Secret Escape Games, Ausschnitt Raum Jungle Game

Ausflugstipp: Secret Escape in Mainz

Vorweg: Dieser Ausflugstipp ist etwas schwierig zu beschreiben. Denn wir dürfen ja nichts verraten, nahezu alles wäre ein Spoiler. Deswegen gibt es auch keine Fotos. Auch die würden zu viel preisgeben. Das Beitragsfoto wurde mir von Secret Escape zur Verfügung gestellt.

Die Idee Escape Room begleitete uns schon eine ganze Weile, ich hatte immer etwas Bedenken, weil ich in abgeschlossenen Räumen zur leichten Panik neige. Denn in einem Escape Room wir man im Team für 60 Minuten in einem Raum eingeschlossen und muss diverse Rätsel lösen, um wieder freizukommen. Nachdem sich rausstellte, dass man letztlich die Tür notfalls jederzeit öffnen kann, war das Problem jedoch schnell abgehakt. Also los. Zwei Erwachsene, zwei (fast) dreizehnjährige Mädchen. In Mainz gibt es mehrere Escape Room Anbieter, wir entschieden uns für Secret Escape am Alicenplatz (Hauptbahnhof), einen Ableger des Frankfurter Unternehmens. Raum, Tag und Uhrzeit online ausgesucht und gebucht. Problemlos. Am Tag selbst wurden wir an unsere Buchung per Mail erinnert, als ob wir das vergessen würden… Aber scheinbar kommt das vor, dass gebucht wird und die Leute nicht erscheinen.

Wir waren pünktlich da, was sich empfiehlt, denn die Zeit ist begrenzt. Wer zu spät kommt, hat letztlich weniger Zeit im Escape Room selbst. Der Eingang ist nicht so auffällig, wie man vermuten würde, Secret Escapes befindet sich im 5. Stock eines Hochhauses, den Eingang selbst muss man erstmal finden, wenn man sich nicht auskennt. Die Mitarbeiterin (deren Namen ich natürlich vergessen habe) empfing uns freundlich, führte uns in den Aufenthaltsraum und erklärte uns Anfängern erstmal alles Generelle und das für unseren Raum Spezielle. Wir hatten uns das Jungle Game ausgesucht, ein, wie wir erfuhren, etwas schwererer Raum, darauf hatte ich bei der Auswahl nicht geachtet. Hier gibt es auch diverse elektronische Elemente, es geht nicht nur um das klassische Schlösser öffnen, um zu Entkommen. Mehr sei hier nicht verraten, auch nicht von den Hinweisen im Vorfeld. Nur soviel: Hört genau zu, was Euch gesagt wird, wenn Ihr es nicht beachtet, kostet es Euch im Raum wertvolle Zeit. Wir bekamen ein Funkgerät in die Hand gedrückt, die Mitarbeiterin erklärte uns, dass sie uns über Kameras im Blick hätte und wir dadurch ständig im Kontakt sein könnten. Mit dem Funkgerät können wir sie fragen, wenn wir nicht weiter wissen, das sei auch vollkommen normal, dass man Hilfe brauche, und sie würde sich auch bei uns melden, wenn sie merkt, dass wir uns verzetteln. Wir betraten den Raum, wir sahen uns kurz zur Orientierung um, sie drehte die Sanduhr um und verschwand. Unsere Zeit begann zu laufen. 60 Minuten, die rasend schnell verfliegen. Ich war zunächst beeindruckt von dem Raum. Versuchte, alle Details wahrzunehmen. Sehr schön individuell gestaltet, viele handgefertigte dekorative Elemente, die für das Rätsel nicht notwendig sind, aber der Atmosphäre sehr gut tun. Der Raum ist in sich einfach stimmig und das wirkt sich auf das Spielerlebnis aus. Relativ neu ist er auch noch, damit sehr gut im Zustand auch der einzelnen Spielelemente.

Es war unser erstes Mal im Escape Room und das merkte man uns auch an. Natürlich verzettelten wir uns beim Einstiegsrätsel. Wir brauchten zu viel Zeit, uns zu orientieren, das Vorgehen zu begreifen und uns abzustimmen. Die beiden Mädchen waren natürlich mit besonders viel Eifer und Freude dabei. Ich versuchte, den Überblick zu bekommen und kämpfte ein wenig mit mir selbst. Nicht von der Aufregung und Anspannung überrennen lassen und den Fokus auf die Lösung der Rätsel setzen. Davon gab es einige. An einer Stelle war in der ersten Aufgabe ein Bruch im System, der hat uns ziemlich reingerissen. Oder sagen wir – verwirrt. Schließlich kam dann die Hilfe durch das Funkgerät. Sonst wäre uns die Zeit auch vollkommen weggerannt. Wer sagt was, wer löst was, wie können wir uns aufteilen und wie arbeiten wir zusammen? Wie gehen wir richtig an die gestellten Aufgaben ran und vor allem: Was übersehen wir? Fragen, die uns permanent begleiteten, während die Zeit drängte. Zeit, ein wesentlicher Faktor bei der Spannung. Zwischendurch mußten wir nachfragen, was dadurch erschwert wurde, dass sich schlicht keiner so recht traute, das Funkgerät zu benutzen. Wir bekamen ganz gezielte Hinweise und Tipps, auch die schienen fast mit eingeplant zu sein, so durchdacht kamen sie an den richtigen Stellen. Unerwartetes passierte. Ganz große Dinge übersahen wir schlichtweg, oder nahmen sie nicht als zugehörig wahr und steckten dadurch fest. Kopfschütteln bei uns allen über uns selbst. Zwischendurch eine leichtere Phase, dann wieder viel Kombinieren. Eine wie wir fanden, sehr gelungene Mischung.

Wir kamen am Ende frei, die Tür öffnete sich. Wir hatten alle wirklich Spaß dabei, Kinder und Erwachsene. Ärgerten uns ein klein wenig über uns selbst, wie wir an manchen Stellen ein Brett vor dem Kopf hatten und uns immer wieder im Kreis drehten. Oder Hinweise im Spiel selbst schlicht falsch interpretierten, so das wir auf die Hinweise der Mitarbeiterin zurückgreifen mussten. Diese meinte aber, das wäre alles im normalen Rahmen gewesen. Hoffen wir mal für unser Ego, dass das stimmt. Es war ein Erlebnis. Spannung, Nervenkitzel, kombinieren, denken, aufpassen, genau hinsehen. Ohne Teamwork wird man hier nichts, nicht umsonst werden Escape Rooms gerne zum Teambuildung gebucht. Leider ist das Vergnügen (egal bei welchem Anbieter) nicht ganz billig, die Preise sind gestaffelt nach Anzahl der Teilnehmer. Je mehr mitmachen, um so günstiger wird der Preis pro Person. Bis zu 7 Leute können in einem Team sein. Für uns vier zahlten wir 100,- Euro, es war mein Geburtstagsgeschenk. Ein tolles 🙂 und eine Empfehlung für alle, die Spaß am gemeinsamen Rätsellösen (in besonderem Rahmen) haben. Für uns etwas, was in einem neuen Raum unbedingt einer Wiederholung bedarf.

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Secret Escape (Mainz)
Alicenplatz 6
gebuchter Raum: Jungle Game
Spielzeit: 1 Stunde, plus 30 Minuten Einführung etc.

Secret Escapes Facebook-Seite.

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Kategorien Allgemein Ausflugstipp

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In den Netzwerken als Schreibmamsell unterwegs. Immer auf der Suche nach Zeit (und Mut) die diversen Ideen zum Leben zu erwecken.

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