Kategorie: Fachbücher

Buchmesse-Rückblick: Randnotizen

Titelbild Buchmessenbeitrag Collage

Während ich am Samstag den ersten Teil unseres Buchmesse-Rückblicks tippte, ereigneten sich auf der Buchmesse Szenen, die dort nicht hingehören. Die so verharmlosend genannte „neue Rechte“ bekam eine prima Plattform geboten, wer dagegen etwas sagte, war natürlich Linker, nicht einfach nur ein Mensch mit Verstand im Kopf und Rückgrat. Viele fühlten sich durch den Aufmarsch der „Rechten“ bedroht. Andere vor Ort bekamen allerdings auch gar nichts mit. Die Veranstalter reagierten mit einem mehr als erbärmlichen Statement, das nicht mal das Wort „Stellungnahme“ verdient und ich fragte mich unwillkürlich, ob die bei einem gewissen Herrn auf der anderen Seite des großen Teiches abgeschrieben haben. Hätte fast sogar in einen Tweet gepaßt, diese Nicht-Aussage. Wir waren am Samstag aber nicht mehr in Frankfurt, deswegen soll es das hier auch dazu gewesen sein, wer bisher nichts mitbekommen hat und mehr wissen möchte, findet im Netz unzählige Berichte von Leuten, die da Fundierteres zu zu sagen haben als wir in einem Familienblog.

Wir konnten uns am Dienstag und Mittwoch ganz dem widmen, was die Frankfurter Buchmesse eigentlich ausmachen sollte: Den Büchern und dem, was rundherum dazugehört. Über die Jugendbücher schrieben wir schon.

Was uns beim Rundgang sonst noch auffiel?

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Gelesen: Netzgemüse

netzgemuese

Netzgemüse von Tanja und Johnny Haeussler ist ein Buch, bei dessen Rezension ich ein Problem habe. Denn ein „Einfach genial. Absoluter Lesebefehl für alle Eltern!“ ist erstens zu kurz und zweitens nicht objektiv genug.

Also wie anfangen? Tanja und Johnny Haeussler beschreiben das Leben mit Digital Natives. Nämlich den eigenen Kindern. Die mit Computern, Playstation und Internet aufwachsen.

Dabei geht es also um Themen der Internetnutzung, welche Spiele sollte man erlauben, wie viel Zeit im Internet sollte man erlauben, wo soll man seine Kinder alleine lernen lassen, wo sollte man dabei sein, was erklären, was entdecken lassen.

Die Autoren holen schon weit aus, erklären Dinge, die mir bereits geläufig sind. Okay, ich bin auch schon seit, was weiß ich, 1997 im Netz unterwegs? Aber falsch ist es trotzdem nicht. Warum das so ist, werde ich später noch erläutern.

Es ist interessant zu lesen, wie die Autoren ihre Kinder an das Netz heranführen, es zu erkunden und zu nutzen. Und das manche Freiheiten in der Nutzung hilfreich sein können. Sehr schön erklärt zum Beispiel bei der YouTube-Nutzung. Bumms, auf einmal hat eines der Kinder seine eigenen Videos veröffentlicht. Einfach weil das, was es suchte, nicht auf deutsch verfügbar war bzw. einfach gar nicht vorhanden war.

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J.D. Biersdorfer: iPad – Das Missing Manual

Das Missing Manual für das iPad umfaßt fast 300 Seiten reinen Inhalt. Es ist aufgeteilt in 18 Kapitel inklusive Anhänge zu Einstellungen und Fehlerbehebung.

Ich staune, dass man überhaupt soviel zum iPad schreiben kann, ist es doch relativ intuitiv zu nutzen. Wenn man bedenkt, dass Apples dem iPad beiliegende „Bedienungsanleitung“ lediglich aus einem Zettel mit dem Hinweis: „Schließen Sie Ihr iPad an ihren Computer an“ besteht, ist es aber vielleicht auch notwendig, dass man etwas mehr gedrucktes in der Hand hält…

Beim Aufschlagen fällt mir als erstes auf, dass das Buch eher einem Magazin gleicht. Reinweiße, glänzende, zeitschriftendünne Seiten, viele Fotos und Screenshots. Ich empfinde das als eher ungünstig, die glänzende Oberfläche der Seiten führt gerne zu Lichtspiegelungen.

Um das Fazit vorwegzunehmen: Der Senior der Familie ist als einziger Besitzer eines iPads und natürlich haben wir ihn um seine Meinung gebeten.

Er sagt: Das iPad ist ja eigentlich ziemlich selbsterklärend, findet das Missing Manual aber dennoch klasse. Es liest sich gut und viele der Sachen, die beschrieben werden hätte er nie und nimmer gefunden. Außerdem ist es manchmal eben doch einfacher, mal schnell nachzulesen, als selber rauszufinden. Es ist praxisnah, jeder kann es verstehen (sagt der Rentner, der aber selber jede Menge Sachverstand mitbringt) und es erleichtert manches im Alltag mit dem iPad. So zum Beispiel kommt man als Neuling nicht unbedingt direkt darauf, wie man eine App wieder löschen kann.

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