ausgetrickst wird. Wirklich, diese Amerikanerin schafft es bestens den englischen Lebensstil wiederzugeben.
Auch wenn „Die Frau im Pelzmantel“ nicht der spannendste Jury-Roman ist, empfehlenswert ist er allemal. Treffend beschriebene englische Szenen, mit herrlich komischen Figuren, die sich selbst auf die Schippe nehmen. Ein feiner englischer Humor, eingebettet in einen Kriminalroman. Für Fans von Martha Grimes ein Muß, für Neueinsteiger sicherlich auch geeignet.

Die Frau im PelzmantelInspektor Jury ist wieder unterwegs. Inspektor? Nein, das sollte man ihn besser nicht hören lassen, schließlich ist er Superintendent bei Scotland Yard. Auch wenn die meisten ihn halt mit Inspektor anreden. Ein Mann im besten Alter und mit sehr charakteristischen Bekannten und Freunden. Zum einen sind da seine Nachbarn in London, die alte Mrs Wasserman, die ihm die Wäsche macht, aber unter Verfolgungswahn leidet und froh ist jemanden von Scotland Yard im Haus zu haben. Unter ihm wohnt Carol-Anne, bildschön und doch ziemlich merkwürdig. Eifersüchtig auf jedes weibliche Wesen (mit Ausnahme von Mrs Wasserman) in Jurys Nähe, und immer mit Ratschlägen für ihn da. Dann ist da noch Stone, der Hund des neuesten Mieters im Haus, der aber ein brillianter Musiker und damit meistens auf Tour ist. Also ist Stone ein wichtigerer Bestandteil des Hauses als sein Besitzer.

Jurys bester Freund ist Melrose Plant, Ex-Earl of Counterness, -Lord Ardry und ich weiß nicht was noch. Seine diversen Adelstitel hat er bereits vor Jahren abgelegt, kramt zu passenden Gelegenheiten aber doch wieder die entsprechenden Visitenkarten hervor. Plant wohnt in Northants einem beschaulichen Dörfchen in dem allerlei verschrobene Personen wohnen. Allen voran seine angeheiratete amerikanische Tante Agatha, die es ihm nie verziehen hat, daß er seine Titel abgelegt hat und sie die nun nicht mehr erben kann.

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E. George: Undank ist der Väter Lohn

Auch in diesem Roman von Elizabeth George spielen wieder Inspector Thomas Lynley und Sergeant Barbara Havers die Hauptrollen. Wer die beiden kennt wird hier überrascht feststellen müssen, daß von der bewährten Teamarbeit nichts mehr übrig ist.

Für alle anderen hier eine kurze Einführung. Lynley und Havers wurden in dem ersten Krimi der Reihe von Elizabeth George zu Partnern. Lynley ist von Haus aus gut situiert, braucht sich keine Gedanken ums Geld zu machen, sieht gut aus und ist brilliant. Havers hingegen kommt aus ärmlichen Verhältnissen, ist dick und immer ungeschickt gekleidet, fühlt sich im Grunde in ihrer eigenen Haut nicht richtig wohl. Dafür gibt sie aber oft aus dem Bauch heraus die richtigen Hinweise. Dieses ungleiche Paar muß sich nun zusammenraufen. In den Krimis geht es bei weitem nicht nur um die Fälle der beiden, sondern auch um ihre Beziehung zueinander, ihr Privatleben, ihre Probleme, Sorgen und Hoffnungen.

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Katherine Neville: Das Montglane Spiel

montglaneIch habe bei der Arbeit teilweise Zeit zum Lesen. Somit arbeite ich mich kontinuierlich durch unseren Bücherschrank. Das heißt, meistens laß ich mir von Olaf eines seiner Bücher geben, dann ist er Schuld wenn es mir nicht gefällt 😉 So gab er kürzlich Kathrin Nevilles „Das Montglane-Spiel“. Auf den ersten Blick sagte ich: „Aber so’n historischer Kram ist doch nichts richtig für mich.“ Denn das erste Kapitel hieß „Montglane – Frühjahr 1972“. Er riet mir, doch einfach mal zu lesen und ich muß im Nachhinein sagen, ich habe es nicht bereut.

So historisch ist der Roman aus dem Goldmann Verlag auch gar nicht. Sozusagen nur zu Hälfte. Die zweite Hälfte spielt in den 70er Jahren und ist damit als relativ aktuell zu bezeichnen. Auch wenn man sich während des Lesens manchmal fragt, warum die denn alle keine Handys zur Hilfe nehmen… Im Ernst, ich habe das Buch letztendlich kaum aus der Hand legen können und mich von einem Jahrhundert zum Nächsten gehangelt. Doch jetzt erstmal ein grober Überblick über das Buch, wie immer ohne genauere Angaben um dem Eigen-Lesen nichts vorwegzunehmen.

Inhalt:
Der Titel das Buches sagt aus worum es geht: „Das Montglane-Spiel“. Hierbei handelt es sich um ein Schachspiel, welches Karl der Große von Mauren geschenkt bekam. Es heißt, dieses wundervoll angefertigte Schachspiel enthalte eine magische Formel zur Verleihung von Macht. Die geheimnisvollen Kräfte dieses sagenumwobenen Spiels führen zu allerelei Unruhen und im Laufe des Romans auch zu vielen Toten.

Zentrale Figuren in Nevilles Geschichte sind die Nonnen Mireille und Valentine, die im 18. Jahrhundert im Montglane-Kloster leben. Sie erhalten zu Beginn der französischen Revolution von ihrer Äbtissen einige Figuren ausgehändigt und bekommen trotz ihres jungen Alters die Verantwortung für viele andere Nonnen und deren Figuren. Die beiden flüchten nach Paris zu Valentines Onkel, durchleben die Unruhen, flüchten und schließlich landet Mireille auch in Algerien. Sie befindet sich auf der Suche nach dem Geheimnis des Schachspiels, welches so lange in ihrem Kloster vergraben war.

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Monty Roberts: Der mit den Pferden spricht

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Monty Roberts ist der echte „Pferdeflüsterer“. Er diente als Vorbild für Nicholas Evans Bestseller Roman. Und er ist vor allem in seinen Handlungsweise wesentlich konsequenter als der Möchtegern-Pferdeflüsterer Robert Redford im gleichnamigen Film. Denn hier wird Monty Roberts wetlberühmtes „Join Up“ ad absurdum geführt, fesselt Tom Booker doch am Ende das Pferd und zwingt es zu Boden. Eine Szene gegen die Monty Roberts sich sehr gewehrt hat und von der er sich distanziert.

In „Der mit den Pferden spricht“ beschreibt er anschaulich und lehrreich seinen Lebensweg mit den Pferden. Roberts war Sohn eines Ranchbesitzers und war somit von klein auf den Umgang mit Pferden gewohnt. Er lernte es die Pferde „zu brechen“, eine übliche Methode um die Pferde zu zähmen und einzureiten. Allerdings war er mit dieser Art mit Pferden umzugehen stets unglücklich und zog sich schon als Kind heimlich zurück, das Verhalten der Tiere zu studieren. Zumal auch er selbst ständig von seinem Vater geschlagen wurde. Er beobachtete jede Bewegung der Pferde in der Herde. Im Laufe der Zeit entwickelte er seine eigene Methode die Pferde zu zähmen. Hierbei arbeitet er ganz ohne Gewalt und baut ausschließlich darauf das Vertrauen des Pferdes zu gewinnen. Wie er das erreicht hat er sich in seinen Tagen und Nächten in der freien Natur bei den Pferden selbst abgeguckt.

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